Liebe Juenger-Freunde:
Da seit ein paar Tagen eine himmlische Ruhe im Juenger Lager herrscht, moechte
ich mal etwas Schwung in den Laden bringen. Heute morgen las ich einen Bericht
in der "Welt" ueber Homoeopathie, der mich an einen Gedankenautausch mit Monika
Miller erinnerte. Ich hatte geschrieben:" Ich finde es erstaunenswert, dass
Ernst Juenger fuer 102 Jahre lebte, ueber Drogen schrieb, - - - - - doch
niemals ein einziges Medikament erwaehnt. Da Sie ja so ein ausgezeichnetes
Verhaeltnis mit der Frau Juenger haben, koennten Sie bei der naechsten
Zusammenkunft mit der Dame "nonchalant" - "diplomatisch" - "hintenrum" mal
fischen, welche Medikamente der Herr zu sich nahm."
Monika Miller antwortete:" Ich brauche wegen der Medikamente nicht bei
Liselotte fischen gehen. E.J. waren Medikamente zuwider.Allenfalls
homoeopathische Praeparate waren erlaubt. Alles andere wurde in den Muell
geworfen, falls sich ein Arzt sich nicht von E. J. ueberzeugen liess. Er nahm
manchmal ein Schlafmittel - Rohypnol - ansonsten nur jeden Tag Tebonin , also
ein Ginkgo Praeparat, das gut fuer das Gehirn sein soll. Er war ja gesund - und
wenn er mal eine Erkaeltung hatte, wurde sie mit Hausmitteln auskuriert, denn
eine Erkaeltung dauert mit Medikamenten eine Woche." Tant mieux.
Mit den herzlichsten Gruessen aus dem Land der ziegelsteinroten Irokesen, der
glitzernden Gewaesser und des maechtigen Manitous - Unvergleichlich Heinrich.
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