Hey Peter,
der RPi ist sicher nicht das High End Performance System, für die Aufgabe 
sollte er aber reichen denke ich.
Ich habe schon einige Lösungen mit einem RPi als Streaming Server gesehen, 
sprich er sollte die Last tragen können.
Den von dir angesprochenen Aspekt der Wärme habe ich nicht berücksichtigt.
Bei einer reinen Datensicherungslösung sehe ich das noch nicht allzu kritisch, 
allerdings wenn wir die Erweiterung Smart TV in Betracht ziehen wird es schnell 
kritisch und heiß....

Eine reine Filesicherung hingegen finde ich schon fast spannender und 
interessanter, als z.B. das OS zu sichern, zumindest im Privatbereich.
Denn ein reines Linux / Windows ist binnen kurzer Zeit wieder installiert, da 
dauert die Sicherung / Rücksicherung einfach eine gewisse Zeit.
Und wenn wir ehrlich sind, wie oft raucht ein System so ab, dass man es 
komplett wiederherstellen muss?
Ist mir bislang wirklich enorm selten passiert und meist war ich nicht so 
unschuldig dran :-)
Was hingegen durchaus gerne mal passiert: Platte hat nen Schaden und muss 
getauscht werden oder versehentlich Datei gelöscht.
Die kann ich, mit einer reinen Filesicherung, durchaus sicher wiederherstellen.

Wenn wir aber von einer verlässlichen Lösung sprechen wäre für mich eine 
Auslagerung an einen anderen Platz obligatorisch.
Sei es über eine NAS Spiegelung, wo die andere NAS bei den Eltern / der 
Partnerin untergebracht ist oder wie auch immer.
Denn wie gesagt, wenn es verlässlich sein soll muss ich einen Einbruch und/oder 
ein Feuer leider berücksichtigen.
Und die NAS Box ist schnell geklaut, wenn ich aber noch einen Klon habe ist der 
Schaden zwar bitter aber die Daten sind nicht verloren.
Ich denke bei sowas oft und gerne an die heute sehr beliebten 
Kinder-/Urlaubsfotos per Digitalcam.
Die sind dann zwar auch in den Händen eines Diebes, aber damit lässt sich ggf. 
noch leben. Wenn sie hingegen unwiderbringlich verloren sind ist das wirklich 
ein Verlust und ein Stück Zeit, was einfach fehlt.



Gruß


Maik

 

 

-----Ursprüngliche Mitteilung----- 
Von: Peter Voigt <[email protected]>
An: linux <[email protected]>
Verschickt: Di, 17 Dez 2013 10:59 am
Betreff: Re: Erfahrungen mit Western Digital WD My Cloud?


On Sat, Dec 14, 2013 at 02:52:39PM -0500, [email protected] wrote:

> ... das "Problem" der zentralen privaten Datensicherung ...
> ... wäre doch z.B. der RPi eine Überlegung wert.

Der Rpi tut. Seine Leistung sollte reichen. Viele NAS-System und viele
Router bieten auch nicht mehr. Solche Geräte enthalten aber häufig über
spezialisierte Hardware für Netzwerk, Verschlüsselung etc, um die CPU
zu entlasten.

Unter Last wird der Rpi schnell recht warm. Ein Gehäuse ohne Lüfter zu 
verwenden ist keine Dauerlösung. Ein Gehäuse mit Lüfter zu finden, ist
schon wieder schwierig.

Passt man bei der Stromversorgung nicht auf, kann schon das Umklemmen des 
USB-Adapters oder des Netzwerkkabels einen Reset auslösen. Mit Platte und
Wlan wird man mindestens 2 oder besser mit 3. Stromversorgung für einen
USB-Hub brauchen. Der Kabelsalat läßt grüssen.

Das OS residiert auf einer SDHC-Karte. Der Rpi mag nur manche SDHC-Karten. 
Ob er über lange Zeiträume mit derselben SDHC-Karte klarkommt, wird man 
ausprobieren müssen. 

Das Konzept, Sicherungsdaten auf Plattenspeicher vorzuhalten, nicht aber
das OS, überzeugt mich auch nicht. 

Der Rpi ist eben für Elektronik-Basteleien und Steuerungsaufgaben aus-
gelegt. Als verlässliche 24/7 Backup-Lösung würde ich ihn nicht ein-
setzen wollen.

Aber wie gesagt: möglich ist es.

Hier http://www.mikrocontroller.net/topic/299988#new tauschen sich 
Elektroniker über die Eignung des Rpi für professionelle Steuerungen
aus. 

pv :)


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