Rui Miguel Silva Seabra wrote: [...] > http://laforge.gnumonks.org/weblog/....
LOL! http://laforge.gnumonks.org/weblog/linux/gpl-violations/index.html ------ Wed, 13 Aug 2008 gpl-violations.org report in Financial Times Deutschland The German business newspaper Financial Times Deutschland has published an article about my GPL enforcement work. To the best of my knowledge, it is the first such article in a general newspaper. All previous coverage was in publications or magazines tailored to the IT industry. However, the content is of very low quality, and the actual facts are wrong in a number of cases. First of all, why go to a personal level and describe myself as having a 'Harry Potter hairstyle', and then calling me "a mixture between bill gates and a heavy-metal fan". I hereby deny any similarity with Bill Gates. I had my hair style like this even in the nineties (before growing it long around 1997-2000 and then cutting it again in 2001). And I listen to a lot of weird music, though heavy metal is generally not on my playlist. Anyway, what is the point of all of that? How does this help people to evaluate the risk of GPL violations? Further down, the article has claims like "the driver software of the router also contained some lines of code that were originally written by Welte". First of all, it is the firmware, not the driver. Secondly, it is more than a couple of lines (since a couple of lines would probably not constitute a copyrightable work). The article also explicitly states that I am not fighting for money, but "out of principle". Despite that, it also claims "The first couple of companies are shivering expecting the destruction of their book value". That's illogical. Furthermore, there are claims that I have focused on companies that only used small amount of open source. To the contrary: The majority of the products that I've enforced so far contain 75% or more open source software. Only small portions were added by the respective vendors. To the contrary, there was a recent article in the Berliner Morgenpost paper one of the CCC Leaders which was really well-researched and of high quality. Even that one gets some minor facts wrong, but still portrays a realistic picture. ------ http://www.ftd.de/karriere_management/recht_steuern/:Recht_Steuern_Software_Harald_gegen_Goliath/398129.html ------ Recht + Steuern Software-Harald gegen Goliath von Jörn Petring Wer kostenlose Software für kommerzielle Zwecke verwendet, bekommmt es mit Harald Welte zu tun: Der freie Programmierer verklagt alle Unternehmen, die den Open-Source-Kodex verletzen. Das Prozessrisiko reißt eine große Lücke in die Bilanzen der Unternehmen. ------ Harry-Potter-Frisur, Brille, schwarzer Kapuzenpulli: Ein bisschen erinnert Harald Welte auf dem Wikipedia-Bild an eine Mischung aus Heavy-Metal-Fan und Bill Gates. Einerseits talentierter Computer-Nerd, andererseits richtig laut, wenn es um die Wahrung seines geistigen Eigentums geht. IT-Experten schätzen, dass nahezu jedes Unternehmen in Deutschland, das selbst Software herstellt, regelmäßig auf Open-Source-Programme zurückgreift. Schließlich stehen deren Quelltexte frei im Internet und kosten folglich kein Geld. Die Rechte der ursprünglichen Entwickler werden dabei jedoch oft sträflich missachtet - auch die von Harald Welte, der ebenfalls einige Eigenkreationen ins Netz gestellt hatte. Ihm platzte schließlich als erstem Vertreter der Open-Source-Gemeinschaft in Deutschland der Kragen. Mit einer beispiellosen Abmahnwelle versetzt Welte seit einigen Jahren zahlreiche deutsche IT-Unternehmen in Angst und Schrecken. Es geht ihm nicht ums Geld, sondern ums Prinzip. Open Source, so suggeriert es der Name, ist zwar für jedermann völlig kostenlos zugänglich. Trotzdem gibt es eine Philosophie, die unbedingt beachtet werden muss. Genau wie kommerzielle Programme unterliegen auch die freien Codes einem Lizenzvertrag. In den meisten Fällen ist das die General Public License (GPL). Die GPL besagt, dass die freien Programme zwar für jeden zugänglich sind. Wenn aber auf Basis der Codes eine neue Software geschrieben wird, muss auch der Quelltext des neuen Produkts öffentlich gemacht werden. Oder, wenn nur geringe Mengen des freien Materials genutzt werden, zumindest ein Hinweis beigelegt werden, der zeigt, dass Teile des Programms der GPL unterliegen. Ärger ist programmiert _Quelltext_ Der Programmierer Harald Welte, Jahrgang 1979, ist ein Vertreter der Open-Source-Bewegung. Wer freie Open-Source-Programme verwendet, muss darauf auch hinweisen. _Klageschrift_ Welte hat 2004 das Projekt "GPL Violations" gegründet. Damit verklagt er alle Unternehmen, die freie Open-Source-Software verwenden, das aber nicht kenntlich machen. <caricature> Klein gegen Groß: Ein Open-Source-Aktivist verklagt Unternehmen und beschert ihnen damit Millionenrisiken in der Bilan Entscheidung mit Signalcharakter "Hunderte Unternehmen", so schätzt Weltes Anwalt Till Jaeger von der Berliner Kanzlei JBB, haben sich allein in Deutschland nicht an die GPL gehalten. Der Siegeszug des Juristen und des damals gerade 25 Jahre alten Computerfreaks Welte ist beachtlich. Die Schlüsselentscheidung fällte 2004 das Landgericht München. Damals untersagten die Richter dem Routerhersteller Sitecom per einstweiliger Verfügung die Auslieferung einer Gerätereihe. In der Treibersoftware der Router befänden sich auch einige Zeilen Programmcode, die ursprünglich von Welte geschrieben und frei im Internet verfügbar waren. Die Entscheidung hatte Signalcharakter. Mittlerweile, so Jaeger, habe man sich bereits mit 80 bis 100 Unternehmen auf Vergleiche geeinigt. Sein Mandant wolle in keinem Fall von den Verfahren profitieren, versichert der Anwalt. "Schadensersatzansprüche gab es nicht", sagt Jaeger. Welte wollte die Unternehmen erziehen: Inhalt der Vergleiche war oft lediglich das Versprechen, dass die Unternehmen ihre Produkte nach GPL-Richtlinien nachbessern. "Wir waren von dem aggressiven Vorgehen überrascht und haben die Fehler damals sofort korrigiert", sagt Heimo Adamski, Geschäftsführer von SMC Networks, das ebenfalls von Weltes Rundumschlag betroffen war. "Die ersten Prozesse waren für Unternehmen zwar unangenehm. Aber eher harmlos im Vergleich zu dem, was noch aussteht", sagt Fabian Schäfer von der Kanzlei Beiten Burkhardt. Der auf IT-Fragen spezialisierte Anwalt hat beobachtet, dass sich Welte in seinen Klagen bisher ausschließlich auf Unternehmen konzentriert hat, die nur geringe Mengen der Open-Source-Komponenten in ihrer Software verwendet haben - und deshalb leicht nachbessern konnten. Jene, die eher großzügig mit freien Quelltexten umgehen, sind bisher ungeschoren davongekommen. "Viele Unternehmen haben Nachholbedarf. Oft wissen Manager nicht einmal, welche Bestandteile von ihren Programmierern in die eigene Software integriert wurden", sagt Schäfer. Eine Nachlässigkeit mit fatalen Folgen. Ist der Open-Source-Anteil in der neuen Software zu groß, Experten sprechen dann von einem "abgeleiteten Werk", greift die GPL-Lizenz für die gesamte neue Software, was bedeutet, dass der komplette Quelltext frei zugänglich gemacht werden muss. "Damit wäre die Software nicht mehr kommerziell zu vertreiben", sagt Schäfer. Für die Entwickler ein großes Unglück. Neue Aufgabe Weltes Warnschuss hat schon gewirkt: Erste Unternehmen zittern vor der Vernichtung ihrer Bilanzwerte, andere wittern ein großes Geschäft. Die Firma Black Duck hat sich darauf spezialisiert, Software im Auftrag von Unternehmen zu scannen. "Unsere Kunden wollen sichergehen, dass ihre Software in Ordnung ist. Regelmäßig finden wir dann Sachen, die die Leute richtig blass werden lassen", sagt Stefan Just von Black Duck. Konzerne wie SAP und Siemens schienen ebenfalls verunsichert und haben sich laut Just bereits von Black Duck beraten lassen. Auch die Private-Equity-Branche sehe Chancen, meint Fabian Schäfer: Selbst entwickelte Software und deren Schutzrechte "stellen häufig einen wesentlichen Teil des Unternehmenswerts dar". Wenn das wegbricht, könnte das den Unternehmenswert bei einem Verkauf um bis zu 20 Prozent schmälern. Vom Initiator des Open-Source-Debakels ist in vergangener Zeit nur noch wenig zu hören gewesen. Fürs Erste scheint Welte besänftigt. Per E-Mail verkündet er: "Zumindest in Europa und den USA zeigen die etablierten Firmen jetzt deutlich mehr Problembewusstsein." Vielleicht liegt die Sendepause auch an Weltes neuem Job. Der freie Programmierer arbeitet nun für den taiwanischen Chiphersteller VIA. Seine neue Aufgabe: Beratung in Open-Source-Fragen. ------ regards, alexander. -- http://gng.z505.com/index.htm (GNG is a derecursive recursive derecursion which pwns GNU since it can be infinitely looped as GNGNGNGNG...NGNGNG... and can be said backwards too, whereas GNU cannot.) _______________________________________________ gnu-misc-discuss mailing list [email protected] http://lists.gnu.org/mailman/listinfo/gnu-misc-discuss
