>Man kann sich eigentlich für einen Schriftssteller auch interessieren, ohne
>sein Verhalten zu billigen. Ich habe das Gefuehl, dass hier so etwas wie ein
>Personenkult à la Stefan George betrieben wird.


Wenn die Argumente fehlen kann man natuerlich
Fakten Personenkult nennen. Was ich in meine
Beitraege genannt habe sind Fakten, die viellecht
nicht zu den Bild von der Mitlaeufer passt. 

Das politische Bild von von EJ in der zwanziger Jahre war
ja dass er als konservativer Revolutionaer auch
in linken und liberalen Blaetter publizierte, EJ hatte auch
persoenliche Verbindunge zu line Persoenlichkeiten.
Die Hausdurcsuchung von Gestapo bei EJ fuehrte er
auf seine Kontakte mit zu Erich Muehsam zurueck:

"Ich glaube. man suchte Briefe des alten Anarchisten
Muehsam bei mir, der eine kindliche Neigung zu mir
gefasst hatte und den man dann auf so schauerliche Weise
ermordete. Er war einer der besten und gutmuetigsten Menschen,
denen ich begegnet bin." (Strahlungen, Saemtliche Werke, Bd. 3,
Stuttgart, 1979, Eintragung 10. September 1943).

Personenkult? Angreifen ist erlaubt, aber Verteidigung ist
Personenkult? Worte sind natuerlich psychologische Waffen.
Personenkult ist schlecht, also muss auch der andere schlecht
sein. Persoenlich interessiere ich mich mehr fuer EJs Ideen nach 1945
als fuer seine Person.

Bertil Haggman 


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