Hallo Stephan, > wir sind derzeit dabei unsere Schul-IT umzustellen und suchen nach einem > System, was uns ein zentrales Benutzer- und Konfigurationsmanagement > gibt. Die ganzen "pädagogischen" Features wie Tauschordner usw. sind für > uns nicht so wichtig, da wir Google Apps for Education stark in unserer > Schule einsetzen und sehr viel darüber machen.
.. wo werden den die Daten gespeichert bei den google Apps fpr Education? > Ich verfolge die Liste hier schon eine Weile und mich würde folgendes > interessieren: > > Was sind eurer Meinung nach die wesentlichen Vorteile (neben den nicht > erforderlichen Lizenzkosten) der linuxmuster.net Lösung im Vergleich zu > UCS oder einer ähnlichen Lösung (wie Artkur)? Worin liegen die größten > Herausforderungen, wenn man LMN einsetzt? UCS macht auf den ersten Blick > einen guten Eindruck, aber Sachen wie ein zentrales Management der > Linux-Clients wird da schnell recht teuer. Ich kenne Arktur nicht und kann es deswegen nicht in den Vergleich mit einbeziehen. UCS kenne ich nur in der paedML 6 Linux vom LMZ Baden Württemberg. Soweit ich weiß hat UCS kein OPSI und somit überhaupt kein Clientmanagement. Also vergeleiche ich UCS in der paedML ausführung mit der lml. Zuerst fällt die Unausgereiftheit der paedML auf. Woran die lml schon seit 17 Jahren arbeitet: eine Serverlösung für Schulen, gibt es bei UCS erst ein paar Jahre (5?). Das merkt man am Nutzermanagement. Die wollen tatsächlich am Ende vom Schuljahr, dass man alle Nutzer löscht und dann neu anlegt: unter Verlußt aller Nutzerdaten und Passwörter. Tja: in einer Firma kein Problem: da kommen und gehen nicht so oft Leute. Aber in der Schule kommen und gehen jedes Schuljahr alle Schüler: die allerwenigsten bleiben nämlich in ihrer Klasse (Gruppe). Da haben wir mit sophomorix ein seit etlichen Jahren ausgereiftes Tool. Dann das Clientmanagement: hier gehen fast alle Lösungen den Microsoft Weg: also MSI Pakete vom Server aus "on Demand" auf die CLients pushen. Was in der Firma wieder eine feine Sache ist, weil man dann individuell und "mal eben" Pakete auf den Arbeitsplatzrechnern installieren kann. Für die Schule ist das nichts, da niemand "seinen Arbeitsplatz" hat: jeder nimmt irgend einen Rechner, den an dem tag schon 3-6 andere verwendet hatten. Das "individuelle Verteilen" ist hier sogar hinderlich, da man ja auf jedem Client immer die selbe Software haben will: oder sollen wir den Kollegen und Schülern listen geben, welche Software Heute auf welchem Client vor zu finden ist? Man muss doch von einem gewissen Softwareset ausgehen. Dann könnte man sagen: gut, pushe ich auf alle Clients das selbe. Das birgt ein anderes Probelm. In der Schule sind nicht alle Nutzer kundig und manche sind nicht mal gutmütig. Da kann ein Cleint schonmal infiziert werden, oder beschädigt. Dann ist es wichtig diesen Cleint schnell wieder in einen benutzbaren Zusatand zu bringen: und da ist diese individuelle Verteilung extrem hinderlich: das dauert nämlich ewig (mehr als 2 Stunden), da man erstmal das Betriebsystem automatisiert vom Server aus wieder aufspielen muss, und dann die Hotfixes (das dauert am längsten) und danach die Software. Deswegen haben wir Linbo: man bespielt einen Musterclient und verteilt das Image auf alle anderen. Jeder Client hält dieses Image im lokalen Cache: ein sync dauert unter 3 Minuten (Windows 7 auf einem AMD A6 mit 4GB Speicher und einer 120 GB SSD von Kingston). Deswegen starten bei mir die Clients immer synchronisiert: nur so kann man eine verlässliche und saubere Arbeitsumgebung bereitstellen. Der Computerraum ist nämlich wie eine Bahnhofshalle: und jeder hat einen Stick dabei und manch einer hat eben den Virus von Zuhause dabei. Und wer jetzt sagt: "dafür gibt es Virenprüfer" der hat so ein Szenario noch nicht laufen gehabt. Virenprüfer sind gut, wenn man zuviel Geld hat oder wenn einem langweilig ist: aber gegen echte Viren helfen die in aller Regel zu spät. Aber die lml ist noch viel mehr. Um unsere 17 Jahre alte Lösung ist ein ganzes Ökosystem von Addons und Anwendungen gewachsen. z.B. LDAP Anbindung von externen Seiten an den Server. Bei mir derzeit: Raumbuchung, moodle, owncloud, horde3, WebUNTIS, WLAN Radiusserver) Die Raumbuchung an sich ist auch ein gutes Argument, da sie im Schulalltag sehr praktisch ist. Bei mir wird darin verwaltet: - Computerräume - Beamerwagen - Sonstige Räume (Besprechungszimmer, Aula ..) - Konzentrationshilfen und GTR Kästen - Klassenarbeiten ... Aber das genialste Toll im Ökosystem ist das moodle Addon openlml_enrol . Das ist mehr als nur eine LDAP Anbindung an den lml Server: es bringt alle Nutzer der lml sofort in moodle und das mit ihren Gruppenzugehörigkeiten. Ich habe moodlekurse, in die neue Lehrer sofort kommen und alle Schüler kommen automatisch in den Kurs "Aula" in dem der Vertretungsplan "hängt". Das wichtigste ist aber das entfernen der Nutzer aus moodle, wenn sie in der lml entfernt werden: und das sind bei mir an der Schule 100 Schüler pro Jahr. Früher mußte ich die "Leichen" von Hand aus moodle entfernen: jedes Jahr 100 Stück: das dauert und macht wenig Spass. Auch der Linuxclient sollte nicht unerwähnt bleiben: wir unterstützen nicht nur einfach Linuxclients sondern binden Ubuntu sehr tief ein. Man hat über postsync Scripte sehr viele Möglichkeiten den Cleint zu manipulieren ohne ein neues Image zu verteilen. In aller Regel werden neue Ubuntu LTS Versionen zeitnah als Default Cloop, also schon angepaßt, von der Community bereit gestellt. Das Beste kommt zuletzt: die Community. Die gibt es bei der paedML und wahrscheinlich auch bei UCS garnicht oder sehr mickrig. Und wenn ich Community sage, dann meine ich damit auch den Support. Wir haben das Forum dun die Mailingliste: beide mit kurzen Wartezeiten bei den allermeisten Problemen. Und die Commuity stellt inzwischen auch eine Telefonhotline, die Dienstags Mittag zwischen 14 und 18 Uhr erreicht werden kann. Wir haben zwar keinen Tollen "Firmenanstrich", keine Manager die im Anzug bei der Schulleitung vorsprechen, aber wir haben extrem viel Erfahrung und: was die anderen nicht haben: wir haben Spass dabei :-) (ich zumindest). Viele Grüße Holger -- Mein öffentlicher PGP-key ist hier hinterlegt: pool.sks-keyservers.net _______________________________________________ linuxmuster-user mailing list [email protected] https://mail.lehrerpost.de/mailman/listinfo/linuxmuster-user
