>* Im linuxmuster-Server stehen ein paar Quellen drin 
>(de.archive.ubuntu.com/...), die hier von "linuxmuste-setup --first"
>nicht aufgelöst werden konnten. Könnte man evtl bei zukünftigen Versionen 
>ändern und das "de." weglassen??

Kann ich in neueren Releases herausnehmen - nach Prüfung.


>* Zu Xen: Leider verabschiedet man sich mit Xen ja von der _genialen_ 
>Paketverwaltung via apt/aptitude und muss sich mit yum/rpm "zufrieden geben".
> Dabei ging aber auf dem Xen-Server sowas simples wie "yum install mc" nicht 
> -- muss man da zunächst ein entsprechendes Repo. freigeben oder wie läuft das 
> da?

Dies ist ein Typ-1 Hypervisor, da hat ein Midnight Commander ebenso wenig was 
zu suchen wie andere Pakete aus irgendwelchen Repos. Dies hat einen guten Grund 
und mir würde nicht ein Grund einfallen warum dieser benötigt wird. Alles 
nötige bringt XenServer mit.


>* Unter Proxmox konnte ich problemlos ein Storage für ISO-Dateien hinzufügen. 
>Das scheint unter Xen komplizierter zu sein!? Ich bin letztlich nach dieser 
>Anleitung vorgegangen -- war hoffentlich ok?

Warum nicht einfach über XenCenter > New SR > ISO Libary? Auf der Konsole ist 
natürlich auch alles möglich. (xe)


>(vor allem die Sache mit der 4 GB Grenze kommt mir seltsam vor -- warum nicht 
>gleich beliebig groß anlegen?)

Diese gibt es nicht. Wo hast du das gesehen?


>* Sehe ich das richtig, dass man in der Konsole im XenCenter keine Möglichkeit 
>hat, per Maus und/oder Tastatur copy & paste durchzuführen?

Doch, wenn die XenTools installiert sind oder unsere Vorgefertigten VMs 
verwendet werden. Ist bei VirtualBox/VMware etc. ja auch nicht anders. 
Generell würde ich aber diese Konsole nur als fall back sehen und immer via SSH 
usw. arbeiten.


>* Gibt es unter Xen eine ähnliche Möglichkeit wie unter Proxmox (qm list / qm 
>start <ID>), die VMs per Konsole zu "manipulieren" bzw einfach nur zu starten?

Dafür gibt es die wohl beste CLI die ich bislang gesehen habe "xe" oder einfach 
über die Textbasierte GUI "xsconsole" die nach dem Boot erscheint und sehr 
selbsterklärend sein sollte.
http://www.lmdfdg.at/?q=Xenserver+console+vm+starten
Mehr Infos unter: http://wiki.xen.org/wiki/XAPI_Command_Line_Interface


>* Zur Performance bzw einem Leistungsvergleich mit Proxmox kann ich übrigens 
>bisher keinen Beitrag leisten, da das Testsystem auf schwacher Hardware läuft. 
>Allerdings fällt mir schon auf, dass Xen deutlich länger zum Booten braucht 
>als Proxmox (was aber erstmal nix weiter heißen soll...)

Da kann man wirklich Proxmox (Typ-2 Hypervisor) nicht mit Xen (Typ-1 
Hypervisor) oder ESXi (Typ-1 Hypervisor) vergleichen. Ein Ubuntu mit VirtualBox 
drauf bootet bestimmt noch schneller ;) Am Ende zählt ja die Performance der 
VMs. Auf Hypervisor-ebene zählt vor allem die Sicherheit, die Stabilität und 
die Schnittstellen.


>* Ich habe gesehen, dass man mit
>   yum install --enablerepo=base mc
>den MidnightCommander installieren kann -- immerhin! Leider klappt der gleiche 
>"Trick" aber weder mit htop noch mit iftop, ncdu ...
> und allen weiteren Tools, die ich "must-have" nennen würde. Hat jemand eine 
> Lösung parat?

Die Anforderungen hatte ich bislang nicht gesehen, wo genau benötigst du diese 
Tools? Detailliert Berichte der Performance bietet das XenCenter. Welche Infos 
sucht du hier?


>* Mit welchem Default-Login gelange ich via ssh auf die ROTE Schnittstelle vom 
>XenServer? (defaults der Netzint-Installation?)

Der Xenserver wird über ein Interface administriert. Das ist natürlich beliebig 
umstellbar. Es ist auch möglich dem Server auf mehreren Schnittstellen IPs zu 
geben (für Storage Dienste). 
Natürlich sollte hier eher der Testaufbau überdacht werden. Ich würde nicht 
über ROT den Hypervisor erreichen wollen...


>* Ich habe auf dem nagelneuen lml 6.1 "linuxmuster-setup --first" laufen 
>lassen und anschließend "import_workstations" mit genau einem Eintrag 
>durchgeführt.
> Und siehe da: Das Passwort vom IPFire wird wieder abgefragt -- ich komme 
> NICHT mehr passwortlos auf die FW! Bug??

Das ist ein bekannter Bug und hat nichts mit Xen oder den VMs zu tuen. Sven hat 
dir dazu ja bereits geschrieben und das Ganze auch gepatcht (an dieser Stelle 
großen Dank an Sven). 


>* LML 6.1 (default Installation nach NetzInt) kommt mit div.
>Fehlermeldungen hoch -- so z.B. bei dropbear/ssh (kann's im Moment nicht 
>genauer wiedergeben)

Kann ich nicht nachvollziehen. Kannst du das nochmal genauer Protokollieren? 
Ggf. kann ich das nachstellen.


>* Ich komme weiterhin nicht über ROT auf den Xen-Server -- das scheint auch 
>nicht vorgesehen zu sein, oder??! 

Richtig.


>Der Aufbau ist hier im Moment so, dass alle Rechner, die sich in ROT tummeln 
>hinter der FritzBox hängen.
>Daher sind im gleichen Netz auch die Proxmox-Rechner. Ich komme zwar über ssh 
>von Xen -> Proxmox aber eben nicht umgekehrt, was ich aber benötige, um z.B. 
>von zu Hause aus etwas machen zu können...

Wie beschrieben ist das sehr einfach umzustellen, unten nochmal der Link. 
Sollte aber nur auf Rot zugänglich sein wenn Rot gut gesichert ist.
http://www.lmdfdg.at/?q=Xenserver+management+interface+%C3%A4ndern


>* Ich habe eine Migration auf dem Produktivsystem angeworfen und wollte es 
>unter Xen zurückholen. Aus Geschwindigkeitsgründen habe ich dazu eine virt. 
>HDD reingehängt, die ich anschließend nach XEN kopiert habe.
> Sie liegt nun also (im VHD-Format) im Storage des Xen-Servers; wird aber 
> weder >gefunden nocht erkannt noch kann ich sie dem lml-6.1 wieder 
> hinzufügen. 
>Wie geht man da vor? Unter Proxmox kopiert man einfach "irgendwas" in das 
>passende Verzeichnis -- und das wird dann auch gefunden. 
>Unter Xen scheint es anders zu laufen? Ein "Rescan..." liefert jedenfalls auch 
>nix.

Ein mögliches vorgehen wurde in dem Thread "Re: [lmn] XEN Start" behandelt. 


>* Ich beginne an Xen zu zweifeln, was den Support hier in der Liste angeht. 
>Wer virtualisiert denn überhaupt mit Xen und könnte Hilfestellung geben??

Das Problem ist, du wechselst von einem Hypervisor zum anderen und die 
Mailingliste kann nicht jede Möglichkeit behandeln.
Dies ist auch mit ein Grund warum wir auf ein einheitliches System wechseln. 
Wer wie in Vergangenheit auf "selbstgebaute Lösungen" setzt, der kann dies 
natürlich tun. Hier wird es aber wie in der Vergangenheit auch keinen 
>offiziellen< Support geben. Viele interessierte Netzwerkberater lassen sich 
schnell abschrecken wenn sie die Mailingliste lesen. Bitte vergesst nicht wie 
das Ganze für "Externe" aussieht.. die denken bei linuxmuster geht Garnichts - 
so viel Probleme wie da behandelt werden. Es sollte hier klarer erkennbar sein 
ob es Probleme mit dem "vorgesehenen Weg" gibt oder ob es um erweiterte 
Anpassungen und Sonderfälle geht. Aber das ist ein anderes Thema und sicher 
kein Vorwurf an dich :-)


>Na ja -- ich sage nicht, dass nichts funktioniert. Das Einspielen aller VMs 
>hat wunderbar geklappt; die Installation laut netzint-Anleitung ebenfalls.

So soll es sein :)

>Allerdings kommen danach ungeahnte kleinere und größere Probleme, die 
>eigentlich einfach klingen aber nicht so direkt lösbar sind
> (hängt sicher aber auch damit zusammen, dass der Server kein Debian/Ubuntu 
> mehr ist!)...

Ganz genau. Es ist einfach ein Bare-Metal Hypervisor und kann einfach nicht mit 
Ubuntu verglichen werden. Wie Sven ja schon gesagt hat muss man sich einfach 
damit beschäftigen. Es ist sehr einfach. Wichtig ist einfach man darf es nur 
nicht im Vergleich sehen, sonst sucht man immer nach einem weg  den es ggf. gar 
nicht gibt - dabei geht es anders vielleicht sehr viel einfacher.


>Im direkten Vergleich finde ich Xen nicht bedienungsfreundlicher als Proxmox 
>-- eher im Gegenteil. 
>Dass man XenCenter auf einem WinClient benötigt oder aber XOA über den Browser 
>(und eine zusätzliche VM) nutzen muss ... na ja; gewöhnungsbedürftig. 
>Aber Die Verwaltung der VM-Hardware unter XEN scheint mir im direkten 
>Vergleich umständlicher zu sein!?

Da musst du einfach Erfahrung sammeln und das System nutzen wie es vorgesehen 
ist. Citrix hat ca. 500Mio USD für Xen hingelegt und enorm viel Entwicklung 
reingesteckt.
Glaub mir - das machen die nicht ohne Grund :)
Dass das XenCenter nur für Windows verfügbar ist sehe ich wirklich als 
Nachteil. Dafür liefern wir eben die XOA aus und werden auch mal noch das 
XenCenter für Linux nachziehen.
Ich denke eine VM oder PC mit Windows sollte - wenn man dies braucht - auch 
machbar sein. Wer das nicht will dem kann ich die CLI ans Herz legen - diese 
ist wenn man es versteht unglaublich gut.


> Von einem "Problem" habe ich übrigens noch gar nicht erzählt: Schaltet man im 
> XenCenter eine VM auf Console --> Fullscreen, 
>erhält man zwar einen Fullscreen aber das VM-Fenster füllt das Bild nicht ganz 
>aus, sondern es
> bleibt einfach genauso groß wie zuvor und erhält eine breiten Rand. Unschön! 
> Änderbar??

Nein, nicht änderbar und auch nicht notwendig. Das ist eine minimalst 
notwendige Konsole wie bei allen Server-Hypervisorn auch - mehr nicht.


>Ich teste XEN aber gerne noch ein paar weitere Tage. Die Migration sollte dazu 
>allerdings einwandfrei funktionieren, denn sonst macht es wenig Sinn.

Dazu kann ich dir nochmals den Beitrag "Re: [lmn] XEN Start" empfehlen. Oder du 
holst dir professionelle Hilfe dazu, dies ist sicher keine typische Aufgabe für 
ein Netzwerkbetreuer.


>Übrigens: Eine Win10-Installation in einer VM unter XEN mit LINBO lief heute 
>sauber durch. Es gibt also auch positives zu berichten.

Das ist schön, warum verwendest du Linbo in einer VM? Reines Interesse.

Viele liebe Grüße,

Maurice 

-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: linuxmuster-user [mailto:[email protected]] 
Im Auftrag von Michael Hagedorn
Gesendet: Freitag, 8. April 2016 21:46
An: [email protected]
Betreff: Re: [lmn] Xen Server -- Erste Erfahrungen & Fragen

Hi.
> Wenn man deine Erfahrungen liest, dann kommt natürlich der Verdacht 
> auf, dass das so ganz und gar nicht funktioniert mit XEN. Das sehe ich 
> aber nicht so.
 Na ja -- ich sage nicht, dass nichts funktioniert. Das Einspielen aller VMs 
hat wunderbar geklappt; die Installation laut netzint-Anleitung ebenfalls. 
Allerdings kommen danach ungeahnte kleinere und größere Probleme, die 
eigentlich einfach klingen aber nicht so direkt lösbar sind (hängt sicher aber 
auch damit zusammen, dass der Server kein Debian/Ubuntu mehr ist!)...

[Ich habe die ganze Zeit jonnys Mahnung im Ohr: "der Server gehört auf bare 
metal!" -- jetzt weiß ich, warum das sein Mantra ist :) ] Es ist halt 
tatsächlich so, dass man (gleichzeitig) einige neue Baustellen hat, wenn man 
auf einen Hypervisor setzt, den man bisher nicht kennt. Das kann schon mal 
einiges durcheinander werfen... da das ganze aber nur als "Spielerei" nebenbei 
läuft, ist es hier nicht so dramatisch. Dennoch fürchte ich, dass in Sachen XEN 
noch einige weitere Vorgehensweisen dokumentiert werden müssen, bevor ich es 
empfehlen würde. Es scheinen ja nicht allzu viele von euch auf XEN zu setzen, 
wenn ich das hier richtig verfolge???

Im direkten Vergleich finde ich Xen nicht bedienungsfreundlicher als Proxmox -- 
eher im Gegenteil. Dass man XenCenter auf einem WinClient benötigt oder aber 
XOA über den Browser (und eine zusätzliche VM) nutzen muss ... na ja; 
gewöhnungsbedürftig. Aber Die Verwaltung der VM-Hardware unter XEN scheint mir 
im direkten Vergleich umständlicher zu sein!?

Von einem "Problem" habe ich übrigens noch gar nicht erzählt: Schaltet man im 
XenCenter eine VM auf Console --> Fullscreen, erhält man zwar einen Fullscreen 
aber das VM-Fenster füllt das Bild nicht ganz aus, sondern es bleibt einfach 
genauso groß wie zuvor und erhält eine breiten Rand. Unschön! Änderbar??

Ganz davon unabhängig: Ich habe eine fertige Proxmox-4.x Installation bereit 
liegen. Wir hatten ja neulich schon mal die kurze Diskussion, ob es nun 
schlauer ist, Proxmox mit auf's RAID zu schieben oder nicht. In diesem Fall bin 
ich SEHR FROH, dass ich es getrennt habe: System-Platte tauschen, LVM mit den 
VMs vom RAID wieder reinholen, starten, fertig!
Damit wäre das Proxmox-Upgrade auf dem Produktivsystem dann erledigt.
Deinem Argument, bei dem zu bleiben was man kennt und womit man sich auskennt, 
kann ich momentan immer mehr abgewinnen :)

Ich teste XEN aber gerne noch ein paar weitere Tage. Die Migration sollte dazu 
allerdings einwandfrei funktionieren, denn sonst macht es wenig Sinn.
Übrigens: Eine Win10-Installation in einer VM unter XEN mit LINBO lief heute 
sauber durch. Es gibt also auch positives zu berichten.

Vielleicht hat ja doch noch jemand Tipps zu den anderen 
Xen-Einsteiger-Problemen...

So long,
Michael





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