Moin,

nur (halbwegs kurz),

Jörg Schmidt schrieb:

Ich finde es richtig und wichtig, freie Helfer bei
OpenSource-Projekten
zu haben, die nur dabei sind, weil sie es *wollen*. Diese Leute
haben in der Regel vollkomenn andere Denkansätze und "Triebe" als
diejenigen, die dem Zwang der direkten Bezahlung unterliegen.

Tut mir leid, nur ich glaube Du verstehst Reinard hier nicht ganz.
Nämlich er bringt zum Ausdruck das es gerade darum geht das zu tun was
man 'aus tiefstem' Herzen will ohne an Geld zu denken, aber das es dumm
ist das, wenn man mit dem was man ohnehin unbedingt will (weil es einem
Spass macht) auch Geld verdienen kann, quasi künstlich darauf zu
verzichten, weil man irgendwo der Ansicht sein könnte es schade quasi
der Sache die man tut.

Es gibt da aber auch Leute, denen Ihr Beruf Spass macht, die aber *auch* in der Freizeit Interesse daran haben, bei OSS beizutragen. Mir geht immer noch nicht ganz ein, warum man alles, was man gut kann und gerne macht zum Beruf machen muss, wenn man es doch noch andere Tätigkeiten gibt, die genauso dafür in Frage kommen.


Die Botschaft ist einfach die, das wenn ich beispielsweise gerne in
meiner Freizeit OSS programmiere und es sich in meinem Arbeitleben
ergibt die Wahl zu haben entweder als Maschinenbauingenieur zu arbeiten
oder als OSS-Programmierer, es durchaus vernünftig ist Letzteres zu tun.
/Wenn/ man diese Wahl hat, denn die hat man nicht immer. Wenn man sie
allerdings hat, stimme ich mit Reinard völlig überein, wäre es eine
'komische Einstellung' sie nicht im aufgezeigten Sinne zu nutzen.

Eben - es gibtLeute, die haben diese Wahl ... und deshalb finde ich die pauschale Unterstellung dieser "komischen Einstellung" etwas seltsam.

Schau Dir:
http://de.wikipedia.org/wiki/Good_Will_Hunting
an, der Film hat, mehr oder weniger, damit zu tun um was es auch hier
gedanklich geht, auch wenn es im Film um Mathematik statt um OSS dreht.
Hmm .. jein. Will hatte die Wahl zwischen einem nicht sonderlich anspruchsvollen Job (+ bekanntem Freundesumfeld) und einem sehr Anspruchsvollem Job (+ Liebe) und das ist eine "entweder oder"-Wahl. Es hat damit zu tun, worüber wir hier sprechen, betrifft aber nur einen kleinen Teil der Betroffenen. (imo)

Gruß,

André

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