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MorgenWelt HEUTE vom 3.4.2001
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1. Albatrosse: Geschlecht bestimmt Flugverhalten
2. Entstehung der Bluetenpflanzen auf der Spur
3. Beweis fuer beschleunigte Expansion des Alls
4. Natuerlichkeit geht ueber Schoenheit
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Albatrosse: Geschlecht bestimmt Flugverhalten

Maennliche und weibliche Albatrosse gehen bei der Futtersuche 
getrennte Wege. Diesen Unterschied der Geschlechter konnten 
amerikanische und franzoesische Biologen jetzt beobachten. 
Sie verfolgten die ausgedehnten Fluege von 56 Wanderalbatrossen 
im suedlichen Indischen Ozean. 

Wanderalbatrosse sind dafuer bekannt, lange Zeit in grosser Hoehe 
mit dem Wind segeln zu koennen. Die maennlichen Wanderalbatrosse 
koennen eine Fluegelspannweite von bis zu drei Metern erreichen. 
Ihre Muskulatur ist sehr belastbar, sodass die Tiere auch bei 
hoher Windgeschwindigkeit gleiten koennen. Weil sie dabei kaum 
mit den Fluegeln schlagen, verbrauchen sie nur extrem wenig Energie. 

Von ihren Nistplaetzen auf den Crozetinseln fliegen die Maennchen 
nach Sueden bis an die antarktische Kueste, die rund 2.400 Kilometer 
entfernt liegt. Die weiblichen Tiere bevorzugen die Gegenrichtung: 
Sie fliegen die etwa gleich weit entfernten tropischen und 
subtropischen Gewaesser vor der afrikanischen Kueste an. Dort wehen 
leichtere Winde, was ihrer geringeren Fluegelspannweite entgegenkommt.

Quelle: University of California, Santa Cruz, 2.4.01
Forschung: Scott Shaffer, UC Santa Cruz, Henri Weimerskirch, 
French National Center for Scientific Research (CNRS), 
in "Functional Ecology" April 2001
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Entstehung der Bluetenpflanzen auf der Spur

Die aeltesten Funde fossiler Bluetenpflanzen sind rund 130 Millionen 
Jahre alt. Warum diese Pflanzen auf einmal auftauchten und sich 
dann sehr schnell entwickelten, ist allerdings noch unbekannt. 
Bisher koennen Biologen nicht erklaeren, wer wohl die Vorfahren der 
ersten Bluetenpflanzen waren.

Jetzt glauben Forscher der Universitaet Stanford, den Stammbaum der 
Bluetenpflanzen weitere 120 Millionen Jahre zurueckverfolgen zu 
koennen. Ihre These zufolge koennte es schon vor 250 Millionen 
Jahren erste bluehende Pflanzen gegeben haben. Die Forscher verweisen 
auf spezielle pflanzeneigene Chemikalien, die nur Bluetenpflanzen 
produzieren. Diese so genannten Oleanane helfen der Pflanze, 
Insekten, Pilze oder schaedliche Mikroben abzuwehren. Waehrend die 
Substanz bei Bluetenpflanzen verbreitet ist, verfuegen andere 
Samenpflanzen ueber keine vergleichbaren Abwehrstoffe.

In fossilen Ablagerungen der so genannten Gigantopteris-Flora in 
China wollen die Forscher jetzt ebenfalls die speziellen Pflanzen-
Chemikalien gefunden haben. Die Gigantopteris sind ausgestorbene 
Samenpflanzen. Weil sie ebenfalls Oleanane produzierten, koennten 
sie die fruehesten Verwandten heutiger Bluetenpflanzen sein.

Quelle: Stanford University, 2.4.01
Forschung: J. Michael Moldowan, Jeremy Dahl, David A. Zinniker 
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Beweis fuer beschleunigte Expansion des Alls

Ein explodierender Stern in elf Milliarden Lichtjahren Entfernung 
bestaetigt die Vermutung der Astronomen, dass die Expansion des 
Weltalls sich beschleunigt. Die so genannte Supernova konnte 
bereits 1997 mit Hilfe des Weltraumteleskops Hubble aufgespuert 
werden. Doch erst eine Reihe zusaetzlicher Aufnahmen und eine 
sorgfaeltige Analyse ihrer Strahlung zeigten nun, dass es sich 
um die Supernova mit der bislang groessten Entfernung handelt. 

Allerdings waren die Forscher von der geringen Helligkeit der 
Explosion ueberrascht. Vorausgesetzt, die Expansion des Universums 
wuerde sich durch die Schwerkraft verlangsamen, haette die Supernova 
wesentlich heller erscheinen muessen. Die Astronomen folgern daraus, 
dass die Expansion des Universums durch eine raetselhafte "dunkle 
Energie" beschleunigt wird. Darauf hatten in den vergangenen Jahren 
bereits Untersuchungen mit anderen explodierenden Sternen hingedeutet.

Quellen: Hubble Space Telescope News / Lawrence Berkeley National 
Laboratory, 2.4.01 
Forschung: Adam Riess, Space Telescope Science Institute
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Natuerlichkeit geht ueber Schoenheit
 
Das Schoenheitsideal in der Werbung entspricht nicht unbedingt den 
Vorstellungen der Menschen in Deutschland. Dies haben Sexual-
wissenschaftler der Universitaet Landau ermittelt. Demnach haben 
Natuerlichkeit und Gepflegtheit eine viel groessere Bedeutung 
als Schoenheit.

Die Forscher befragten rund 1.500 Frauen und Maenner ueber ihre 
Wunschvorstellung vom Aussehen des Partners. Die meistgenannten 
Merkmale mit jeweils 94 Prozent waren Natuerlichkeit und 
Gepflegtheit, mit 90 Prozent folgte die Gesundheit. Etwas weniger 
wichtig ist den Deutschen, dass ihr Partner gut aussieht. Dieses 
Kriterium folgt mit 83 Prozent. Nur 72 Prozent der Befragten 
erwarten, dass ihr Partner schlank ist oder sich modisch kleidet.

Die hoechsten Ansprueche in punkto schlanker Figur und modischer 
Kleidung stellen junge Singles bis 29 Jahren, die selbst unter- 
oder normalgewichtig sind. Die Forscher fanden auch heraus, dass 
Frauen ab 30 Jahren insgesamt geringere Erwartungen an das aeussere 
Erscheinungsbild ihres Partners haben als Maenner. Maennern ist es 
unabhaengig von ihrem Alter und ihrem Koerperumfang viel wichtiger, 
dass ihre Partnerin huebsch aussieht und modisch gekleidet ist.
 
Quelle: Universitaet Koblenz-Landau, 3.4.01
Forschung: Norbert Kluge, Marion Sonnenmoser, Institut fuer 
Sexualwissenschaft und Sexualpaedagogik
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