Hallo Hans-Willy,
hallo Liste,

Wenn ich so etwas lese...

Bei jedem Schraubenzieher muss man inzwischen aufpassen, ob an sich an
alle budgetrechtlichen Vorgaben hält. Und gleichzeitig werden auf der
Ebene der Schulträger Unmengen an Geld für Funktionalität ausgegeben,
die mit kostenlosen Mitteln, ohne Vendor-Lock-in, quelloffen und
trotzdem oft sehr gut supportet, genau so bereitgestellt werden können.

Zugriff auf die eigenen Verzeichnisse? Haben wir OOTB (webbasiert,
theoretisch mit jedem Gerät möglich), Seafile/Owncloud/Horde - man hat
die freie Wahl.

Anbindung der Benutzerverwaltung? Schon jetzt per LDAP vom Server aus
möglich, andersherum wäre das mit offenen Standards sicher kein
Problem, so etwas zu replizieren (was immer eine zentrale
Nutzerverwaltung bringen soll - selbst schulintern bekommt man die
Schülerdaten ja schon nicht wirklich sauber in den Griff).

Sucht man eine didaktische Lern- und Kommunikationsplattform, hat man
mit Moodle eine kostenlose, weit verbreitete und sehr ausgereifte
Lösung an der Hand, bei der kaum Wünsche offen bleiben dürften.

Warum steckt man das Geld nicht in die Entwicklung quelloffener
Lösungen, von denen viele profitieren und die keine Abhängigkeiten von
einem Produkt oder einer Firma schaffen. Wo sind die kompetenten
Entscheider, die sagen: "ok, Euer Produkt interessiert uns, aber ohne
offene Standards werdet ihr von uns kein Geld sehen."

Aber ich erlebe das gerade selbst wieder... Einkauf einer neuen
Smartboard-Software. Das quelloffenen OpenSankore wird einfach
weitgehend ignoriert. NICHT etwa "geprüft und sich sachlich dagegen
entschieden". Nein, ein paar große, teure Anbieter werden angeschaut,
"einer von denen muss es dann werden"...

Sorry :-) etwas OT und ich weiß - viele sind froh, wenn es IRGENDEINE
Lösung gibt... Aber wenn man mal zusammenrechnet, was man mit dem
Geld, was im Bildungsbereich für "Lösungen" a la Microsoft, Apple oder
all die Schulserver (die hemmungslos auch mal 10.000 Euro von einer
Schule verlangen und dabei nichts bieten, was linuxmuster.net nicht
auch kann) insgesamt ausgegeben wird... und es gibt offenbar immer
wieder "Entscheider", die sich da in ihrer Sachunkenntnis blenden
lassen... was könntet man mit diesem (öffentlichen Steuer-)Geld nicht
alles gutes tun...

Viele Grüße,
Thomas



Am 08.12.2014 um 14:59 schrieb Hans-Willy Muksfelde:
> Im Hintergrund läuft ein Server,der automatisch die Inhalte, 
> Dateistrukturen und Anmeldedaten in der Schule mit einem externen
> Server im  Internet zur Verfügung stellt. Dabei ist das Endgerät
> unerheblich (Bring your own device) Interessant ist die
> Benutzerverwaltung, die direkt an die Schulverwaltung gekoppelt
> wird. Soll angeblich auch alles mit den Datenschützern in SH
> abgeglichen werden/worden sein(?)
> 
> Die Lösung ist nicht gerade günstig und zumindest bisher nicht 
> modulartig von anderen Systemen zu übernehmen. Klar, die wollen ja
> auch Geld verdienen ;-)
> 
> P.S. Wir nutzen Logodidact. Damit können die Lehrkräfte auch auf
> Dateien und Verzeichnisse des Schulnetzes sowie das Intranet
> zugreifen. Programme müssen dann aber lokal vorhanden sein. Da
> unsere Internetanbidung noch sehr mager ist (T@school-Anschluss, 
> DSL16000), kann das natürlich nicht von allen Schüler genutzt
> werden. Die Bandbreite, speziell upload  ist einfach zu gering.
> 
> Grüße aus Lübeck
> 
> Hans-Willy Muksfelde Oberschule zum Dom 
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