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Hallöchen Gerd,

ich habe mich eine Zeit lang einmal damit auseinander gesetzt und
lasse derzeit meine Platten verschlüsselt laufen, jedoch nicht das
System selbst, das war mir dann doch etwas heikel.
Ich nutze Archlinux und habe eine 256er Platte (SSD) als
System-Platte. des weiteren habe ich in meinem System diverse Platten,
die allesamt mit LUKS komplett verschlüsselt sind. Hierzu habe ich
zunächst eine Partition auf der Platte angelegt, (sdx1), diese dann
mit LUKS verschlüsselt, darin dann erst das Dateisystem angelegt und
diese später zum Mounten vorbereitet.
Geschwindigkeitsprobleme selbst habe ich noch nicht feststellen
dürfen, allerdings war die Installation etwas langwierig. Mittels
"schred" habe ich erst einmal die Platten komplett mit Datenmüll
gefüllt um dann darin den LUKS-verschlüsselten Teil anzulegen. Das
dauert bei 2TB Platten recht lange (>4h).
Was den key anbetrifft muss ich gestehen, habe ich gleich zwei. Einmal
auf einem USB Stick (für das automatische entschlüsseln) und einmal
als fallback mit passphrase (falls der Stick mal nicht mehr will oder
verloren geht, etc.). Fakt ist: kommt dir der Schlüssel abhanden, ist
Essig mit den Daten.
Damit das ganze etwas praktikabler wird, habe ich mir zwei Skripte
geschrieben, die mir per passwort-Eingabe die Platten entsprechend
entschlüsseln und anschliessend an die richtige Stelle mounten, einmal
automatisch beim einstecken des USB-Sticks und einmal manuell.
Wenn man das komplette System nicht verschlüsselt, sondern nur Teile,
dann muss man allerdings noch eine Menge Nacharbeit leisten, kommt
letztendlich auf den Grund der Verschlüsselung an. So zum Beispiel
arbeite ich fast ausschliesslich mit "mlocate" bzw. "locate". Die
Datenbank liegt jedoch nicht auf einem verschlüsselten Datenträger und
stünde also auch ohne das einbinden der Partitionen zur Verfügung (was
ich nicht will), sprich ich habe eine Menge Zeugs auf den
verschlüsselten Platten untergebracht und einfach per Symlink im
"lesbaren" Dateisystem verlinkt. Hier braucht es einfach etwas Zeit um
sich das ganze Zeug heraus zu suchen und man muss natürlich darauf
achten, dass man nichts vergisst.
Warum habe ich das ganze System nicht komplett verschlüsselt? Weil ich
meinen Rechner auch mal per Netzwerk aus der Ferne starte und ohne
Passwort-Eingabe das System nicht hochgefahren bekomme. Ich müsste
also bei einer kompletten Verschlüsselung immer vor dem Rechner
sitzen, und das wollte ich vermeiden.

Gruß Maddin

Am 26.08.2013 11:05, schrieb Gerd Göhler:


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