Hallo,
Otto Frei schrieb:
...
Als wichtigstes Kriterium bezeichnete er, dass ein Dokument auch in 20
Jahren noch lesbar sein müsse.
Kann man das mit absoluter Gewissheit bereits heute wissen?
sagen wir mal mit an absoluter Geweissheit grenzender Wahrscheinlichkeit.
Ich denke dabei an den schönen Traum damals "CD wird längere Lebensdauer
(nahezu unbegrenzt) als VHS-Band haben"
...
Realiltät zeigte sich bald ernüchternd. Heute weiß man, dass zumindest
selbstgebrannte CDs bereits nach 2 Jahren den Geist aufgeben können (und VHS
immer noch halten).
Der Vergleich ist etwas irreführend (welcher ist das nicht ;-) ). Die
Unzulänglichkeit lag im physischen Datenträgerr, der verschleisst.
ODF defniert aber ein reines Datenformat, welches für sich genommen
verschleisfrei ist. Es ist natürlich vorauszusetzen, dass die Dateien
auf einem geeigneten Datenträger gespeichert werdenmüssen, um auch in
20 Jahren noch lesbar zu sein.
Dass das Datenformat in 20 noch lesbar sein wird, begründet sich auf 2
Tatsachen (für die es auch praktische Erfahrungen gibt):
1. ist eine ODF-Datei ein Zip-Archiv. Zip ist ein offenes und
dokumentiertes Archivformat, welches seit nahezu 20 Jahren existiert
(und 19 jahre alte Zip-Dateien können noch immer entpackt werden)
2. die Inhalte werden in XML-Dateien abgelegt, wobei diese wiederum als
einfache Textdateien geöffnet werden können. D.h. an Texte, oder
Formeln konnst du mit primitivsten mitteln. Andere Inhalte wie Grafiken
werden soweit möglich auch in standardisierten XML-basierten formaten
abgelegt .. können also oft auch mit einfachen Mitteln wiederhergestellt
werden.
Allerdings wäre esfalsch zu behaupten, ODF-Dateien können in 20 Jahren
noch geöffnet und genau so dargestellt werden, wie heute. Das ist
nicht Ziel des ODF-Standards, dafür benötigt man andere Datenformate -
PDF/A ist z.B.dafür geeignet.
André
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