On Mon, 19 Nov 2007 18:42:40 +0100 Alexandra Reill wrote: > Oh, das heisst, es wurde für 2007 unverzüglich wieder um 208.999,72 > gekürzt, indem die netbase 2006 doch nicht aus einem anderen Ressort > finanziert wurde. Das ist aber für eine Stellungnahme 2007/2008 auch > interessant. Woher kamen die 208.999,72, wenn es sie nicht gegeben hat, > und wo sind sie jetzt?
was verstehst Du unter Ressort? Meinst Du das haette aus einem anderen Topf als aus "Kunst und Kultur" kommen koennen oder lediglich nicht aus seinem Sub-Topf "Neue Medien"? Sub-Topfe gibts ja verschiedene: Von Museen, Theater, Musik bis zu "Sonstige Foerderungen". Es gibt ubrigens einen Sub-Topf "Kulturinitiativen, Zentren" weil zuletzt ja auch das Thema Public Metalab, QDK netspace oder FunkFeuer t0 bzw eigentlich "Basisfoerderung" von Einrichtungen/Infrastruktur angesprochen wurde. Trotz Sympathie fuer all diese Einrichtungen und den Wunsch bzw. die Notwendigkeit einer Planung aufs ganze Jahr sollte das natuerlich nicht so stark einzementiert werden, dass neue Einrichtungen und Mini-Infra- strukturen kein Chance mehr haben. Also ohne Antwort aber zur allf. nochmaligen Rezeption bzw. auch hinsichtlich der Netznetz-Antwort auf den Fahrplan die Gemeinderatsprotokolle -> http://wien.gv.at/mdb/gr/2006/gr-009-w-2006-05-24-053.htm | Gemeinderat, 9. Sitzung vom 24.05.2006, Wörtliches Protokoll - Seite 53 von 108 ... | Wir kommen zur Postnummer 26 der Tagesordnung, Subvention an “t0 – Institut für | neue Kulturtechnologien“. ... Zitat noch ein bissl vor den Netzkultur begonnen, weil da der Beirat erwaehnt wird bezuegl. Kunst im oeffentl. Raum, und weiter unten wird davon gesprochen dass man da auch nicht zufrieden ist. Auf den Sager von Franz-Ferdinand Wolf/OeVP hab ich eh schon wiederholt hingewiesen: "Im Übrigen ist noch darauf hinzuweisen, dass die Förderung mit 500 000 EUR für diesen Bereich wahrscheinlich zu gering ist, ..." -> http://wien.gv.at/mdb/gr/2007/gr-018-w-2007-03-02-051.htm ff. --- snip --- Gemeinderat, 18. Sitzung vom 02.03.2007, Wörtliches Protokoll - Seite 51 von 104 [...] Wenn Kollege Stefan gesagt hat, Kunst im öffentlichen Raum ist fraglich, dann muss ich sagen: Für mich ist auch fraglich, warum Sie die Anträge nicht besser lesen. Denn dann hätten Sie gesehen, dass es nicht um ein Projekt von Valie Export geht, das gefördert wird, sondern um ein Musikprojekt des Künstlers Oliver Hangl in einem Raum, den Valie Export schon viel früher am Gürtel geschaffen hat, das heißt, es gibt nur ein Projekt von Valie Export. Zu Valie Export kann man nur feststellen, es handelt sich bei Valie Export - und das ist vielleicht ein Problem des Redners - um eine der bedeutendsten Künstlerinnen der Zweiten Republik. Wir können sehr glücklich sein, dass sie in dieser Stadt ihre Projekte realisiert. Zur Auswahl kann man nur sagen: Es gibt einen hochkarätig besetzten Beirat, der die Projekte beurteilt. Die Entscheidung liegt selbstverständlich nicht bei der Politik, die Entscheidung liegt nicht beim Kulturstadtrat. Die Politik und der Kulturstadtrat haben die finanziellen und organisatorischen Voraussetzungen zu schaffen, in deren Rahmen ebendieser unabhängige Beirat die Projekte auswählt. Wir sind sehr froh, dass derart hochkarätige Projekte realisiert werden, und ich glaube, wir können auch auf diesem Gebiet auf unsere Kulturstadt sehr stolz sein. Die beiden Anträge, die wir heute hier beschließen werden, schaffen dafür die besten Voraussetzungen, um auch in Zukunft das erfolgreiche Projekt Kunst im öffentlichen Raum fortsetzen zu können. Vorsitzender GR Dr Wolfgang Ulm: Wir kommen damit zur Abstimmung. [...] Wir kommen zur Postnummer 47 der Tagesordnung. Sie betrifft eine Subvention im Bereich „Netzkultur". Berichterstatter ist wiederum Herr GR Woller. Ich bitte ihn, die Verhandlung einzuleiten. Berichterstatter GR Ernst Woller: Ich ersuche um Zustimmung. Vorsitzender GR Dr Wolfgang Ulm: Zum Wort gemeldet ist Herr GR Mag Ebinger. - Bitte. GR Mag Gerald Ebinger (Klub der Wiener Freiheitlichen): Danke schön, Herr Vorsitzender! Meine Damen und Herren! Ich kann es ganz kurz machen: Wir sind uns auch der Bedeutung dieser „Netzkultur" bewusst, würden uns aber auch nachvollziehbarere, transparentere Kriterien wünschen. Deswegen werden wir diesem Akt nicht zustimmen. Sehr wohl zustimmen werden wir aber dem Antrag der Kollegen Wolf und Dworak, die eine Evaluierung des Fördersystems und nachvollziehbare, transparente Richtlinien verlangen. - Danke schön. (Beifall bei der FPÖ.) Vorsitzender GR Dr Wolfgang Ulm: Nächste Rednerin ist Frau GRin Mag Ringler. - Bitte. GRin Mag Marie Ringler (Grüner Klub im Rathaus): Sehr geehrte Damen und Herren! Das Thema „Netzkultur" ist ja ein durchaus kontroversielles, das uns die letzten Jahre immer wieder auch begleitet hat. Die Kontroverse will so recht nicht aufhören, nicht zuletzt deshalb, weil immer noch viele Leute - auch innerhalb der Szene der KünstlerInnen und Kulturschaffenden - zu Recht sehr, sehr kritisch sind, was dieses Modell betrifft. Sie wissen, dass wir dem immer freundlich, aber doch auch kritisch gegenübergestanden sind, weil man zu Recht die Frage stellen kann, wenn man sich die Ergebnisse der letzten eineinhalb, zwei Jahre anschaut, ob nicht das Modell so, wie es angelegt war, leider viel zu kurzfristig geplant war, auch organisatorisch sicherlich suboptimal gehandhabt wurde und schlussendlich, muss man sagen, über weite Strecken zu tiefen Zerwürfnissen innerhalb der Kunstschaffenden geführt hat. Mittlerweile gibt es Klagsdrohungen gegenüber Einzelnen, die sich sozusagen aufgrund der Entwicklungen, die dadurch entstanden sind, ganz massiv auch gegenseitig Dinge an den Kopf geworfen haben. Das ist eine Entwicklung, die wir jedenfalls in höchstem Maße für traurig und bedenkenswert halten und die eher auch jene Skepsis und jene Skeptiker bestätigt, die gesagt haben: Selbstorganisation ist gut, Autonomie ist gut, aber immer nur im Rahmen, im organisatorisch sinnvoll abgesteckten Rahmen, der sicherstellt, dass die Spielregeln transparent sind, der die Spielregeln auch auf sinnvolle Weise aushandelbar macht - alles Voraussetzungen, die leider in den letzten Jahren bei „Netzkultur" viel zu selten und viel zu wenig gegeben waren. Auch wenn ich davon ausgehe, dass Frau Kollegin Straubinger mir in ihrer Rede das Gegenteil zu beweisen versuchen wird, so wissen wir doch leider viel zu genau, dass hier einiges schief gelaufen ist und dass diese Selbstorganisation auch zu sehr bedenklichen Entwicklungen geführt hat, nämlich zu einem Auseinanderdividieren der Szene! Das ist, glaube ich, etwas, was wir nicht wollen können, was bei allem Wunsch und der sicherlich auch guten Idee, sich neue Vergabemodelle anzuschauen, in diesem Fall ziemlich nach hinten losgegangen ist. Nichtsdestoweniger höre und vernehme ich, dass sich die Lage etwas stabilisiert hat, dass die Kommunikation der Kulturschaffenden zu diesem Thema untereinander etwas zivilisierter geworden ist und dass jetzt auch die Spielregeln etwas klarer sein sollen. Trotzdem sind hier wohl noch einige Fragen offen. Es ist ja so, dass man nunmehr doch dazu zurückgekehrt ist, dass die MA 7 einen Teil der Förderungen vergibt - ich hoffe, mit guten Gründen, noch weiß ich allerdings nicht, auf Grundlage welcher Kriterien. Für uns sind hier weiterhin Fragen offen. Wir werden eine schriftliche Anfrage zu diesem Themenkomplex einbringen, die auch die unterschiedlichsten Fragen zu den Rollen einzelner Koordinatoren und Organisatoren stellen wird, da wir doch glauben, dass es Sinn macht, hier auch mit einem kritischen Blick darauf vorzugehen, was da in den letzten Monaten und Jahren passiert ist. Jedenfalls glaube ich, das ist ein Experiment, das zeigt, dass Experimente nur Sinn machen, wenn sie gut vorbereitet sind. Wir werden dieses Mal nur schweren Herzens dieser Förderung zustimmen, in der Hoffnung, dass es sich bessert, aber jedenfalls mit einem wachen Auge auch dafür, dass wir der Meinung sind, dass hier einiges zu tun ist, und zwar sehr ernsthaft zu tun ist! Denn die Selbstzerfleischung der Szene kann nicht unser Anliegen sein. - Danke sehr. (Beifall bei den GRÜNEN.) Vorsitzender GR Dr Wolfgang Ulm: Zum Wort gelangt Herr GR Dr Wolf. GR Dr Franz Ferdinand Wolf (ÖVP-Klub der Bundeshauptstadt Wien): Herr Vorsitzender! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Die Förderung der „Netzkultur" ist in der Tat eine unendliche Geschichte, sie beschäftigt uns seit Jahren. Im Mai vergangenen Jahres hat der Gemeinderat zur Liquidierung von „Netbase" 219 000 EUR zur Verfügung gestellt; 160 000 EUR davon wurden für die Abdeckung der Überschuldung des Vereines verwendet, 60 000 EUR zur Abwicklung eines internationalen Projektes. Und seit dem vergangenen Jahr gibt es auch eine Änderung der Förderungsbedingungen - auf die Marie Ringler ja gerade hingewiesen hat -, die nicht nur schwere Probleme in der Szene schafft, sondern auch juristischer Natur ist. Die IG Kultur - eine Institution, die meiner Fraktion sicher nicht nahe steht - hat im vergangenen Jahr ein Rechtsgutachten über die Änderung der Förderungsvergabeentscheidungen eingeholt. Ich darf Ihnen daraus einige Sätze kurz zitieren: Die Auslagerung der Förderungsvergabeentscheidung auf ein spielerisches, durch die potenziellen Förderungsnehmer selbst bestimmtes Auswahlverfahren ist daher auf mehreren Ebenen problematisch, weil die Verpflichtung des Förderungsgebers zur Beachtung des Gleichheitsgrundsatzes ein sachliches, ausreichend determiniertes und transparentes Auswahlverfahren voraussetzt. Genau darum geht es: um ein sachlich ausreichend determiniertes und transparentes Auswahlverfahren bei der Förderung! Ein Förderungsvergabemodell - so heißt es weiter in dem Gutachten - für Kunst- und Kulturförderung, das eine Vergabeentscheidung durch die partizipierenden Förderungsnehmer selbst vorsieht, ist von vornherein aufgrund der zwingend enthaltenen Interessenskonflikte unsachlich und damit gleichheitswidrig. Und noch ein Satz aus diesem Rechtsgutachten: Überlässt die Stadt Wien als Förderungsgeber den Förderungsnehmern, die im Gegensatz zu ihr nicht an den Gleichheitsgrundsatz gebunden sind, und bis zu einem gewissen Grad einem Computerprogramm die Entscheidung, verletzt sie damit wiederum ihre Begründungspflicht, die nicht einfach auf Dritte ausgelagert werden kann. Diese Kritik hat dazu geführt, dass die Vergaberichtlinien - zugegebenermaßen - etwas geändert wurden. Aber im Kern bestehen diese rechtlichen Probleme nach wie vor. Die Rechtsbedenken bleiben, und das ist auch der Grund, warum wir die vorliegende Förderung oder Subvention in Höhe von 500 000 EUR ablehnen werden. Wir meinen, dass es prinzipiell transparente, nachvollziehbare Kriterien für die Vergabe von öffentlichen Mitteln geben muss, und das ist hier nicht gewährleistet. Im Übrigen ist noch darauf hinzuweisen, dass die Förderung mit 500 000 EUR für diesen Bereich wahrscheinlich zu gering ist, und auch darauf hinzuweisen, dass von diesen 500 000 EUR 20 Prozent einem Verein, nämlich „monochrom", zufließen. Dieser veranstaltet ein internationales Festival - das ist richtig -, aber dennoch konterkariert dies das auch in den Förderungsrichtlinien vorgesehene Prinzip, dass ein Verein mit nicht mehr als 25 000 EUR pro Jahr gefördert werden darf. Und wenn Kumulierungen stattfinden, dürfen sie 25 000 EUR nicht überschreiten. Es gibt also unklare Richtlinien und mangelnde Transparenz. Daher darf ich einen Beschlussantrag einbringen, auf den der Kollege schon hingewiesen hat: „Der zuständige Stadtrat für Kultur und Wissenschaft möge das Fördersystem für die ,Netzkultur' in Wien evaluieren lassen und die Vergabe von Fördergeldern mittels nachvollziehbarer und transparenter Richtlinien gewährleisten. In formeller Hinsicht wird die sofortige Abstimmung beantragt." - Danke schön. (Beifall bei der ÖVP.) Vorsitzender GR Dr Wolfgang Ulm: Zum Wort gemeldet ist Frau GRin Mag Straubinger. - Bitte. GRin Mag Sybille Straubinger (Sozialdemokratische Fraktion des Wiener Landtages und Gemeinderates): Sehr geehrter Herr Vorsitzender! Meine Damen und Herren! Herr Kollege Wolf! Mir ist es ein bisschen schleierhaft, warum Sie jetzt mit der Künstlergruppe „monochrom" kommen, die Ihrer Meinung nach so und so viel Prozent an Förderungen abräumt. Denn nach dem letzten Kulturausschuss bin ich auch zu Ihnen gekommen und habe Ihnen erklärt, wie das zustande kommt, nämlich dadurch, dass über die KünstlerInnengruppe „monochrom" die „Annual Convention", dieses Festival, abgewickelt wurde - was aber nicht heißt, dass das ganze Geld an „monochrom" geflossen ist -, und dass sie sich zudem auch dankenswerterweise zur Verfügung gestellt hat als jene, über die der Entwicklungsprozess des neuen Fördermodells auch finanziell abgewickelt wurde. Grundsätzlich ist zu sagen, dass dieses neue Fördermodell sicher nicht der leichteste und nicht der einfachste Weg ist, nämlich weder für die Kulturabteilung der Stadt Wien noch für den Stadtrat noch - und vor allem auch nicht - für die KünstlerInnen und für die Netzkultivierenden. Aber es ist einer, den sie, die Künstler selbst, auch gehen wollten, und das, obwohl - oder vielleicht auch gerade deshalb, weil - sie wussten, dass das eine intensive Auseinandersetzung wird, eine intensive inhaltliche und eine intensive kulturpolitische Auseinandersetzung. Ich glaube, es ist auch eine sehr gute kulturpolitische Auseinandersetzung und Diskussion geworden. Es war auch allen klar, dass das natürlich nicht friktionsfrei abgehen wird, denn es gibt keine hundertprozentige Zufriedenheit, bei welchem Modell auch immer. Wir haben das jetzt bei der Diskussion um den Fonds Kunst im öffentlichen Raum gesehen, wo es eine Jury gibt; auch hier ist man nicht damit einverstanden. Das heißt, hundertprozentig wird man nicht alle Beteiligten zufriedenstellen können. Es war aber deshalb auch von Anfang an klar, dass dies ein System sein muss, das veränderbar ist, dass dieses Modell veränderbar sein wird und dass diese Erfahrungen, die man in der Vergabe und in diesem ersten Jahr macht, dann auch in die Weiterentwicklung dieses Modells aufgenommen werden. Und das - das haben meine Vorredner auch angesprochen - passiert ja. Es passiert zum Beispiel, indem sich die Geldbeträge für die einzelnen Module ein bisschen verschieben, nämlich, indem zum Beispiel die MA 7 direkt ein bisschen mehr an Förderungen vergeben wird, vor allem auch, um internationale Projekte zu unterstützen. Das passiert, indem es ein bisschen mehr Geld für die Infrastrukturprojekte geben wird, weil man bei den letzten Vergaben gesehen hat, dass das notwendig ist. Und das passiert auch, indem gleich von Anfang an ausgewiesen wurde, dass das Geld für die Organisation dieses Prozesses und für die Weiterentwicklung der Modelle bereitgestellt wird. Es gibt einige Neuerungen wie auch die, dass Mehrfacheinreichungen nicht mehr möglich sind oder dass es eine Obergrenze in der Höhe von 25 000 EUR gibt. Aber das Wesentlichste, was sich in diesem ersten Jahr gezeigt hat, ist, dass sich hier auch strukturell sehr viel getan hat, dass es nämlich von einer losen Gruppierung, die „Netznetz" bisher war, für dieses Modell zur Entwicklung von Strukturen gekommen ist, dass es sich zu einer wirklichen, stabilen Plenardemokratie entwickelt hat, dass interne Kontrollmechanismen auch selbst entwickelt worden sind und dass es eine institutionalisierte - unter Anführungszeichen - Schnittstelle auch zur Verwaltung gibt, indem es einen Koordinator dieses Prozesses gibt und indem es regelmäßige, offene Jour fixes gibt, zu denen auch alle eingeladen sind, um daran teilzunehmen. Ich glaube, die Projekte, die in diesem Modell sozusagen von den Künstlern selbst vorgeschlagen wurden, sind auch ausnahmslos alle von der MA 7 unterstützt worden. Und das ist ja auch nur ein Vorschlag, der letztlich auch von der Magistratsabteilung unterstützt werden muss. Aber was, glaube ich, wirklich relevant ist, ist das Ergebnis dieses ersten Jahres. Das Ergebnis ist, dass 64 Förderungen an über 40 Initiativen und Künstler vergeben worden sind und dass 31 von diesen 40 das erste Mal in den Genuss einer Förderung gekommen sind. Das heißt, es zeigt, dass hier auch Bewegung drinnen ist, dass es Erneuerung gibt und dass hier auch eine wirkliche Breite erreicht worden ist. Ich glaube, ein wirklich guter Beweis dafür, dass es innerhalb der Szene funktioniert - trotz aller Schwierigkeiten, die es natürlich auch mit einzelnen Personen gegeben hat -, war auch das Festival für digitale Kunst und Kulturen, das von 9. bis 16. September stattgefunden hat, wo an sieben Orten und öffentlichen Plätzen an die 30 lokale und internationale Produktionen vorgestellt worden sind, wo es ein Symposium und Social Events gegeben hat, wo es nicht nur eine wunderbare Annahme sozusagen innerhalb der Community, sondern auch einen wirklich großartigen Besuch gegeben hat und wo es auch einen wirklich künstlerischen Erfolg und einen organisatorischen Erfolg für die Proponenten gegeben hat. Ich glaube, das ist einer der besten Beweise dafür, dass dieses Modell ein durchaus erfolgreiches ist, sozusagen trotz all dem, was es an Anlaufschwierigkeiten auch gegeben hat. - Danke. (Beifall bei der SPÖ.) Vorsitzender GR Dr Wolfgang Ulm: Zum Wort ist niemand mehr gemeldet. Der Herr Berichterstatter verzichtet auf das Schlusswort. Wir kommen zur Abstimmung des Geschäftsstückes. Wer für den Antrag des Berichterstatters ist, bitte ich um ein Zeichen mit der Hand. - Dieser Antrag ist mit den Stimmen von SPÖ und GRÜNEN mehrheitlich angenommen. Es liegt mir ein Beschluss- und Resolutionsantrag der ÖVP vor. Wer für diesen Antrag ist, bitte ich um ein Zeichen mit der Hand. - Ich stelle die Zustimmung bei ÖVP, FPÖ und den GRÜNEN fest, damit hat dieser Antrag keine Mehrheit gefunden. --- snap --- > Peter Kuhm schrieb: > > Die Datei traegt zwar schon das Datum 12. Juni 2007 aber vielleicht kennen's > > einige dennoch noch nicht. > > > > -> http://www.wien.gv.at/kultur/abteilung/kunstbericht.html > > > > -> http://www.wien.gv.at/kultur/abteilung/pdf/foerderungen2006.pdf > > > > --- snip --- > > > > FÖRDERUNGEN zur Erinnerung auch noch den kurzen "Langtext" zu den "NEUEN MEDIEN" -> http://www.wien.gv.at/kultur/abteilung/pdf/kunstbericht2006b.pdf (S 10 bzw. 39) --- snip --- NEUE MEDIEN Gemeinsam mit "Netznetz", einem losen digitalen Netz meinen kann, wurde anhand von Verbund von Netzkunst- und Netzkulturschaf- verschiedensten Aktivitäten sichtbar. fenden in Wien, entwickelte die Stadt be- Ein viertägiges Symposium setzte sich in ginnend mit 2006 ein völlig neues Förder- Zusammenarbeit mit der Akademie der system, das dem Wunsch nach einem bildenden Künste und unter Teilnahme partizipatorischen Modell in der Fördervergabe renommierter internationaler Medientheore- nachkommt. tikerInnen mit der "paraflows 06" Thematik Der Grundgedanke ist, die Betroffenen nicht auseinander. nur in die Entscheidungsfindung einzubinden, Die Ausstellungen an sieben Kunstorten und sondern gemeinsam eine Struktur zu finden, öffentlichen Plätzen in Wien widmeten sich die diesen sich sehr rasch und permanent aktuellen künstlerischen Positionen der wandelnden Kunstformen entspricht. digitalen Kunst. Lokale und internationale Projekte, die sich mit der entscheidenden Rolle neuerer Technologien für die Wahrnehmung Zwei Vergabedurchgänge gab es 2006. und Entwicklung einer softwarebasierten Im ersten Halbjahr 2006 wurde für die künstlerischen Projekte versucht, die Gegenwartskultur auseinandersetzen, wurden Förderwürdigkeit in der Tradition der durch die vorgestellt. Tägliche Abendveranstaltungen UNO bekannten "Serious Games" zu ermitteln. (Performances, DJ-Lines etc.) rundeten das Im Herbst entschied man sich für das so Festival ab. genannte "Trustee-Modell", einer Mischform aus direkter Wahl und künstlerischer Jury. Für die Organisation des Festivals 2007 gab es Dieses funktionierte so gut, dass es zumindest eine internationale Ausschreibung und fünf im 1. Halbjahr 2007 wieder verwendet und konkret ausgearbeitete Einreichungen. Das weiter entwickelt werden soll. "Community Plenum" vom 14.01.2007 entschied sich für die Einreichung der Die erste "Annual Convention für Digitale KünstlerInnengruppe Monochrom, welche das Kunst und Kulturen" namens "paraflows" Festival 2007 unter dem Arbeitsmotto präsentierte sich von 9. - 16. September 2006 "Grenzflächen des Meeres" stellt, und von 7. - an verschiedenen Kunstorten der Stadt. 16. September 2007 den vielfältigen Fragen Das inhaltliche Konzept der "Netze hinter dem nach dem Verhältnis von Wissen und Medien Netz", was sowohl das Digitale hinter dem nachgehen wird. sozialen Netz als auch das Soziale hinter dem --- snap --- Ciao, Peter _______________________________________________ netznetz.net mailing list [email protected] http://listen.esel.at/mailman/listinfo/liste
