wie oft jemand dreckwäsche wäscht - da kann man alles mögliche 
herauslesen, ist klar.
man sogar terroristen fangen --> http://de.wikipedia.org/wiki/Rasterfahndung

was mich schon immer sehr beunruhigt hat, ist die automatisierte 
erfassung meines stromverbrauches.

christoph

 - wechselstrom -





Martin Mair schrieb:
> 1. in meinem bau ging just die blockwartin in pension als kurz zuvor 
> schwarzblau das hausmeistergesetz in den verdienten ruhestand schickte 
> (eine der wenigen wirklich genialen wohltaten von schüssel & co), das 
> schloss wurde getauscht sodass jeder mit seinem haustorschlüssel rein 
> kam. waschküchenplan wurde einmal im jahr leer ausgehängt und jeder hat 
> sich selbst eingetragen, hat eigentlich ganz gut funktioniert.
>
> nun wirds schluss mit dem bisschen anarchie und die computergesteuerte 
> zentralbürokratie übernimmt die kontrolle.
>
> 2. zur information: die blockwarte wussten zwar viel, wären aber immer 
> zu  befragen gewesen, wenn wer etwas wissen will, bei der vernetzten edv 
> geht das ein bissl leichter und es lassen sich nun auch statistische 
> auswertungen machen und jene rausfiltern, die vom normverhalten 
> abweichen. insoferne ist die geschichte mit der umstellung der 
> waschküchen nicht wirklich lustig. da besteht sowohl ein qualitativer 
> als auch ein quntitativer unterschied. früher oder später werden grosse 
> datensammlungen auch zu anderen zwecken gebraucht, als für jene, für die 
> die daten gesammelt wurden.
>
> martin
>
> christoph theiler schrieb:
>   
>> ööööösterreich ist ....
>>
>> ... einfach nur schööööööön, .... was martin mair uns zum fürchten 
>> schreibt.
>>
>> hier die wahre geschichte aus der schweiz - wann?: anno 1992
>> eine regisseurin arbeitete damals am theater basel und war für dieses 
>> halbe jahr in einer baseler wohnung einquartiert.
>> in der schweiz ist ja in fast jedem haus traditionell eine waschküche 
>> vorhanden, mit einem genau einzuhaltenden waschplan (also z.B.: 
>> wohnung 3 nur am dienstag)
>> jene regisseurin hatte die "üble" angewohnheit herrenhemden zu tragen, 
>> was bei der hausbesitzerin (und waschküchen-blockwartin), die im 
>> selben haus wohnte,  argwohn hervorrief.
>> (herrenhemden werden anders geknöpft) - es wurde gefragt, ob man 
>> wäsche gegen bezahlung annehme (!?!?!)
>> tja, was lernen wir daraus? nicht das RFID-System überwacht uns, 
>> sondern die blockwarte, die dieses "betreuen"
>> abhilfe?:   immer ein sauberes hemd tragen!
>>
>> christoph
>>
>> - wechselstrom -
>>
>>
>>
>>
>>
>>
>>
>> Martin Mair schrieb:
>>     
>>> Unter dem Projektnamen "naTÜRlich sicher" fürht die Gemeinde Wien in 
>>> Gemeindebauten ein zentral verwaltetes Zutrittssystem für Waschküchen 
>>> mit RFID als Schlüssel ein: Waschküchenpläne werden zentral erfasst 
>>> und vor via UMTS von Steuereinheiten abgefragt. Alles natürlich nur 
>>> zu unserer Sicherheit und für eine gerechte Aufteilung der Ressource 
>>> Waschküche.
>>>
>>> 100 Waschküchen wurden im vorigen Sommer umgestellt, diesen Sommer 
>>> weitere 100, meine ist dabein :-(
>>>
>>> Anlass einen Beitrag für ROH (http://www.otkot.tv/roh) zu machen, wer 
>>> kann und will da ein fundiertes, kritisches Statement abgeben (Arge 
>>> Daten beschäftigt sich im Moment nur mit der Videoüberwachung)
>>>
>>> lg
>>>
>>> Martin
>>>
>>>   
>>>       
>>
>>     
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>   

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