Hallo Luca,

also, damit es für dich ein wenig leichter wird, kann ich dir gerne mal
mein Setup schildern.

Ich habe zuhause mein vollständiges IPv6- und IPv4-Netzwerk, und im
Internet einen virtuellen Server (auch via v6 und v4 angebunden).

Meine DNS-Zonen liegen alle auf dem virtuellen Server im Netz, auf meinem
heimischen Server habe ich seperat einen Bind installiert, der die lokalen
Addressen auch kennt.

Auf dem Server im Netz habe ich meine DNS-Zone ak-online.be liegen, wie du
es kennst als master konfiguriert. Darin liegen alle Einträge für die
Rechner intern und extern meines Netzwerkes. Von der Domain-Registrierung
wird dieser und ein paar "dumme" Slaves angesprochen (als Slaves kann ich
puck.nether.net/dns und twisted4life.com empfehlen, die beide auch IPv6
sprechen).

Auf meinem Heimserver liegt eine abweichende Zone, in der aber alle Hosts
ebenso vorhanden sind, aber mit modifizierten IPv4-Einträgen. Damit kann
ich zuhause meine lokalen IPv4-Adressen benutzen, sowie die globalen
IPv6-Adressen.

Im Endeffekt kommt damit eine Konfiguration heraus, dass der gleiche Name (
z.B. hive.ak-online.be) von extern mit der IPv4 des Providers angesprochen
wird, von intern aber mit seiner lokalen 172.16.0.253). Beide Nameserver
kennen aber auch die globale IPv6 2a01:198:2f4:0:21f:d0ff:fe8b:a293.

Einen Nameserver nur zuhause aufzusetzen, und nur via IPv6 dauerhaft zu
konnektieren ist unvorteilhaft, da dann regelmäßig anfragen fehlschlagen.
Ein DNS-Server braucht auch keine IPv6-Verbindung, um AAAA-Records zurück
zu geben, dafür könntest du genausogut deinen bestehenden Nameserver
verwenden.

Auch spart dir die zentrale Stelle einige Round-Trips, wenn man deine Zone
auflösen möchte.

Was sich bei mir noch bewährt hat (und nur in diesem Split-Brain-Setup
sinnvoll ist), ist das aufsetzen von Views im heimischen Bind. Mit der
internen kennt er für lokale IPv6- und IPv4-Adressen die lokalen Adressen,
in der externen View beantwortet er die verbleibenden Anfragen, und hat
auch einen Slave für alle auf dem außen stehenden Server.
Ebenfalls praktisch ist, die reverse Zone des IPv6-Netzwerkes im Internet
zu betreiben, aber als Slave in das interne Netz zu ziehen.

Wenn du magst, kann ich dir gerne die meine Konfigurationsdateien zur
Verfügung stellen.

Was vielleicht auch andere Interessieren könnte: da ich zuhause auch einige
Serverdienste laufen habe, die ins Internet verbreitet werden sollen, habe
ich mir mit bind, nsupdate und ein wenig Bash-Magie ein dynamisches
IP-Adress-Update gebaut, was jetzt seit ein drei Monaten sehr gut läuft.

Gruß, Andre

-- 
Andre Klärner

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