Congratulations and well done, Herr Hofmann! Auch du hast 102 Jahre geschafft! Ist es nicht ein schöner Zufall, daß er und EJ das selber Alter erreicht haben?
(Wenn mehrere LSD Trippers auch 100 Jahre+ überlebt hätten, könnten wir daraus schließen, dass es wirklich eine Wunderdroge ist ;-) Aber natürlich ist das nicht der Fall.) Es bleibt jedenfalls ein interessantes Symbol der Freundschaft zwischen den beiden Weisen. Simon Friedrich ----- Ursprüngliche Mail ---- Von: Jerker Spits <[email protected]> An: [email protected] Gesendet: Mittwoch, den 30. April 2008, 10:43:44 Uhr Betreff: [juenger_org] Albert Hofmann Liebe Liste, Albert Hofmann, der Schweizer Erfinder der LSD, ist im Alter von 102 Jahren gestorben. Hofman war lange Zeit mit Jünger befreundet. Siehe auch Jüngers "Annäherungen. Drogen und Rausch". Anbei ein Nachruf von Spiegel-online. mit freundlichen Grüßen aus Holland, Jerker Spiegel Online 30. April 2008, 10:14 Uhr ALBERT HOFMANN Vater des LSD gestorben Albert Hofmann, der Entdecker der Droge LSD, ist im Alter von 102 Jahren in der Schweiz gestorben. Hofmann hatte die Substanz, die von Künstlern und Musikern in den sechziger Jahren als halluzinogenes Wundermittel verherrlicht wurde, 1938 entdeckt. Er wurde steinalt - nun ist Albert Hofmann, der "Vater des LSD", in seinem Haus im schweizerischen Burg im Kanton Basel-Land gestorben. Hofmann war der Entdecker der Substanz Lysergsäurediäthylamid, kurz LSD, die als Wunderdroge galt und vor allem in den sechziger Jahren auf politischer, gesellschaftlicher und künstlerischer Ebene enormen Einfluss hatte. An jenem Tag im Jahr 1938 hätte sich Albert Hofmann wohl nicht träumen lassen, was er da für eine chemische Verbindung entdecken sollte. Hofmann arbeitete damals für den schweizer Chemiekonzern Sandoz und war eigentlich auf der Suche nach einer Substanz, die den Kreislauf stimuliert. Aus Mutterkorn, einem Getreide, synthetisierte Hofmann 1938 das Lysergsäurediäthylamid. Im Tierversuch enttäuschte das LSD - es zeigte keinerlei der gesuchten Eigenschaften. Hofmann verlor das Interesse. Erst am 16. April 1943 wiederholte Hofmann die Synthese von LSD und stieß dabei zufällig auf die erstaunliche Wirkung der Droge: Er hatte während der Herstellung etwas LSD durch die Haut aufgenommen. Auf dem Heimweg aus dem Labor erlebte Hofmann den ersten LSD-Trip der Geschichte: "Alles in meinem Gesichtsfeld schwankte und war verzerrt wie in einem gekrümmten Spiegel", berichtete Hofmann. "Eine furchtbare Angst, wahnsinnig zu werden, packte mich, ich war in eine andere Welt geraten." Eine Nachbarin, die ihm über den Weg lief, erschien ihm als "bösartige, heimtückische Hexe mit einer farbigen Fratze", die vertrauten Möbel in seiner Wohnung "nahmen groteske, meist bedrohliche Formen an". Gleichwohl konnte der herbeigerufene Hausarzt bei Hofmann keinerlei Krankheitssymptome feststellen: Puls, Blutdruck und Atmung waren normal. LSD ist eine weiß-kristalline Substanz. Schon geringe Mengen - ein halbes Mikrogramm je Kilo Körpergewicht - verändern die Wahrnehmung der Außenwelt für mehrere Stunden. Wie LSD wirkt, ist sehr individuell: Manche Menschen erleben Euphorie, andere panische Angstzustände ("Horror-Trip"). LSD wurde in der Nachkriegszeit zur Modedroge, gemeinsam mit weiteren Psychopharmaka. Schriftsteller wie Aldous Huxley oder Rauschgurus wie der US-Professor Timothy Leary priesen den LSD-Trip als eine Art Königsweg zu einem neuen, geläuterten Bewusstsein. Die Beatles widmeten der Hofmann-Droge mit dem Lied "Lucy in the Sky with Diamonds", dessen Anfangsbuchstaben die Abkürzung LSD ergaben, eine Hymne. Heute ist LSD wieder interessant Ohne LSD, so bekannten Rockmusiker wie beispielsweise Jimi Hendrix, wäre es ihnen nie gelungen, sich zu früher ungeahnten kreativen Höhenflügen aufzuschwingen. Auch Hofmann selbst probierte LSD nach seinem ersten Trip mehrfach aus. Er war lange Zeit mit dem Schriftsteller und Philosophen Ernst Jünger befreundet und nahm mit ihm gemeinsam die Droge. Jünger schilderte seine LSD-Erlebnisse in seiner Erzählung "Besuch auf Godenholm". Bald allerdings zeigten sich auch die Schattenseiten der psychedelischen Subkultur. Berichte von mörderischen Horrortrips häuften sich. Sie handelten von panisch erregten LSD-Schluckern, die sich etwa im Wahn, fliegen zu können, von Brücken oder Hochhäusern zu Tode stürzten. Andere, die sich im Irrgarten ihrer Halluzinationen verlaufen hatten, waren in der Psychiatrie gelandet - Grund genug für die Behörden, die als "Wahnsinnsdroge" gebrandmarkte Chemikalie aus dem Verkehr zu ziehen: LSD wurde in den sechziger Jahren verboten. Heute ist LSD wieder interessant für Ärzte und Psychotherapeuten: Die Schweizer Regierung hatte vor zwei Jahren eine Pilotstudie mit schwer kranken Patientinnen und Patienten bewilligt. Ziel ist, herauszufinden, ob LSD einen positiven Effekt für die Psychotherapie haben kann. Auch soll erforscht werden, ob LSD ohne Risiko eingenommen werden kann. Vor dem weltweiten LSD-Verbot waren viele Studien durchgeführt worden, die erste in der Schweiz 1947. Auch hatten Forscher aus aller Welt zum 100. Geburtstag Hofmanns einen Appell für einen unvoreingenommenen Umgang mit LSD und verwandten Stoffen lanciert. lub/AP/dpa http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,druck-550669,00.html ____________________________________________________________________________________ Be a better friend, newshound, and know-it-all with Yahoo! Mobile. Try it now. http://mobile.yahoo.com/;_ylt=Ahu06i62sR8HDtDypao8Wcj9tAcJ ------------------------------------ Yahoo! Groups Links Lesen Sie Ihre E-Mails auf dem Handy. www.yahoo.de/go
