aha.
auch das fand sich soeben in der terminbox.

-------- Original-Nachricht --------
Betreff:        10 Jahre FOKUS: Diskussion und Fest, 11.12.2007 ab 18 Uhr

Liebe Alle,
Im Jahr 1997 haben wir FOKUS gegründet - wenn das kein Anlass zum Feiern
ist, was dann ...

Da wir eine ernstzunehmende wissenschaftliche Gesellschaft sind, werden
wir zuerst ein brisantes Thema (Foerderungsverteilung in
Selbstverwaltung) von renommierten Wissenschaftlern (Wolfgang Höchtl und
Manfred Holler) diskutieren lassen und uns erst dann den leiblichen
Genuessen widmen.

Also:
*Probleme der Selbstverwaltung aus Sicht der ökonomischen Theorie
am Beispiel des Wiener Fördermodells für Netzkultur (netznetz)
*Es diskutieren:
/Wolfgang Höchtl, Universität Innsbruck
Manfred Holler, Universität Hamburg
/
Moderation:
/Monika Mokre, FOKUS
/
*Zeit: Dienstag, 11.12., 18 Uhr
Ort: Seminarraum des IKM, Karlsplatz 2
*
*10 Jahre FOKUS
Fest mit freiem Buffet ab 20.30
*/Gasthaus Pontoni
Schönbrunner Strasse 77
1050 Wien
/
***
Zum Thema der Diskussion:
*Probleme der Selbstverwaltung aus Sicht der ökonomischen Theorie
am Beispiel des Wiener Fördermodells für Netzkultur (netznetz)
*

Seit 2004 ist in Wien ein heftig umstrittenes Fördermodell für
Netzkultur implementiert (netznetz), im Rahmen dessen die potenziellen
FörderwerberInnen Projektförderungen per Wahlverfahren selbst vergeben.
Jenseits der diversen persönlichen Konflikte, die sich im Laufe der
letzten drei Jahre ergeben haben, wollen wir grundlegende
spieltheoretische Probleme eines solchen Modells diskutieren.

Die Ausgangssituation ist dabei folgende:
Eine Gruppe von AkteurInnen soll eine kollektive Entscheidung über die
Zuteilung von Ressourcen auf Projekte fällen, von denen mehr als eines,
aber nicht alle implementiert werden können. Die Mitglieder der Gruppe
haben unterschiedliche Präferenzen über die Projekte, so dass ein
Verteilungskonflikt in der kollektiven Entscheidung auszutragen ist.

Aus der ökonomischen Theorie wissen wir einerseits, dass alle
demokratischen Entscheidungsmechanismen gewissen Limitationen
unterliegen und auch möglicherweise sozial ineffizientes strategisches
Verhalten der TeilnehmerInnen lässt sich nicht verhindern. Es folgt
daraus, dass unterschiedliche Abstimmungsregeln zu unterschiedlichen
Ergebnissen führen. Dazu gibt es eine umfangreiche theoretische
Literatur; die konkreten Ergebnisse hängen aber immer auch von den
jeweiligen Rahmenbedingungen ab.

Anita Gantner und Wolfgang Höchtl von der Universität Innsbruck haben
die Situation bei netznetz in einem Laborinstrument nachgestellt. Die
Ergebnisse des Experiments werden von Wolfgang Höchtl präsentiert und
von Manfred Holler kommentiert.


Wolfgang Höchtl ist Assistent am Institut für Wirtschaftstheorie der
Universität Innsbruck, Hauptforschungsgebiete angewandte Spieltheorie
und experimentelle Ökonomik.

Manfred Holler ist Professor am Institute of SocioEconomics der
Universität Hamburg und beschäftigt sich u.a. mit Mikroökonomie,
angewandter Spieltheorie und Kulturökonomie. Zahlreiche Publikationen,
u.a. „Einführung in die Spieltheorie“ (gemeinsam mit Gerhard Illing,
sechs Auflagen seit 2001), „Spieltheorie für Manager. Handbuch für
Strategen" (gemeinsam mit Barbara Klose-Ullmann, zwei Auflagen seit
2005) und Herausgabe der Zeitschrift „homo oeconomicus“.

Monika Mokre ist Vorsitzende von FOKUS, der Forschungsgesellschaft für
kulturökonomische und kulturpolitische Studien, und stellvertretende
Direktorin des Instituts für europäische Integrationsforschung der
Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Sie hat das
netznetz-Modell seit seiner Entstehung beobachtet und immer wieder
kritisch kommentiert.

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