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Inhaltsverzeichnis Theme: Übersetzen Publication: polylog. Zeitschrift für interkulturelles Philosophieren Date: Nummer 24 (2010) __________________________________________________ "Übersetzen" lautet das Thema der vorliegenden Nummer 24 von "polylog. Zeitschrift für interkulturelles Philosophieren". Damit steht ein zentrales Problem interkulturellen Philosophierens im Mittelpunkt dieser Nummer. Denn Grundvoraussetzung für die Annäherung an und Auseinandersetzung mit Denktraditionen, Konzepte, Ideen, Diskussionen und Lösungsansätzen aus anderen Regionen der Welt ist ein sprachlicher Zugang – und damit das Übersetzen in eine von uns beherrschte Sprache. Der Akt des Übersetzens zieht sogleich eine ganze Reihe philosophischer und auch rein praktischer Problemen nach sich: Wie kann ein Begriff, ein Konzept, eine Idee aus einem anderen soziohistorischen, kulturellen, religiösen und sprachlichen Hintergrund so vermittelt werden, dass einerseits möglichst wenig an Inhalt und Kontext verloren geht und andererseits trotzdem ein Verstehen, im Sinne eines Nachvollziehens, in der eigenen Sprache möglich ist? Wie kann vermieden werden, dass im Prozess der Übersetzung eine Übertragung der eigenen epistemologischen Voraussetzungen, der in unserer Sprache verankerten Denkstrukturen und Bilder, zu einer Verzerrung der zu übersetzenden Gedanken führt? Kann das überhaupt vermieden werden? Ist Übersetzung also überhaupt möglich oder nicht? Und ist der Prozess des Übersetzens, des Aneignens des Anderen nicht bereits wieder ein kolonisierender, unterdrückender Akt der Einverleibung und Anpassung des Anderen an das Eigene? Rein praktisch steht POLYLOG selbst bei der Produktion jeder Nummer vor dem Problem, dass viele Texte aus einer anderen Sprache ins Deutsche übersetzt werden müssen, da sich die Redaktion bei der Gründung der Zeitschrift im Jahr 1998 entschlossen hat, eine deutschsprachige Publikation herauszugeben. Über unsere Erfahrungen berichtet einer der Gründungsväter des POLYLOG und langjähriger Redakteur, Franz M. Wimmer. Das FORUM dieser Nummer enthält diesmal drei Beiträge: Enrique Dussel plädiert für die Anerkennung und Akzeptanz des Werts und der Geschichte aller regionalen philosophischen Traditionen auf der Erde und fordert, dass sich dies auch in der philosophischen Lehre widerspiegeln sollte. Der Beitrag von Radostin Kaloianov beschäftigt sich mit der Debatte um den Begriff "Multikulturalismus" und Thomas Fornet-Ponse bringt uns das Denken von Xavier Zubiri und Ignacio Ellacuría näher. Bestellungen unter: www.polylog.net oder direkt über: [email protected] Ein Einzelheft kostet 15 Euro plus Versandkosten. Ein Abonnement (2 Nummern pro Jahr) kostet 28 Euro. Inhalt: 2 Franz Wimmer Einleitung 5 Anand Amaladass Übersetzer sind interkulturelle Vermittler 17 Ebunoluwa O. Oduwole Sprache und die Authentizität der afrikanischen Philosophie 29 Kwasi Wiredu im Gespräch über afrikanische Philosophie, interkulturelles Übersetzen und Aufgaben der (interkulturellen) Philosophie. 37 Bianca Boteva-Richter & Franz Martin Wimmer Stille Post – ein Experiment 43 Anand Amaladass & Ursula Baatz Raimon Panikkar (1918–2010). Ein Nachruf 47 Enrique Dussel Eine neue Epoche in der Geschichte der Philosophie: Der Weltdialog zwischen philosophischen Traditionen 65 Thomas Fornet-Ponse Universalität und Kontextualität: Xavier Zubiri und Ignacio Ellacuría zur Einheit der Realität 81 Radostin Kaloianov Multikulturalismus und Kritik 98 Franz Gmainer-Pranzl Zῷoν πoλύλoγoν ἔχoν. Laudatio zur Verleihung des "großen Ehrenzeichens für Wissenschaft und Kunst" an Franz Martin Wimmer 104 Rezensionen & Tipps Kontakt: polylog Zeitschrift für interkulturelles Philosophieren Institut für Philosophie Universität Wien Universitätstraße 7 A-1010 Wien Austria Fax: +43 1 4277-47493 E-Mail: [email protected] Web: http://www.polylog.net __________________________________________________ InterPhil List Administration: http://interphil.polylog.org Intercultural Philosophy Calendar: http://cal.polylog.org __________________________________________________

