Hallo Sven und Mathias,

Sven schrieb:
> > ist Werbung in Newslettern erfolgreicher als Bannerwerbung?

Da kann man der Antwort von Mathias auf Deine Frage diese
Fragen nur zustimmen. Was ist fuer Dich "erfolgreicher"?
Etwas unpraezise ...

> > Ist die Response-Rate hoeher?
> > Wie oft wird auf einen Werbelink in einem Newsletter geklickt?
> [Matthias]:
> Bestimmt haben Andreas Frenko oder Klaus Arnhold ein paar
> Zahlen hierzu parat.

Jep. Zunaechst kann man pauschal sagen, dass in der gesamten
(nach wie vor eher spaerlichen) Literatur zum Thema von deutlich
hoeheren Klickraten berichtet wird. Wobei im Vergleich von
Text-E-Mails zu HTML-E-Mails letztere noch einmal deutlich
hoehere Klickraten erzielen.

Was die Angaben an sich betrifft, so werden meist Klickraten
zwischen 5% bis 20% genannt, vereinzelt bis zu 40%. Wobei
dies sich i.d.R. auf den US-Markt bezieht.

Letztlich kommt es (logisch) immer darauf an, welche Werbung
in welchem Werbetraegerkontext plaziert wird.

Matthias schreibt:
> Es gab auch mal eine Studie von Akademie, in der ein paar
> Responseraten bei Newslettern  ermittelt wurde. Habe ich leider nicht parat.

Du duerftest die Studie in Zusammenarbeit mit berlecon.de
vom Januar 1999 meinen?! Dort wird an einer Stelle (Fallbeispiel)
vom US-Dienst inomics berichtet, der angeblich 2% Klickraten
erzielen wuerde. Aber auch dort (in der Berlecon-Studie) wird
betont, dass die Klickraten bei Anzeigen in E-Mail-Publikationen
im Vergleich zur Bannerwerbung noch kaum erfoscht sind.

Die meisten Angaben, die man in der (vornehmlich amerikanischen)
Literatur findet, beziehen sich auf kolportierte Aussagen, selten
jedoch auf konkrete Studien.

[weiter Matthias]:
> Es duerfte aber  auf jedenfall hoeher als die durchschnittliche 
Clickrate
> von 0.5 %  bei Bannern sein.

Das kann man so wohl unterschreiben. Allerdings auch hier die
Warnung vor Pauschalierungen. Es kommt eben immer auf
externe Faktoren wie z.B. Qualitaet der Anzeige selbst (Angebot
plus Copy), redaktionelle Qualitaet der E-Mail-Publikation,
Plazierung der Anzeige (oben, unten?!) etc.
Im Grund nichts neues.

Bei aller Euphorie jedoch darf man nicht vergessen, dass
dies bei einem Missbrauch des Mediums E-Mail seitens
der Marketer nicht lange andauern duerfte. In den US-
Publikationen wird hiervor schon massiv gewarnt. Stichwort:
"E-Mail-Overload".

Es wird letztlich also darauf ankommen, wie verantwortlich E-Mail-
Marketer (auch und gerade hier in Deutschland) in Zukunft
mit dem Medium umgehen. Manche Auesserungen von
Leuten, die vom klassischen Marketing kommen, lassen
mich jedenfalls Schlimmes befuerchten. Die Leute machen
immer denselben Fehler: Sie glauben, Rezepte von Post-Mailings
auf E-Mail uebertragen zu koennen.

Nach dem Motto: "Haben wir erst einmal die E-Mail-Adresse
und ist auch rechtlich nichts zu befuerchten, feuern wir eben
so viele Mail ab wie noetig. Kann ja nicht schaden". Irrsinn.

Viele Gruesse
Andreas

P.S.
Gibt es denn wirklich keine Antworten auf meine Fragen zum
Thema Streaming Media vom 10.03.?
--
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