Hallo Bernhard. Hier eine überarbeitete Fassung mit Anmerkungen. Ich habe die allermeisten Passivkonstruktionen durch aktive Formulierungen ersetzt und nach bestem Wissen einige weitere kleinere inhaltliche Änderungen vorgenommen. Es wäre schön, wenn noch jemand den Text Korrektur lesen könnte - es ist schon spät.
----- Pressemitteilung anlässlich der Berliner XML-Tage: - Entwurf, noch nicht zur Veröffentlichung - OpenOffice.org empfiehlt frei verfügbare Dateiformate für die Berliner Verwaltung Internationaler XML-Standard mit offener Dateistruktur: das OASIS-OpenDocument-Format 12.09.2005 Das deutschsprachige Projekt von OpenOffice.org (http://de.OpenOffice.org) empfiehlt der Berliner Verwaltung, künftig auf ein offenes Dateiformat als Grundlage für den Datenverkehr sowohl innerhalb der Behörden als auch mit dem Publikum zu setzen. Anlässlich der heute beginnenden Berliner XML-Tage in der Humboldt-Universität (www.XMLTage.de) weisen wir auf eine Festlegung des US-Bundesstaates Massachusetts hin, der für alle seine Behörden bis zum 1. Januar 2007 einen Wechsel zu offenen Dateiformaten auf XML-Basis vorschreibt (http://www.mass.gov/Aitd/). Als offiziellen Standard für Office-Dokumente hat die Regierung von Massachusetts den offenen OASIS-Standard OpenDocument (http://www.oasis-open.org/committees/download.php/12572/OpenDocument-v1.0-os.pdf) verabschiedet. Dieses Format erlaubt den reibungslosen Dateiaustausch zwischen verschiedenen Anwendungen. So ist OpenDocument das native Dokumentenformat von OpenOffice.org 2.0. Außerdem können bereits heute Abiword, KOffice, Textmaker und OpenOffice.org 1.1.5 Dateien im OpenDocument-Format lesen. Darüber hinaus wird IBM Workplace das Format unterstützen. Wie Massachusetts setzen auch Großstädten wie München und Wien auf das offene Dateiformat und haben vor einiger Zeit damit begonnen, OpenOffice.org als Standard-Bürosoftware einzuführen. Zudem empfiehlt auch die EU-Kommission diesen Standard (http://europa.eu.int/idabc/en/chapter/3). Das offene Dokumentenformat soll sicher stellen, dass sich darin gespeicherte elektronische Dokument auch dann noch verarbeiten lassen, wenn der Hersteller proprietärer Software längst vom Markt verschwunden ist oder die Unterstützung älterer Formate eingestellt hat. Zudem ließ sich eindeutig nachweisen, dass durch den Wechsel Kosten in Millionenhöhe eingespart werden können. ###Anmerkung: Wer hat das nachgewiesen bzw. wo wurde das nachgewiesen? Ich habe auf die Schnelle keine Infos dazu finden können. ###Falls wir das nicht nachweisen können, dann würde ich den vorhergehenden Satz streichen und z.B. Folgendes schreiben: Ein weiterer Grund für die Entscheidung in Massachusetts sind die niedrigeren Kosten, die mit einem offenen Dokumentenformat verbunden sind. So hat die Regierung in Massachusetts Behörden und Verwaltungen darauf verpflichtet, ausschließlich mit Software zu arbeiten, die es erlaubt, Dokumente in nicht lizenzpflichtigen Formaten zu bearbeiten und zu speichern. ###Ab jetzt geht es mit Bernhards Vorschlag weiter. Sowohl die Berliner Verwaltung als auch die Bürger, die für den elektronischen Datenaustausch mit den Behörden entsprechende Programme benötigen, müssen durch eine langfristige Bindung an einen Hersteller mit proprietärem Dateiformat und hohen Lizenzkosten tief in die Tasche greifen. Dieses Geld fehlt gerade in Berlin für andere dringende Aufgaben. Die US-Softwareschmiede Microsoft, deren deutsches Tochterunternehmen Microsoft Deutschland als Hauptsponsor auf den XML-Tagen vertreten ist, hat für die kommende Version seiner Office-Suite, "Office 12", ebenfalls ein auf XML basierendes Format angekündigt, das die bisherigen Dateiformate .DOC, .XLS und .PPT ablösen soll. Dieses XML-Format soll den Ankündigungen zufolge aber nicht dem OASIS-Standard entsprechen und soll sich auch nicht über frei zugängliche Spezifikationen in anderen Programmen weiterverarbeiten lassen. Veränderungen an diesem Format können zu Problemen bei der langfristigen Zugänglichkeit der Daten führen. Florian Effenberger, der Leiter des Marketing-Bereichs von de.OpenOffice.org, bringt es auf den Punkt: "Mit diesem Wechsel käme man vom Regen in die Traufe! Ein XML-Format, dessen Spezifikationen nicht offen zugänglich sind, nützt nur dem Programmhersteller. Der unterbindet freie Wahl des Kunden und kann die Kostenschraube ganz nach Bedarf anziehen, wenn es keine Alternative gibt." Das deutschsprachige Projekt von OpenOffice.org empfiehlt Microsoft, seine Strategie zu überdenken. Bis zur Einführung von "Office 12" werden weitere Städte, Länder und Staaten die Kostenersparnis durch die Verwendung offener Standards und lizenzkostenfreier Software erkannt haben. Wenn Microsoft weiterhin darauf besteht, die Spezifikationen seines proprietären XML-Dateiformats nicht zu veröffentlichen, dann wird es - wie in Massachusetts - schon in einigen Jahren seine Marktführerschaft verlieren. Kooperation, nicht Konfrontation ist im Sinne der Kunden geboten. ###Den Rest des Satzes würde ich streichen. a) ist es sehr scharf, b) widerspricht es der Aussage Kooperation ist geboten ###obwohl die aktuelle Klage Microsofts vor dem Europäischen Gerichtshof, die den Windows-Quellcode gegenüber Open Source-Anwendungen schützen soll, das Gegenteil annehmen lässt. ###Jetzt gehtŽs mit Bernhard weiter: Wenn Berlin den mit der EDS-Studie zu Open-Source Software in den Berliner Bezirken (http://www.linuxworldexpo.de/upload/Lietz_Behoerde.pdf) eingeschlagenen Weg fortsetzt und sich weiterhin offen gegenüber Projekten wie "Open4Future" zeigt, das mit Novell in 7 Berliner Bezirken initiiert wurde, dann wird der vollständige Umstieg auf offene Standards auch hier keine Fiktion bleiben. Mehrere tausend OpenOffice.org-Suiten laufen schon derzeit auf Computern innerhalb der Berliner Verwaltung und beweisen, dass eine Integration in die tägliche Arbeit möglich ist. Florian Effenberger: "Wer schon bei dem Umstieg von MS Office 97 auf neuere Versionen mit Formatierungsproblemen bis hin zum Datenverlust zu kämpfen hatte, der wird sich überlegen, ob ein Upgrade auf MS Office 12 nicht aufwändiger wird, als der Wechsel auf ein Dateiformat mit offenen Spezifikationen und bleibenden Standards." Presse-Kontakt Florian Effenberger <[EMAIL PROTECTED]> Webseite OpenOffice.org: http://de.openoffice.org Über OpenOffice.org OpenOffice.org ist die führende freie Office-Suite, die sich dank ihres offenen, XML-basierenden Dateiformats nahtlos in jede Arbeits- und Entwicklungsumgebung integrieren lässt. Sie wird von einer weltweiten Community ständig weiterentwickelt, ist für eine Vielzahl von Sprachen verfügbar und läuft auf den Plattformen Linux, Windows und Mac OS X. ----- Viele Grüße, Franz --------------------------------------------------------------------- To unsubscribe, e-mail: [EMAIL PROTECTED] For additional commands, e-mail: [EMAIL PROTECTED]
