Siehe da, es gibt schlimmeres als netznetz ;-)

Wenns eine comunity mit politischen enntscheidungsmöglichkeiten gäbe, sollte es kein Problem sich da zu solidarisieren ...

LG

martin

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Presseaussendung der IG Freie Theaterarbeit
6. November 2007
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Projektförderung der Stadt Wien:
6 Monate nach Einreichtermin noch keine Entscheidung


72,6 Millionen Euro gab die Stadt Wien im Jahr 2006 an Förderungen im Bereich Theater, Musiktheater und Tanz laut Presse aus. 2/3 dieses Betrags fließen an Großinstitutionen (Tendenz deutlich steigend), der Rest verteilt sich auf etwa zwanzig Häuser, vierzehn freie Gruppen mit mehrjährigen Förderungen erhalten davon zusammen 2,8 Millionen Euro pro Jahr und Projektförderungen werden im Umfang von 2,5 Millionen Euro jährlich vergeben.
Bzw. sollten vergeben werden.
Während allein das Volkstheater in den kommenden drei Jahren mit 15,6 Millionen Euro von der Stadt Wien gefördert wird, das Kabelwerk mit 5 Millionen Investitionshilfe aufgebaut werden soll, das Theater an der Wien um 4,6 Millionen Euro aufgewertet wurde, warten all jene, die zum 15. Mai ein Projekt eingereicht haben, noch heute - beinahe sechs Monate nach dem Einreichtermin - auf eine Entscheidung. Ein existentiell prekärer Zustand nicht nur für alle TheatermacherInnen, sondern auch für alle potentiellen Spielorte (u.a. brut, 3raumtheater, WUK, Dschungel) der eingereichten Projekte. Das zuständige Kuratorium für OFF Theater hat bereits am 17. August seine Empfehlungen abgegeben. Bis heute hat das Kulturamt die Empfehlungsliste nicht veröffentlicht. Wir können zu keinem anderen Schluss kommen, als dass es zu einer drastischen Kürzung der Projektgelder kommen soll. Die vom Kulturstadtrat immer wieder versprochene Planungssicherheit auch für Freie Theaterprojekte ist damit nicht gewährleistet. Im Gegenteil muss davon ausgegangen werden, dass Projekte dadurch erst gar nicht zu Stande kommen. Völlig ungeklärt ist, wie es mit dem Extra-Budget (Auslobung) für Nachwuchs, Interkulturalität und Diskurs steht.

Es ist ein Skandal, dass die Stadt Wien sich traut, das Kernstück der Wiener Theaterreform - die signifikante Freisetzung von Produktionsmitteln im freien Theaterbereich - nicht nur sträflich zu vernachlässigen (0% Erhöhung), sondern tatsächlich hinter den Kulissen das minimalistisch kleine Kernstück ihrer selbst gesetzten Reform annagen will, während gleichzeitig die Gesamtmittel Hoch- und Eventkulturförderung im zigfachen Umfang erhöht werden. Totale Planungsunsicherheit durch nunmehr nicht mehr als Ausrutscher zu verschleiernde Entscheidungsverzögerungen durchzieht den gesamten labilen Bereich der freien Projektförderung seit Beginn der Reform.

Die empfohlene Tranche muss sofort in voller Höhe bewilligt werden
Wir fordern weiter und wieder die Erhöhung der Projektmittel auf 4 Millionen Euro Zusätzlich muss ein Budget im Umfang von mindestens 750.000 Euro für die Entwicklung von Nachwuchs, Interkulturalität und Diskursen eingesetzt werden. (Nur so kann eine innovative Nachhaltigkeit langsam wachsen) Professionelle Transparenz und Offenheit und die Einhaltung von Entscheidungsfristen statt totaler Planungsunsicherheit müssen endlich gewährleistet werden Dazu gehört auch die transparente und gremial abgestimmte Besetzung der Jury für die nächsten Konzeptentscheidungen unter Einbeziehung von KünstlerInnen und ihrer Vertretung

Kontakt für Rückfragen:
Interessengemeinschaft Freie Theaterarbeit
Gumpendorferstr. 63b, A-1060 Wien,
Tel.: +43/1/403 87 94
<http://www.freietheater.at>www.freietheater.at



/ Erklärung gemäß § 107 TKG /____________/

Angesichts einer zunehmend erdrückenden Medienkonzentration leistet der nicht-kommerzielle Versand von kulturpolitischen Informationen einen wichtigen Beitrag zur Herstellung diskursiver Öffentlichkeiten. Die Bestimmungen des Telekommunikationsgesetzes (TKG § 107) bedeuten eine diesbezügliche Einschränkung, denn seit 1. März 2006 dürfen e-Mail-Zusendungen ausschließlich mit dem Einverständnis der EmpfängerInnen zugesendet werden.

Sollten Sie keine weiteren Informationen der IG Freie Theaterarbeit beziehen wollen, so ersuchen wir Sie um eine kurze Verständigung.


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