Liebe Jünger-Freunde,

nachstehend die bereits zitierte Pressemitteilung des DLA. Dabei auch zwei 
schöne Photos: anklicken, abspeichern, so lang sie noch online sind.

In der Süddeutschen gab's heute abermals eine Meldung, aber die ist so kurz, 
dass sich ein eigener Rundbrief nicht lohnt; also sozusagen hier nur für's 
Protokoll erwähnt. Und für die Statistik: in der Süddeutschen hat der L-Klau 
schon wieder zugeschlagen, sodass es wieder mal nur zu "Wilfingen" reichte..

Beste Grüsse rundum,
Ihr / Euer
tw


http://www.dla-marbach.de/aktuelles/mitteilungen/2008/index.html?tx_ttnews%5Btt_news%5D=5530&tx_ttnews%5BbackPid%5D=54685&cHash=8f8c5858df

PM 009/2008
Ernst Jünger-Haus in Wilflingen: Das Deutsche Literaturarchiv Marbach sagt der 
Jünger-Stiftung und dem Eigentümer des Hauses seine Unterstützung zu

Marbach, 28. Januar 2008 — Auf Einladung des Deutschen Literaturarchivs haben 
sich jetzt in Marbach der Eigentümer des Ernst-Jünger-Hauses in Wilflingen, 
Vertreter der Ernst-Jünger-Stiftung und des Freundeskreises der Brüder Ernst 
und Friedrich Georg Jünger e.V. sowie der Gemeinde Langenenslingen und des 
Landratsamtes Biberach getroffen, um gemeinsam über die notwendige Sanierung 
des Hauses und den Fortbestand der Gedenkstätte im ehemaligen Jüngerschen 
Wohnhaus zu diskutieren. Dabei einigten sich die Beteiligten auf einen 
Maßnahmenplan, der unter anderem die Einwerbung von Spenden für die Sanierung 
des Hauses und Zustiftungen für die Arbeit der Stiftung vorsieht. Der Direktor 
des Deutschen Literaturarchivs Marbach, Professor Dr. Ulrich Raulff, 
bekräftigte den Willen Marbachs, die Beteiligten bei diesen Maßnahmen 
tatkräftig zu unterstützen.

Fast fünfzig Jahre lang hat Ernst Jünger in der Wilflinger Oberförsterei 
(Landkreis Biberach) gewohnt. Kurz nach seinem Tod am 17. Februar 1998 wurde 
das barocke Forsthaus in ein Museum umgewandelt. Jetzt muss die Gedenkstätte 
saniert werden, da Feuchtigkeit in die Wände des Hauses eindringt. Sein 
Eigentümer, Franz Schenk Freiherr von Stauffenberg, wird die gravierendsten 
Schäden mit eigenen Mitteln beheben. Die Ernst-Jünger Stiftung, die in den 
vergangenen zehn Jahren rund 300 000 Euro zum Betrieb der Gedenkstätte 
beigesteuert hat, bietet ihre Unterstützung im Rahmen der Stiftungserträge auch 
für die Zukunft an. Dennoch kann nur die Hilfe Dritter eine grundständige 
Sanierung des Hauses und den Erhalt der Gedenkstätte sichern. Zusätzliche 
Unterstützung wird gebraucht, um das Stiftungskapitel der Ernst-Jünger-Stiftung 
zu erhöhen: Nur mit erhöhtem Kapitalsockel könne die Stiftung dauerhaft 
garantieren, dass die laufenden Betriebskosten der Gedenkstätte auch in Zukunft 
gedeckt wären, hieß es in Marbach.

Das Deutsche Literaturarchiv Marbach bewahrt mit Ernst Jüngers Nachlass einen 
der bedeutendsten Bestände zur Literatur des 20. Jahrhunderts. Teile dieses 
Nachlasses – Handschriften, Bücher und Kunstgegenstände von Jünger – sind in 
der Dauerausstellung im ehemaligen Wohnhaus zu sehen. Betreut wird diese 
Ausstellung von der in Marbach ansässigen Arbeitsstelle für literarische 
Museen, Archive und Gedenkstätten (alim), die zu ihrer Einrichtung und ihrem 
Betrieb bislang rund 40 000 Euro aus Landesmitteln beigetragen hat.

Das Literaturmuseum der Moderne in Marbach wird Jünger im Jahr 2010 eine große 
Sonderausstellung widmen. Bereits am Mittwoch, 6. Februar 2008, 20 Uhr, sind 
drei Jünger-Kenner in Marbach zu Gast: Günter Figal, Professor für Philosophie 
an der Universität Freiburg, Helmuth Kiesel, Professor für Neuere Deutsche 
Literaturwissenschaft an der Universität Heidelberg, und Martin Meyer, 
Feuilletonchef der Neuen Zürcher Zeitung, sprechen aus Anlass von Ernst Jüngers 
zehntem Todestag über ihre Erfahrungen im Umgang mit dem umstrittenen Genie der 
neueren deutschen Literatur. Die Veranstaltung im Humboldt-Saal des Deutschen 
Literaturarchivs moderiert Dr. Jan Bürger, stellvertretender Leiter der 
Marbacher Handschriftenabteilung. Der Eintritt kostet 5,- /3,- Euro.

Unsere Fotos zeigen die Oberförsterei in Wilflingen, ein Foto aus dem Nachlass 
Jüngers, und den Dichter im Jahr 1985. (Foto: Mathias Michaelis/ DLA) Bitte zum 
Vergrößern auf das Bild klicken.    



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