bravo leo!
wenigstens einer von den qdk-lern, der seinen stolz bewahren kann.
das qdk ist das nest, das die stadt den von ihr erkorenen künstlerInnen
ausgestattet hat - eine gängelband-konstruktion, der sich viele
kollegInnen gerne fügen -
eine konstruktion für blümchenmalerInnen (siehe unten interview mit ...)
- mit netzkunst oder netzkultur hatte das nie etwas zu tun, vielleicht
mit kunst-verwaltung.
laut web (http://www.qdk.at/ --> verein) wurde der verein "Quartier für
Digitale Kultur" 2006 (!) gegründet
der vorstand in der aktuellen zusammensetzung ...
christoph
- wechselstrom -
p.s: aus einem interview (2006) mit einem vorstansmitglieds des vereins
qdk:*//*
Was ist deine Definition von guter Kunst?*//*
"Sie sollte mich gut unterhalten, mir Spaß machen, mich faszinieren und
sich visuell einprägen, wenn es sich um bildenden Kunst handelt."
*/*Was bringt Kunst der Gesellschaft?*/*
"Insgesamt nichts."
"Die meisten Besucher gehen in Museen oder Galerien, weil sie die
Menschen spüren wollen, weil sie Menschen nahe kommen wollen, weil sie
mit einem fremden Menschen irgendwie in Kontakt kommen wollen und die
Hoffnung haben, hier, über das Medium der Kunst einen Zugang zu finden."
*/*Was hältst du von Partizipation? Das ist ja auch ein weiterer Trend...*/*
"Partizipation ist am besten, wenn sie Bilder selber malen -- Leute die
ins Museum gehen, sollen Bilder malen. Wenn sie Bilder gut finden,
sollen sie eines malen."
Findeisen Andreas Leo schrieb:
Guten Morgen, Communities,
hier tippt Leo.
Ich möchte euch wissen lassen, dass ich mit dem heutigen
Tag meine Vorstandsfunktion im Meta-Verein QDK
zurückgelegt habe.
Für die eher Neuen:
Das QDK ist ein Verein der Vereine, mit insgesamt
16 verschiedenen Mitgliedern sehr heterogener Herkunft.
Der Standort ist das Museumsquartier in der Wiener
Innenstadt.
Die Mitglieder sind unter unter qdk.at (bei: associates)
zu besichtigen. Eine eigentlich sehr interessante
Mischung.
Im Dezember 2008 wurde vom Vorstand der MA 7 eine
"(Vorläufige) Stellungnahme des QDK zu NetzNetz"
zugesandt. Ob und was diese dort ausgelöst hat ist
mir unzugänglich, und das ist ein wesentlicher
Grund meines Austritts.
Eine solches Schreiben eines Vereinsvorstandes an
die administratorisch oder politischen Verantwortlichen
einer städtischen oder staatlichen Stelle ist meiner
Überzeugung nach dem Klick auf "Versenden" Teil des
öffentlichen Raums.
Allerdings war ich weder bei der Abfassung dieser
"Stellungnahme" zugegen, noch habe ich dessen Inhalt oder
deren Kommunikation zur MA 7 in irgendeinem Moment zugestimmt.
Zwar ist der Vorstand in der Zwischenzeit neu zusammengetreten und hat es
zustandegebracht, eine "Version B" zu veröffentlichen, die ich
grundsätzlich
unterstützen konnte.
Zugleich scheint mir die öffentliche Richtigstellung der "Version A"
und ihrer
tatsächlichen Autorenschaft unausweichlich, da sie auf unserer
Mitgliedsliste
kursierte und an eine öffentliche Stelle der Stadt Wien geschickt wurde.
Eine Forderung, mit der ich im Vorstand keine Mehrheit finden konnte.
Nach reiflicher Überlegung habe ich mich deshalb, trotzdem ich als
Gründungsmitglied, Namensgeber
und jahrelanger Unterstützer der ursprünglichen Vereinsziele - v.a.
die Interessensvertretung
unseres Clusters gegenüber dem Museumsquartier und die Lukrierung von
Drittmitteln -
dazu entschlossen, meine Tätigkeit im Vorstand zurückzulegen und mich
öffentlich von
dieser Stellungnahme in der "Version A" zu distanzieren.
Der "Stellungnahme des QDK zur Fördervergabe 2009 im Bereich
Einrichtungen Digitaler Kultur",
die Version B, habe ich meine Autorisierung nunmehr entzogen, was dort
auch seit heute
vermerkt wird. Sie ist unter www.qdk.at als PDF herunterzuladen.
Mit dem Austritt verweigere ich mich enschieden dagegen, den Inhalt
dieser "(vorläufigen)
Stellungnahme des QDK zu NetzNetz" und ihr Abschicken mit meinem Namen
zu vertreten.
Damit ist wohl auch die Mailanfrage von Peter Kuhm zur dieser "Version
B" beantwortet.
---
Warum ich das tue?
Weil es um Freiheit geht und um die Unabhängigkeit unser aller Arbeit.
Meine erste Solidarität und Loyalität in Vertretungs- und Geldfragen
wird auch weiterhin der
den Communities in ihrer Menge von mittlerweile 417 Validierten
gelten. Sie
stehen für die Beurteilung von Projekten und Distribution von Mitteln
im NetzNetz-Prozess,
mein Name ist darunter und ich wünsche mir, dass dieses Modell wachsen und
gedeihen kann.
Unter den Validierten sind, wie allen bekannt ist, international
agierende Kunst- oder Hackerprofis
genauso wie Studierende, zivilgesellschaftlich Engagierte oder
Medienjournalisten.
Und es waren viele von ihnen, die durch ihr Engagment die Erhöhung der
Fördersumme von
EUR 70.000 auf EUR 500.000 über die Jahre getragen und ein beachtliches
Regelwerk an Checks-&Balances wie auch an Selbstorganisation real werden
ließen.
Sie sind bis heute nicht hierarchisch organisiert oder lassen ihre
Interessen, - trotz
wiederholter Vorschäge in diese Richtung -, durch keinen "Verein der
Vereine" vertreten,
alle Rollen werden regelmäßig umbesetzt, ihre Koordination hat keine
Entscheidungsbefugnis,
niemand besonderer "hat das Sagen".
In der kommenden Strukturanalyse wird sich m.E. diese Schwäche als
eine der wichtigsten Stärken
herausstellen, der Garant ihrer Freiheit, Unabhängigkeit und damit
Neugier aufeinander
und Arbeitsfreude. Das so etwas überhaupt klappt ist nicht sehr
wahrscheinlich,
doch so sehr gerade der Wind auch gegen das NetzNetz-Modell gerichtet
zu sein
scheint, noch sind wir da und ich habe v.a. im Kennenlernen von vielen von
euch sehr profitiert. Und bin mittlerweile transparenzverwöhnt, durch
NetzNetz.
---
Nun darf man und frau gespannt sein auf die Evaluation mit dem Team von
FAS-Research. Die Zukunft sei offen, wie immer.
Danke für eure Aufmerksamkeit,
Sincerely,
Leo
MMag. Andreas Leo Findeisen
(weiterhin im Vorstand
von Transforming Freedom ;)
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netznetz.net mailing list
[email protected]
http://listen.esel.at/mailman/listinfo/liste
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