1. in meinem bau ging just die blockwartin in pension als kurz zuvor schwarzblau das hausmeistergesetz in den verdienten ruhestand schickte (eine der wenigen wirklich genialen wohltaten von schüssel & co), das schloss wurde getauscht sodass jeder mit seinem haustorschlüssel rein kam. waschküchenplan wurde einmal im jahr leer ausgehängt und jeder hat sich selbst eingetragen, hat eigentlich ganz gut funktioniert.
nun wirds schluss mit dem bisschen anarchie und die computergesteuerte zentralbürokratie übernimmt die kontrolle. 2. zur information: die blockwarte wussten zwar viel, wären aber immer zu befragen gewesen, wenn wer etwas wissen will, bei der vernetzten edv geht das ein bissl leichter und es lassen sich nun auch statistische auswertungen machen und jene rausfiltern, die vom normverhalten abweichen. insoferne ist die geschichte mit der umstellung der waschküchen nicht wirklich lustig. da besteht sowohl ein qualitativer als auch ein quntitativer unterschied. früher oder später werden grosse datensammlungen auch zu anderen zwecken gebraucht, als für jene, für die die daten gesammelt wurden. martin christoph theiler schrieb: > ööööösterreich ist .... > > ... einfach nur schööööööön, .... was martin mair uns zum fürchten > schreibt. > > hier die wahre geschichte aus der schweiz - wann?: anno 1992 > eine regisseurin arbeitete damals am theater basel und war für dieses > halbe jahr in einer baseler wohnung einquartiert. > in der schweiz ist ja in fast jedem haus traditionell eine waschküche > vorhanden, mit einem genau einzuhaltenden waschplan (also z.B.: > wohnung 3 nur am dienstag) > jene regisseurin hatte die "üble" angewohnheit herrenhemden zu tragen, > was bei der hausbesitzerin (und waschküchen-blockwartin), die im > selben haus wohnte, argwohn hervorrief. > (herrenhemden werden anders geknöpft) - es wurde gefragt, ob man > wäsche gegen bezahlung annehme (!?!?!) > tja, was lernen wir daraus? nicht das RFID-System überwacht uns, > sondern die blockwarte, die dieses "betreuen" > abhilfe?: immer ein sauberes hemd tragen! > > christoph > > - wechselstrom - > > > > > > > > Martin Mair schrieb: >> Unter dem Projektnamen "naTÜRlich sicher" fürht die Gemeinde Wien in >> Gemeindebauten ein zentral verwaltetes Zutrittssystem für Waschküchen >> mit RFID als Schlüssel ein: Waschküchenpläne werden zentral erfasst >> und vor via UMTS von Steuereinheiten abgefragt. Alles natürlich nur >> zu unserer Sicherheit und für eine gerechte Aufteilung der Ressource >> Waschküche. >> >> 100 Waschküchen wurden im vorigen Sommer umgestellt, diesen Sommer >> weitere 100, meine ist dabein :-( >> >> Anlass einen Beitrag für ROH (http://www.otkot.tv/roh) zu machen, wer >> kann und will da ein fundiertes, kritisches Statement abgeben (Arge >> Daten beschäftigt sich im Moment nur mit der Videoüberwachung) >> >> lg >> >> Martin >> >> > > > -- ============================================= Martin Mair, Publizist virtuell & traditionell Krottenbachstrasse 40/9/6, A-1190 Wien +43 676 3548310, [email protected] http://www.mediaaustria.at http://www.flickr.com/photos/martinmair ============================================= _______________________________________________ netznetz.net mailing list [email protected] http://listen.esel.at/mailman/listinfo/liste
