On Fr, 7.12.2007, 20:11, Martin Mair wrote:

> Zu Stefan Lutschingers Ausfall gegen meine
> zugegebenermassen etwas emotional artikulierten
> Kritik fällt mir wieder ein, dass am Anfang von
> netznetz die Rede war, die Gemeinde Wien erwarte
> sich eine Hochleistungsförderung (mir scheint,
> der Stefan war damals dafür)


Lieber Martin,

bitte verbreite keine lückenhaften Auszüge aus deinem Gedächtnisprotokoll
oder freie Interpretationen zu Fragen meines Demokratie- und
Kunstverständnisses, sondern frage nach, wenn dir etwas unklar erscheint.

Von meinem Gesichtspunkt aus müsste jede ästhetische und soziokulturelle
Hervorbringung die beste sein, die dem sozialen Auftrag entspräche, mit
dem Ziel: Sieg des Proletariats, Erzeugung von breitester
Massenkreativität, geformt aus neuen, revolutionären Formen der
avantgardistischen Kunstproduktion.

Was sind - meiner Auffassung folgend - die unerlässlichen Vorbedingungen
zur Schaffung revolutionärer digitaler Kunst?

1. Die Erkenntnis des Gegebenseins einer gesellschaftlichen Aufgabe oder
sozialen Konfliktsituation, deren Lösung nur mit ästhetischen Mitteln
denkbar ist.

2. genaue Kenntnis, oder richtiger Empfindung vom Bedarf der Klasse, das
heisst die Zielsetzung

3. das Material: öffentliche Ereignisse, gesellschaftliche Entwicklungen
und politische Trends vom Interesse der Arbeiter/innenklasse

4. die Produktionsmittel

5. Verfahrensweisen

Falls dir an dieser - meiner - Position etwas unklar erscheint, frage
einfach nach.

Schöne Grüsse,
Stefan



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