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MorgenWelt HEUTE vom 26.3.2001
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1. Zucker-Farbstoffe halten laenger
2. Nerven wetteifern um Verdrahtung
3. Erdkruste entspannt sich von Eiszeit
4. Roboter setzt Zaehne ein

Ab heute neue MorgenWelt-Artikel online!
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Zucker-Farbstoffe halten laenger
 
Mit Zucker behandelte Textilfarben schuetzen Kleidung vor dem 
Ausbleichen. Dies haben Chemiker aus Oxford bei Versuchen mit 
Azo-Farbstoffen entdeckt. Azo-Farben werden seit rund 150 Jahren 
in der Textilindustrie eingesetzt. Der Zucker vermindert nach Aussage 
der Forscher die Bleichwirkung der Sonnenstrahlung ebenso wie die 
chemischer Mittel. 
 
Die Forscher hatten die Molekuele der Azo-Farbstoffe mit einem Ring 
aus jeweils sechs Zuckermolekuelen umhuellt. Dann wurden entsprechend 
gefaerbte Textilien fuer 20 Stunden in eine Natriumdithionit-Loesung 
getaucht. Aus herkoemmlich gefaerbten Textilien haetten sich die 
Farben innerhalb einer Stunde fast vollstaendig geloest. 
Den gezuckerten Farbmolekuelen konnte die Chemie dagegen nichts 
anhaben.

Quelle: Nature Science Update, 23.3.01
Forschung : M. R. Craig, M. G. Hutchings, in Angewandte Chemie 
International Edition Vol. 40 pp 1071-1074 (2001)

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Nerven wetteifern um Verdrahtung
 
Die Sinneseindruecke aus verschiedenen Koerperregionen werden im 
Gehirn nicht gleichberechtigt behandelt. So steht etwa den klein-
flaechigen Fingerspitzen sehr viel mehr Platz in der Grosshirnrinde 
zur Verfuegung als der Bauchhaut. Diese ungleiche Verteilung macht 
zwar Sinn, doch wie sie zustande kommt, ist noch raetselhaft. Eine 
moegliche Theorie besagt, dass die Nervenzellen aus verschiedenen 
Koerperregionen um die Verdrahtung im Grosshirn konkurrieren. 

Belege fuer diese Theorie hat ein amerikanischer Biologe jetzt 
gefunden. Demnach ist die zeitige Platz-Reservierung im Gehirn sehr 
wichtig, entdeckte der Forscher bei der Sternmulle (Condylura 
cristata). Die Sternmulle ist eine in Nordamerika lebende Maulwurfs-
art. Sie besitzt an ihrer Nasenspitze 22 tentakelaehnliche Fortsaetze,
mit denen sie sich durch ihre unterirdischen Gaenge tastet. Die zwei 
kleinsten dieser Fortsaetze sind im Mull-Gehirn jedoch deutlich 
ueberrepraesentiert. Der Biologe entdeckte, dass sie sich diesen 
Vorteil durch einen Fruehstart waehrend der Embryonalentwicklung 
herausarbeiten. Noch vor den anderen Fortsaetzen besitzen sie 
ausgereifte Tastknospen und knuepfen Verbindungen zur Grosshirnrinde. 
Vermutlich koennen sie sich so eine groessere Flaeche in der 
Hirnrinde erobern.

Quelle: Nature Science Update, 26.3.01 
Forschung: Kenneth C. Catania, Department of Biological Sciences, 
Vanderbilt University, Nashville, Tennessee, in Nature Neuroscience, 
Vol. 4(4), April 2001, pp 353 - 354
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Erdkruste entspannt sich von Eiszeit

Die Erdkruste in Skandinavien entspannt sich immer noch von der 
letzten Eiszeit. Die damit verbundene Bewegung der Erdkruste betraegt 
wenige Millimeter pro Jahr. Mit Hilfe des Satelliten-Navigations-
systems GPS konnte sie jetzt trotzdem nachgewiesen werden. 

Sechs Jahre lang hat ein internationales Forscherteam Messungen mit 
insgesamt 34 GPS-Sensoren in Schweden und Finnland durchgefuehrt. 
Dabei konnten sie feststellen, dass sich die Erdkruste dort um bis 
zu zwoelf Millimeter pro Jahr hebt und um bis zu zwei Millimeter 
seitlich verschiebt. Diese Bewegung ist nach Aussage der 
Wissenschaftler immer noch eine Folge der Entlastung der Erdkruste 
seit der letzten Eiszeit.

Skandinavien war damals von einer etwa drei Kilometer dicken 
Eisschicht ueberzogen. Dass die entlastende Bewegung nicht nur 
vertikal, sondern auch horizontal verlaeuft, wird bereits seit 
ueber zehn Jahren vermutet. Die These konnte nun dank der genauen 
Messungen erstmals nachgewiesen werden. 

Quelle: University of Toronto, 23.3.01 
Forschung: Jerry Mitrovica, University of Toronto, in Science 23.3.01 
Vol. 291 No. 5512 pp 2381-2385
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Roboter setzt Zaehne ein

Die "dritten Zaehne" kann man sich kuenftig vom Roboter einsetzen 
lassen. Berliner Wissenschaftler haben mit dem so genannten "RoboDent" 
jetzt ein entsprechendes Geraet vorgestellt. Das Roboter-System erlaubt 
nach Aussage seiner Entwickler erstmals, dass Patienten nach dem 
Setzen von Implantaten sofort mit Zaehnen, Bruecken oder Prothesen 
versorgt werden. Bisher sind dafuer mindestens zwei Behandlungstermine 
noetig.

RoboDent besteht im Wesentlichen aus einem handelsueblichen PC mit 
Monitor sowie einem kleinen Navigationsgeraet. Voraussetzung fuer 
den Einsatz ist ausserdem der Kieferabdruck des Patienten und eine 
Roetgenaufnahme des Kiefers, die der Roboter kennen muss. Aus diesen 
Daten ermittelt die Software dann die optimale Bohrrichtung fuer 
Implantationen. Ausserdem begrenzt das Programm die Bohrtiefe in den 
Kiefer, sodass der dort liegende Nerv nicht verletzt wird.

Das System ist nicht nur fuer Zahnkliniken, sondern fuer jeden mit 
Implantationen befassten Zahnarzt gedacht. Die Handhabung zu lernen, 
sei eine Sache von nur fuenf Minuten, sagen die Berliner Forscher. 
Sie stellen ihr Geraet erstmals auf der morgen beginnenden 
"Internationalen Dental Schau" in Koeln vor.
 
Quelle: Medizinische Fakultaet der Humboldt-Universitaet zu Berlin, 
26.3.01
Forschung: Juergen Bier, Tim Lueth, Klinik fuer Mund-, Kiefer und 
Gesichtschirurgie der Charité
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Ab heute online in der MorgenWelt:

WISSENSCHAFT
"Dort unten ist eine Menge Platz" 
Aufbruch in ein neues Zeitalter - Mikro- und Nanomaschinen 
Veraendern unser Leben.
http://www.morgenwelt.de/wissenschaft/010326-nanotechnik.htm

KULTUR
Fluch der Mobilitaet 
Drei Chefs deutscher Literaturhaeuser praesentieren "ihre" 
Lieblings-Gedichte. Diese Woche: Ursula Keller vom Literaturhaus 
in Hamburg empfiehlt Durs Gruenbein.
http://www.morgenwelt.de/kultur/010326-gruenbein-keller.htm

Weitere Tages-Meldungen der MorgenWelt-Redaktion finden Sie 
online unter
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Die MorgenWelt gibt es auch in einer englischen Ausgabe:
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Astronomie und Raumfahrt: Rainer Kayser
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