Ich denke nicht das die lug Liste die richtige Diskussionsplattform für
den LPD bietet.

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Wäre die Korrekte Liste um über solche Themen zu Diskutieren. Viel Spaß
dabei wünscht euch der

nac

Am 24.04.2017 um 18:38 schrieb Thomas Pfalz:
> Ich fände das Eindeutschen wichtig, wenn man Windows-etwas-auskenner
> anwerben will. Der englische Titel vermittelt gegenüber deutschen
> Windows-Normalusern: das ist eine elitäre geschlossene Gruppe. 
> 
> Niemand hat etwas dagegen auch das Englische dazu zu schreiben und
> natürlich reicht Englisch für Hochschulclientel. 
> 
> Also wäre meine Frage: 
> Wen wollt ihr erreichen??? 
> ... und wen (unbewusst) fern halten?
> 
> Um Hemmschwellen zu senken könnte man werben mit:
> Linux statt Windows - so einfach geht es! (Nur wenige unter den
> Windowsnutzern können mit dem Wort Linux etwas anfangen )
> Der Linuxtag zu Sofortstart!
> 
> Das würde mich ansprechen und mir Mut machen, es mal zu probieren. 
> 
> Liebe Grüße Thomas und viel Erfolg!
> 
> 
> Von Mobile gesendet. 
> 
> 
> 
>> *Von: *      Konrad Rosenbaum <[email protected] <mailto:[email protected]>>
>> *An: *       Linux-User-Group Dresden <[email protected]
>> <mailto:[email protected]>>
>> *Betreff: *  Re: Linux-Presentation-Day am 6. Mai
>> *Datum: *    24.04.17, 16:45
>>
>>
>>
>> Hi,
>>
>> On Monday, April 24, 2017 13:11:16 Klaus Daessler wrote:
>> > warum muß dieser Tag Linux-Presentation-Day heißen, auch noch falsches
>> > US-Englisch mit Bindestrichen und nicht einfach Linux-Präsentationstag
>> > (LPT).
>>
>> Weil "LPT" schon für "Line PrinTer" steht... ;-P
>>
>> Bindestriche kommen bei sowas normalerweise aus Domainnamen, weil
>> Leerzeichen
>> im DNS nicht erlaubt sind.
>>
>> Gewöhn Dich bitte langsam daran dass Veranstaltungen, die international
>> ausgerichtet sind, englische Namen tragen. Auch wenn es sich um einen
>> lokalen
>> Ableger davon handelt.
>>
>> > Sind da nur US-Amerikaner da, die wir für Linux begeistern wollen?
>>
>> Nich "nur", aber es können durchaus ein paar Amerikaner, Canadier,
>> Briten,
>> Franzosen, Syrer, Iraner, etc. da sein...
>>
>> > Ist die Präsentationssprache dann bitte auch US-Englisch, so daß es
>> kein
>> > Deutscher versteht!
>>
>> Ich verbitte mir sowas! Alle meine Kollegen und fast alle meiner Freunde
>> verstehen Englisch. Einige sprechen es sogar fließend auf annähernd
>> Muttersprachniveau.
>>
>> Zurück zum LPD: ich halte die meisten Vortragenden für fähig sich auf ihr
>> Publikum einzustellen.
>>
>> > Oder glaubt man, wenn etwas nicht auf US-Englisch gestammelt wird,
>> > tauge es nichts?
>>
>> Wo kommt so eine Vermutung her?
>>
>> Zumindest bei mir ist die Wahl der Sprache oft ein einfaches Zahlenspiel:
>>
>> Webseite auf Deutsch: potentielles Publikum ca. 100 Millionen
>>
>> Webseite auf Englisch: ca. 1 Milliarde (Faktor 10 mehr)
>>
>> (Zugegeben, Zielgruppe ist ein niedriger Prozentsatz dieser
>> Sprachgruppen.)
>>
>> Oder es hängt davon ab mit wem ich rede.
>>
>> > Oder ist es nur die ewige unwürdige Anbiederung an den Sieger im WK2,
>> > der eingeführt hat, daß alle anderen Länder ihre wiss.-techn.
>> Ergebnisse
>> > gefällist in >SEINER< Muttersprache zu präsentieren haben?
>>
>> Dir ist schon klar dass Du hier vollkommenen Müll laberst. Oder?
>>
>> Es gibt nicht so wahnsinnig viele Kandidaten für eine internationale
>> Sprache:
>>
>> Latein - historisch bedingt, aber unnötig komplex und veraltet. Hat keine
>> wirklich passenden Begriffe für moderne Technik und Physik.
>>
>> Chinesisch - hat Masse, aber wird außerhalb Chinas nicht so weit
>> verbreitet
>> gesprochen und gewinnt auch jetzt erst an internationaler Bedeutung.
>>
>> Englisch - durch die britischen Kolonien um den ganzen Globus gibt es
>> fast so
>> viele Sprecher wie bei Chinesisch. Hatte den Vorteil genau zur
>> richtigen Zeit
>> in den richtigen Ländern (die mit moderner Technik, Geld und Macht)
>> Muttersprache zu sein.
>>
>> Spanisch - ähnlich mit den Kolonien, wesentlich weniger Sprecher,
>> hatte das
>> Pech in den falschen amerikanischen Ländern gesprochen zu werden.
>>
>> ...und mit viel Abstand Deutsch - hatte seine wissenschaftliche
>> Verbreitung im
>> 19. Jahrhundert. Du bist halt ein bissl spät geboren... ;-)
>>
>> > (Sog. "Internationale Wissenschaftssprache", die alle Völker außer den
>> > USA allmählich von ihrer Wissenschaft entfremdet, und die Besten
>> > nach USA gehen.)
>>
>> Auch das ist vollkommener Unfug. Wissenschaftliche Paper sind in einem
>> Englisch geschrieben für das Du mehrere Jahre Facherfahrung haben
>> musst aber
>> nicht die letzten Feinheiten der Sprache kennen musst. Also ist der
>> Einfluss
>> auf die Wissenschaftler minimal.
>>
>> Populärwissenschaftliche Artikel werden immer noch in der jeweiligen
>> Landessprache geschrieben, also ist auch der Einfluss auf den Laien
>> gering.
>>
>> Ich kenne auch kaum Laien, die wissenschaftliche Artikel lesen. Nach
>> meiner
>> Erfahrung ist es dabei egal ob der Artikel auf Deutsch, Chinesisch oder
>> Englisch geschrieben ist - ein Paper zur Diagnose irgendeiner Krankheit
>> verstehe ich nicht - ich verstehe ja nicht einmal die Arztbriefe zu
>> meinen
>> eigenen Krankheiten wenn ich sie nicht erklärt bekomme!
>>
>> Jeder geschichtlicher Abschnitt hat eine Sprache, die alle verstehen
>> müssen um
>> fachlich zu kommunizieren. Vor Jahrhunderten war es Latein. Dann eine
>> Mischung
>> aus Deutsch, Französisch und Englisch. Jetzt ist Englisch übrig
>> geblieben.
>> Irgendwann wird es Chinesisch oder etwas ganz anderes...
>>
>>
>> On Monday, April 24, 2017 13:39:05 Klaus Daessler wrote:
>> > Alles klar, habe auch nix gegen ein bißchen Fachenglisch in der
>> Informatik
>> > oder anderen notwendigerweise international kompatiblen Disziplinen.
>> >
>> > Wenn allerdings Linux für Laien präsentiert werden soll, wäre es
>> > halt schön, wenn dieser Tag (nicht die internationale Gruppe) auch
>> > auf Deutsch benannt würde.
>>
>> Damit man die lokale Veranstaltung auch auf gar keinen Fall mit der
>> internationalen Initiative verwechseln kann!
>>
>> Danke. 95% der technisch interessierten verstehen Englisch.
>>
>> Das ist der Vorteil der modernen Welt - jeder hat Englischunterricht,
>> damit Du
>> vor 200 Jahren Latein lernen konntest musstest Du sehr reiche Eltern
>> haben.
>>
>> > Daß "wir alle" Englisch "können", steht außer Frage. Bloß was für eins?
>>
>> Verstehen? Jedes was einigermaßen sauber ohne Dialekt ausgesprochen wird.
>>
>> Sprechen? Meistens eines wo sich im Angesicht der vergewaltigten
>> Grammatik die
>> Zehennägel kringeln, aber man versteht sich. Unter Open Source Jüngern
>> bleiben
>> auch fast immer die Zehennägel intakt.
>>
>> > Die TU München will bis 2020 ALLE Studiengänge auf "Englisch"
>> > (ich meine: US-Englisch) anbieten.
>>
>> Je nach (internationaler) Ausrichtung der Studiengänge und Zielpublikum
>> (Studenten) kann das sinnvoll sein. Zum Beispiel bei den meisten
>> technischen
>> Fächern, die in letzter Zeit sehr viele ausländische Studenten
>> anziehen. Bei
>> Germanistik wird es natürlich bissl doof.
>>
>> > Da sieht man auch, was die
>> > von der hohen Kompetenz der gegenwärtigen Übersetzersysteme halten.
>>
>> Genau so viel wie ich: natürliche Dummheit übertrifft noch immer
>> künstliche
>> Intelligenz!
>>
>> Kurz bevor es ein perfekt funktionierendes Übersetzungssystem gibt
>> werden wir
>> aus gegebenem Anlass das ethische Problem echter künstlicher
>> Intelligenz und
>> ihrer Rechte als Individuum lösen müssen. :-)
>>
>> > Entschuldigt,
>> > Manchmal platzt mir der Kragen, denn ich will mich gegen die
>> > Selbstverständlichkeit wehren, mit der US-Englisch als die
>> > Weltsprache der Zukunft zelebriert wird.
>>
>> Ja mir auch: es ist die Weltsprache der Gegenwart! Wir sprechen es jetzt.
>> Hier. Heute.
>>
>> Da braucht man nichts zelebrieren(*) oder zu verteufeln, es ist die
>> normative
>> Kraft des Faktischen.
>>
>> (*)geiler Anglizismus! Oder sollte ich sagen "Latinismus"?
>>
>> > Doch das gehört eigentlich nicht hierher.
>>
>> Genau.
>>
>>
>>
>>
>> Konrad
>>

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