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Einladung zu Beiträgen

"Demokratische Legitimation ethischer Entscheidungen"
Interdisziplinäres Forschungskolloquium
Unabhängige Nachwuchsforschungsgruppe, Max-Planck-Institut
für ausländisches öffentliches Recht und Völkerrecht
Heidelberg (Deutschland)
29.-30. November 2007

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Mit Regelungen zu Fragen der modernen Medizin und
Biotechnologie werden Entscheidungen getroffen, die das
Selbstverständnis einer Gesellschaft berühren. Auf
unbestrittene, ausdifferenzierte rechtliche oder ethische
Standards kann dabei nicht zurückgegriffen werden. Zudem
stellt der ständige Fortschritt von Wissenschaft und Praxis
die Reaktionsfähigkeit von Entscheidungsverfahren auf die
Probe. Das Forschungskolloquium wendet sich der Frage zu,
wie diese ethisch-rechtlichen Herausforderungen in
nationalen Rechtsordnungen, auf der Ebene der Europäischen
Union und auch im Bereich des Völkerrechts in demokratischer
bzw. legitimer Weise bewältigt werden können. Es soll dem
interdisziplinären Austausch über verschiedene Aspekte der
demokratischen Legitimation ethisch relevanter
Entscheidungen dienen.

Junge Wissenschaftler (Doktoranden/Habilitanden) der
Philosophie, Medizinethik, Soziologie, Politik-, Kultur- und
Rechtswissenschaften (Völker-, Europa-, nationales Recht und
Rechtsvergleichung) erhalten die Möglichkeit, in einem
Vortrag den Stand ihrer Forschung zu den aufgeworfenen
Fragen vorzustellen und anschließend zu diskutieren.
Ausgewählte Beiträge sind für eine Veröffentlichung
vorgesehen.

Die Vortragsthemen können - neben anderen - umfassen:

- das Verhältnis von Recht, Moral und Ethik

- Expertenbeteiligung und Demokratie
(Ethikkommissionen/-räte, Technikfolgen-abschätzung)

- (demokratische) Legitimation von Rechtsetzung auf
supranationaler und internationaler Ebene

- demokratische Bewältigung von Dissens und abweichenden
Ansichten in moralisch-ethischen Fragen

- die Möglichkeit und Grenzen universeller Standards und
rechtlicher Regelungen in bioethischen Fragen

- aktuelle Fragen der Biomedizin und Biotechnologie als
Anwendungsbeispiele des Spannungsverhältnisses von Moral,
Ethik, Recht und demokratischer Legitimation

Kurzexposés (bis 1.000 Wörter) können bis zum 1. August 2007
in elektronischer Form an <[email protected]> eingereicht
werden. Vortragenden werden die Reise- und
Übernachtungskosten erstattet.

Informationen zum Forschungsbereich der Nachwuchsgruppe
finden Sie auch unter:
http://www.mpil.de/ww/de/pub/organisation/nachwuchsgruppe.cfm


Kontakt:

Dr. Stéphanie Dagron
Max-Planck-Institut für ausländisches öffentliches Recht und
Völkerrecht
Im Neuenheimer Feld 535
D-69120 Heidelberg
Deutschland
Tel.: +49 (0)6221 482 403
E-Mail: [email protected]

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