Jünger, Ernst / Hielscher, Friedrich:
Briefwechsel

Hrsg. von Ina Schmidt und Stefan Breuer
2005, gebunden mit Schutzumschlag
EUR [D] 28,00*
sFr 49,70*
460 Seiten
ISBN: 3-608-93617-3
Erscheint am 12.04.2005 

»Wie ich sehe, hat sich seine Gemeinde zerstreut. Aber der Ansatz war gut. 
Nicht unzeitgemäß, sondern vorzeitig.« Ernst Jünger in »Siebzig verweht V«

Die über Jahrzehnte geführte, zum ersten Mal veröffentlichte Korrespondenz 
Jüngers mit einem seiner interessantesten publizistischen Weggefährten.

Aus dem in Marbach archivierten, epochalen Briefnachlaß Ernst Jüngers liegt nun 
die Korrespondenz mit Friedrich Hielscher vor. Obwohl die intellektuelle 
Beziehung der beiden Männer spannungsreich war und durch »Wohlgefallen und 
Mißbehagen« zugleich geprägt war, setzte sich der in den zwanziger Jahren 
begonnene Briefwechsel fort bis zu Hielschers Tod 1990.

Friedrich Hielscher, Publizist und Privatgelehrter, trat schon in seiner 
Schulzeit einem Freicorps bei, verweigerte sich aber der Teilnahme am 
Kapp-Putsch. Er studierte Jura in Berlin und Jena, gab seine Tätigkeit am 
Berliner Kammergericht aber nach kurzem wieder auf. Hielscher, der zu seinen 
Bekannten Elisabeth Förster-Nietzsche, Oswald Spengler und Theodor Heuss 
zählte, war einer der ersten Autoren der von Jünger mitherausgegebenen 
Zeitschrift »Arminius«. Von da an arbeiteten beide, wenn auch nur temporär, im 
Rahmen der nationalrevolutionären Publizistik zusammen. Hielschers Philosophie, 
die sich an der Formulierung einer »heidnischen« Theologie versuchte, mündete 
schon früh in die Gründung einer politisch-religiösen Sekte – der »Unabhängigen 
Freikirche UFK«.

Der ausführlich und kompetent herausgegebene Briefwechsel ist ein 
hochinteressantes Dokument zur Ideengeschichte in Deutschland, zur Geschichte 
der Weimarer Republik und, nicht zuletzt, ein ergänzender Kommentar zur 
politischen Publizistik Ernst Jüngers.

Friedrich Hielscher (1902 – 1990),
einer der engsten politischen Weggefährten Ernst Jüngers in den 20er Jahren. 
Publizist, politischer Aktivist am rechten Rand des politischen Spektrums, 
Stifter einer heidnischen Freikirche. Hielschers Kreis war gegen den 
Nationalsozialismus, einzelne Mitglieder nahmen aktiv am Widerstand gegen 
Hitler teil.

Die Herausgeber

Ina Schmidt ist wissenschaftliche Mitarbeiterin im Fachbereich Soziologie der 
Hamburger Universität für Wirtschaft und Politik. Sie promovierte mit einer 
Arbeit über Friedrich Hielscher.

Stefan Breuer, Jahrgang 1948, Dr. phil., ist Professor für Soziologie an der 
Hochschule für Wirtschaft und Politik in Hamburg. Er veröffentlichte u. a. 
»Ästhetischer Fundamentalismus. Stefan George und der Deutsche Antimodernismus«.
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