Liebe Jünger-Freunde,

nachstehende Rez. zum Briefwechsel Jünger/Andres erschien heute in der BERLINER 
LITERATURKRITIK.

Im Anhang zur Rezension erlaube ich mir mal wieder einen Hinweis auf mein 
Antiquariat, bzw. auf Bücher von Stefan Andres in meinem Katalog, eines davon 
von Andres signiert ...

Beste Grüsse rundum, 
Ihr / Euer
tw




http://www.berlinerliteraturkritik.de/index.cfm?id=10&mat=16618

Langweilende Literaten: ein Briefwechsel zwischen Ernst Jünger und Stefan Andres
Der schmale Band enthält 62 Briefe aus den Jahren 1937 bis 1970
© Die Berliner Literaturkritik, 07.01.08

Nach einer Handvoll edierter Jünger-Briefwechsel steht fest: Bekannte 
Korrespondenzpartner verbürgen noch keine interessanten Gespräche. Letztes Jahr 
enttäuschte die Korrespondenz zwischen Jünger und Benn, zwei Meistern des 
kalten Blicks, die aber auf Distanz blieben und Belanglosigkeiten 
auswechselten. Jetzt folgt die Konstellation Jünger-Andres und langweilt durch 
– Harmonie!

Der schmale Band enthält 62 Briefe aus den Jahren 1937 bis 1970 sowie einige 
Tagebuchnotizen Jüngers und somit schon alles, was diese Literatenfreundschaft 
ausmachte. Es war Stefan Andres (1906-1970), der 1937 Ernst Jünger (1895-1998) 
anschrieb „nicht als Schüler, nicht als Verehrer“, sondern wegen des 
„menschlich Einigende[n]“. Also kein Jünger-Jünger wie zeitweise Gerhard Nebel 
oder ideologischer Kamerad wie, wieder zeitweise, Carl Schmitt (1888-1985). In 
deren Briefwechseln mit Jünger finden sich Reibungen, Streit und schließlich 
der offene Bruch, die es zwischen Andres und Jünger nicht gab.

Das „menschlich Einigende“ erklärt, warum die beiden so unterschiedlich 
sozialisierten Männer eine so beständige Freundschaft pflegten. Man schickte 
einander die eigenen Bücher, besprach immer wieder gegenseitige Besuche und 
diskutierte nach dem Krieg mögliche Verlage für Jüngers Rückkehr an die 
Öffentlichkeit. Andres machte sich zu einem der wenigen politisch korrekten 
Apologeten im so genannten „Jünger Fall“ nach 1945. In ihm wurde der 
ambivalente Jünger stellvertretend für die deutsche Lage vier Jahre lang von 
der west- und ostdeutschen Presse heiß diskutiert, und die positiven Artikel 
Andres‘, der 1937 wegen seiner jüdischen Frau emigriert war, werden ihm 
nützlich gewesen sein.

In den Briefen jedoch spielen Zeitgeschehen und Politik keine große Rolle. Zwar 
kommentiert Andres gelegentlich ausführlich die politische Lage im 
Nachkriegseuropa, so einige absurde Folgen der Entnazifizierung, Jünger geht 
darauf aber kaum ein und bringt selbst keine politischen Themen ein. Auch in 
die eigene Arbeit gewährt er dem Kollegen keine tieferen Einblicke, obgleich 
Andres sich intensiv mit Jüngers Werken auseinandersetzt. Folglich plätschert 
die Korrespondenz meist vor sich hin und es fällt kaum auf, dass sie zwischen 
1950 und 1960 aussetzt. Vielleicht gab es ja bei aller Harmonie einfach nicht 
genug zu sagen?

Von Thomas Hajduk

Literaturangaben:
ANDRES, STEFAN / JÜNGER, ERNST: Briefwechsel. Briefe 1937-1970. Herausgegeben, 
kommentiert und mit einem Nachwort von Günther Nicolin. Klett-Cotta Verlag, 
Stuttgart 2007. 184 S., 21,50 €.

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Stefan Andres beim Wimbauer Buchversand:

Andres, Stefan: Der Knabe im Brunnen. Roman.- München 1961: dtv, 220 (2) 
Seiten.- Kanten berieben, Eckknick an Deckel, ebendort Eckknickandeutung an 
ersten Blatt, papierbedingte Seitenanbräunung. --[interner vermerk regal 
WZ-05-09   [Bestell-Nr.: 0825R924497] 2.50 EUR

Andres, Stefan: Der Mann im Fisch. Berlin 1987: Union Verlag, 1. Auflage, 345 
(3) S., Leinen mit Schutzumschlag, dieser unfrisch und bestoßen/kl. Anrisse. 
--[interner vermerk regal k_476   [Bestell-Nr.: 0314R981451] 4.00 EUR

Andres, Stefan: Der Reporter Gottes. Eine Hörfolge in zehn Kapiteln. Frankfurt 
1953: Josef Knecht / Carolusdruckerei, 2. Auflage, 3.-7. Tausend, 219 (1) 
Seiten, Leinen mit Schutzumschlag.- Schutzumschlag unfrisch (angegraut, 
berieben/etwas bestossen/kleine Anrisse); Buch: Kanten leicht bestossen und 
lichtrandig, Widmung auf Vortitel. --[interner vermerk regal HDP0487   
[Bestell-Nr.: 0615J896960] 5.00 EUR

Andres, Stefan: Die Dumme . Roman. Roman.- München 1969: Piper, 7.-10. Tausend, 
231 (1) Seiten, Leinen mit Schutzumschlag.- Schutzumschlag etwas angegraut und 
mit kleinen Randanrissen; Buch: Kanten leicht bestossen, 2 Minifleckchen auf 
Seitenschnitt.--[interner vermerk regal WHL0384   [Bestell-Nr.: 1226B697241] 
7.00 EUR

Andres, Stefan: Gäste im Paradies. Moselländische Novellen *SIGNIERT*.- München 
1956: Paul List, 37.-40. Tausend, 267 (1) Seiten, Leinen mit Schutzumschlag.- 
Schutzumschlag unfrisch (angebräunt, Randanrisse); Buch: Kanten leicht 
bestossen.- Von Stefan Andres auf Vortitelblatt signiert --[interner vermerk 
regal W283   [Bestell-Nr.: 0725B906780] 25.00 EUR

Andres, Stefan: Main nahezu rhein-ahrisches saarpfalz-mosel-lahnisches 
Weinpilgerbuch. Köln o.J., (c) 1961: Strüder, 2. Auflage, 115 (4) Seiten, 
Leinen ohne Schutzumschlag.- Gering bestoßen, leicht angegraut, papierbedingte 
Seitenanbräunung. --[interner vermerk regal C0447   [Bestell-Nr.: 1015J382172] 
4.00 EUR

Andres, Stefan: Novellen und Erzählungen. München 1962: Piper / Bücher der 
Neunzehn, 436 (1) Seiten, Leinen ohne Schutzumschlag.- Kanten etwas bestossen, 
Namenszug auf Vorsatz, Eselsohr an Seite 69, sowie an Seiten 407-415, leichtere 
papierbedingte Seitenanbräunung. --[interner vermerk regal HDP0595   
[Bestell-Nr.: 1206W265473] 3.00 EUR

Andres, Stefan: Wirtshaus zur weiten Welt. Düsseldorf Köln 1951: Eugen 
Diederichs, 11.-20. Tausend, 77 (2) Seiten, Pappband. - Kanten bestoßen. 
--[interner vermerk regal k_556   [Bestell-Nr.: 0803J247241] 4.00 EUR

Grenzmann, Wilhelm: Moderne Erzähler I. Stefan Andres, Hans Carossa, Günter 
Eich, Paul Ernst, Hans Franck, Franz Kafka, Ernst Kreuder, Rainer Maria Rilke. 
Zusammengestellt und mit Vor- und Nachwort versehen von Wilhelm Grenzmann.- 
Paderborn 1957: Schöningh, 75 Seiten, Taschenbuch.- Einband berieben, Kanten 
etwas bestossen, wenige Eselsohren, Bleistiftnotizen, leichtere papierbedingte 
Seitenanbräunung. --[interner vermerk regal W203   [Bestell-Nr.: 0727H644327] 
2.50 EUR

Zerkaulen, Heinrich (Hg.) Zehn Dichter - Zehn Landschaften. Otto Janke Leipzig 
1937 Leinen, 253 (1) Seiten, Kanten bestoßen, Rücken mit kleinen Anrissen, 
Einband minimal fleckig; etwas schiefgelesen; Frontispiz oder Vortitel 
entfernt; wenige Eselsöhrchen/Knickandeutungen, leichte papierbedingte 
Seitenanbräunung. -- Enthält - jeweils mit Portraitphotos, Faksimile der 
Unterschrift und Selbstauskunft der Autoren versehen - Beiträge von Heinrich 
Zerkaulen, Max Barthel, Stefan Andres, Roland Betsch, Hans Brandenburg, 
Friedrich Deml, Hans Franck, Otto Gmelin, Hans Christoph Kaergel, Ernst Ludwig 
Schellenberg. --[interner vermerk regal A_1394   [Bestell-Nr.: A1394] 8.00 EUR
-- 
Tobias Wimbauer | Wimbauer Buchversand
Waldhof Tiefendorf
Tiefendorfer Str. 66
58093 Hagen-Berchum
02334-502826
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USt-IdNr.: DE251720280
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