Danke ebenfalls!
Wieder eine herrliche Auswahl von Zitaten.
Es erinnert mich daran, Eumeswil, eines der mir unbekannten Jünger Werker, zu 
erwerben und zu lesen. Wir haben zwar in der Stadtbibliothek unter der Rubrik 
"Klassiker" eine 5-bändige Ernst Jünger Gesamtausgabe. Darin sind aber weder 
Eumeswil noch Der Arbeiter zu finden.

Dafür habe ich "Gespräche" von Friedrich Georg. Ist das Buch allgemein bekannt? 
Es sind fiktive Zwiegespräche. Mein Lieblingsgespräch darin ist zwischen Hafis, 
dem Dichter und Scheich Badijan. Topaktuell - eine tiefe Einsicht in das Wesen 
des Islam. Zwei Richtungen begegnen sich und stehen sich unversöhnlich 
gegenüber: Die strenge Auslegung nach dem Buchstaben des Gesetzes und die freie 
Interpretation des Dichters.

Wie gesagt, das Buch ist eine Schatztruhe.

Wie jämmerlich kontrastiert dagegen diese Tesa-Film Kritik, ein Abgrund des 
Jammers.
Ich glaube, es wird eines Tages ein Jünger Revival geben, eine Jünger 
Renaissance, wenn die Zeit gekommen ist.
Allah ist groß, und der Große Manitou ebenfalls, etc.
Herzlich
Richard K.
  ----- Original Message ----- 
  From: Simon Friedrich 
  To: [email protected]
  Sent: Wednesday, November 12, 2008 9:33 AM
  Subject: AW: AW:RE: [juenger_org] Schach matt ! - Ernst versus Friedrich 
Georg Jü



  Danke Henry, endlich einige schöne Sätze aus mein Lieblingsbuch Eumeswil, das 
ich für EJs wichtigste Buch überhaupt halte.

  Simon F





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  Von: Henry Malon <[email protected]>
  An: [email protected]
  Gesendet: Dienstag, den 11. November 2008, 16:31:33 Uhr
  Betreff: AW:RE: [juenger_org] Schach matt ! - Ernst versus Friedrich Georg Jü


  Liebe Juenger-Freunde:

  Zum Anlass des Festtages des Heiligen Martins:

  Die Groesse des Heiligen Martins liegt nicht darin, dass er hilft, sondern 
dass er sofort hilft, - dem Naechsten am Weg. Das ist die Tugend, die an das 
Wunder grenzt. Und das ist die Macht der Naechstenliebe - den Schluck Wasser, 
den wir dem Verdurstenden in der hohlen Hand reichen ist groesser als die 
sieben Meere.
  Ernst Juenger. EUMESWIL.   59.

  Das Gebet ist ein eingeborener Trieb, der nicht schwaecher als der 
Geschlechtstrieb ist, - ja staerker noch. Beide sind auch insofern aehnlich, 
als Widriges droht, wenn sie unterdrueckt werden. 206.

  Wenn der Glaube schwindet, so deutet das auf groessere Zusannenhaenge hin - - 
-. Es bleibt der Ort, den der Glaube eingenommen hat und auf dem es verwaltet 
worden ist. Es bleibt die Strandlinie und auf ihr der Untergang, doch neben ihr 
der unerschoepfliche Reichtum des Abgrundes. Es bleibt das Nichts. Es bleibt 
die Leere mit ihrer saugenden Macht. Wo Glaube war bleibt ein Beduerfnis; es 
tastet mit tausend Armen nach einem neuen Gegenstand. Das ist die Unruhe, die 
der Schwund erzeugt. 295

  Der liebt wird immer mehr gegeben , wessen er zu seiner Seligkeit noetig hat, 
und noch mehr, so dass er sich sorgen muss, nicht zuviel anzunehmen. Robert 
Walser. (1878-1956)

  Wir bilden uns die Welt, und was wir erleben, ist nicht dem Zufall untertan. 
Die Dinge werden durch unseren Zustand angezogen und ausgewaehlt: DIE WELT IST 
SO WIE WIR BESCHAFFEN SIND. Jeder von uns vermag die Welt zu aendern - das ist 
die ungeheure Bedeutung, die den Menschen verliehen ist. Und daher ist es auch 
wichtig, dass wir an uns arbeiten. Ernst Juenger. GAERTEN UND STRASSEN,  176.   
  23. Juni 1940.

  Der Einzelne kann die Welt aendern, sei es durch Tat oder Leiden, und zwar in 
jedem Augenblick. Er kann entscheiden, ob sie auf - oder untergeht. Er kann ins 
Absolute eintreten. Er ist souveraen und gewinnt , wo er zu diesem Bewusstsein 
aufsteigt, - unendliche Macht. Die Welt wird sein Stoff und sein Traum. Sie ist 
immer sein Ebenbild. Das lehrt der Mythos , die Geschichte und Heilsgeschichte, 
- lehrt die Philosophie. Fuer einen Christen etwa, der sich als Kommandanten 
seiner Festung, seiner festen Burg, erkennt, ist Christus nicht nur das 
Vorbild, sondern ein wesentlicher und wirkender Teil seiner Person, ist 
kommunizierte weltwendende Macht. SIE STUERZT IMPERIEN. Ernst Juenger. 
STRAHLUNGEN II.    10. Juni 1945.    468.

  Der Glaube, das Gottvertrauen werden durch das Wissen, die Lebenserfahrungen, 
die Heilige Schrift bereichert und gestaerkt. Friedrich Georg Juenger. 
(1898-1977).
    GEDANKEN UND MERKZEICHEN.   43.

  Mit den herzlichsten Gruessen verbleibt Euech vom praechtigen Rittergut am 
Ufer des Huronsees, - und ebenfalls von den kunterbunten Abenakis, den 
ziegelsteinroten Irokesen, den kirschroten Opeongos, den kastanienbraunen 
Madawaskas, den bunten Tuscororas, den sprudelnden, glitzernden Gewaessern - 
und natuerlich des wohlwollenden, guetigen , allmaechtigen Manitou - 
unvergleichlich Heinrich.






   

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