MORGENWELT NACHRICHTEN ------------------------------------------------------- MORGENWELT gibt es nur im Internet unter http://www.morgenwelt.de ------------------------------------------------------------------- MorgenWelt HEUTE vom 23.4.2001 ------------------------------------------------------------------- 1. "Suesse Gene" entdeckt 2. Kaenguruh mit verhaengnisvoller Trueffel-Vorliebe 3. Mit Ultraschall gegen Schmutzwasser 4. Russen wollen zum Mars Ab heute neue MorgenWelt-Artikel online! ------------------------------------------------------------------- ------------------------------------------------------------------- "Suesse Gene" entdeckt Ein oder zwei Stueckchen Zucker in den Kaffee? Nach Ansicht zweier amerikanischer Forschergruppen liegt die Antwort auf diese Frage in den Genen jedes Einzelnen. Sie glauben, beim Menschen und bei der Maus das Gen fuer einen lang gesuchten Rezeptor gefunden zu haben, mit dem man Suesses schmeckt. Der Physiologe Robert Margolskee und seine Kollegen von der New York University untersuchten zwei Maeusestaemme, die eine unter- schiedliche Vorliebe fuer gezuckertes Wasser besitzen. Im Genom der Maeuse fanden sie ein Gen, das nur in Zellen der Geschmacks- papillen auf der Zunge abgelesen wird. Zudem komme dieses Gen namens T1R3 bei den zwei Maeusestaemmen in unterschiedlichen Varianten vor, schreiben die Forscher in "Nature Genetics". Daher glauben sie, dass dieses Gen die Information fuer den bisher unbekannten Rezeptor fuer Suesses traegt. Zu ganz aehnlichen Ergebnissen gelangt die Gruppe um Jean-Pierre Montmayeur von der Harvard Medical School in Boston. Wie die Forscher in "Nature Neuroscience" schreiben, durchsuchten sie das Genom des Menschen nach dem entsprechenden Gen - und wurden fuendig. Der experimentelle Nachweis steht in beiden Faellen aber noch aus. Sollte sich die Vermutung bestaetigen, koennten das Gen und sein Protein auch von kommerziellem Wert sein. "Jetzt haben wir den biologischen Angriffspunkt fuer die Entwicklung besserer Suessstoffe", so Margolskee. ----Anzeige-------------------------------------------------------- ------------------------------------------------------------------- Die GESCHENKIDEE fuer jeden Anlass: Original-Zeitung vom Tag der Geburt ----------------------------------- Sie erhalten aus unserem Zeitungsantiquariat eine echte, alte Zeitung genau vom Geburtstag des Beschenkten. Das persoenliche und originelle Geschenk fuer Freunde, Bekannte, Kollegen/innen, mit Geschenkmappe und einer persoenlichen Geschenkurkunde. papyrus Zeitungsantiquariat http://www.geschenkzeitung.de ------------------------------------------------------------------- ------------------------------------------------------------------- Kaenguruh mit verhaengnisvoller Trueffel-Vorliebe Seine Vorliebe fuer Trueffel droht einem Zwergkaenguruh im Norden Australiens zum Verhaengnis zu werden. Das so genannte Buerstenratten- kaenguruh (Bettongia penicillata ogilbyi) steht vor dem Aussterben, weil es nicht mehr genuegend Trueffel in den letzten Regenwaeldern Australiens findet. Nach Aussage australischer Biologen machen die knolligen Pilze zwischen 30 und 70 Prozent der Kaenguruh-Nahrung aus. Das Trueffel-liebende Buerstenrattenkaenguruh ist ein braunes untersetztes Tier von 30 bis 40 Zentimeter Laenge. Es lebt als nachtaktiver Einzelgaenger in den Regenwald-Reservaten im nord- australischen Queensland. Das Tier war einst in ganz Australien verbreitet. Der Rueckgang der Regenwaelder schraenkte seinen Lebensraum jedoch stark ein. "Buerstenrattenkaenguruhs sind sehr waehlerisch, was ihren Lebensraum und ihre Ernaehrung angeht", sagte Dean Wells, Umweltminister von Queensland, gegenueber der BBC. "Die Forschung hat uns gezeigt, dass der Trueffel die Schluesselrolle bei der Verbreitung und Gesundheit des Tieres spielt." Der Minister will das Kaenguruh retten, weil es ein wichtiger Helfer fuer die Ausbreitung der Trueffelpilze ist. Trueffel vermehrt sich ueber unverdauliche Sporen, die die Tiere durch ihre Ausscheidungen im ganzen Wald verteilen. Damit foerdern sie die Gesundheit des Regenwaldes: Trueffel unterstuetzen naemlich die Baeume bei der ufnahme von Naehrstoffen und Wasser. Die Baeume wiederum produzieren Zuckerstoffe, die der Trueffel zum Wachstum benoetigt. Um den Kreislauf zu erhalten, soll jetzt ein spezielles Aufzuchtprogramm den Kaenguruh-Bestand erhoehen helfen. ------------------------------------------------------------------- Mit Ultraschall gegen Schmutzwasser Schadstoffe im Wasser koennen mit Hilfe von Ultraschall beseitigt werden. Die entsprechenden Frequenzen fuer einzelne Stoffe haben jetzt amerikanische Forscher an der Purdue University experimentell ermittelt. Sie untersuchten dafuer die so genannte Kavitation. So bezeichnen Physiker die Enstehung von Hohlraeumen in stroemenden Fluessigkeiten. Wenn diese Blasen unter Druck in sich zusammenfallen, verursachen sie Schallschwingungen. Derartige Vorgaenge machen sich beispielsweise durch Knattern in Wasserleitungen bemerkbar. "Wenn die Blasen kollabieren, entstehen fuer eine kurzen Augenblick sehr hohe Temperaturen", erklaert die Purdue-Forscherin Inez Hua. "Temperatur und Druck koennen die Anteile organischer Schadstoffen vermindern." Beim Kollaps senden die Gasblasen im Wasser sogar Lichtblitze aus - eine Folge der so genannten Sonolumineszenz. Dieser Effekt kann mit blossem Auge wahrgenommen werden, obwohl ein Blitz kaum 250 Pikosekunden andauert. Hua und ihr Kollege Michael Beckett entdeckten, dass die Intensitaet des Lichts mit der Ultraschall-Frequenz variiert. In einem Glaszylinder hatten sie einen Liter Wasser Ultraschall-Frequenzen zwischen 205 und ueber 1071 Kilohertz ausgesetzt. Am schnellsten liessen sich demnach organische Stoffe bei einer Beschallung mit 358 Kilohertz zerstoeren. Die Technik soll fuer Klaeranlagen perfektioniert werden. ------------------------------------------------------------------- Russen wollen zum Mars Spaetestens im Jahr 2020 sollen russische Kosmonauten auf dem Mars landen. Mit dieser Ankuendigung ueberraschte nach Angaben der Londoner Zeitung "The Times" der Leiter des fuehrenden russischen Instituts fuer Weltraummedizin, Anatoli Grigoriev, westliche Raumfahrtexperten. "Unsere Ingenieure glauben, dass wir es bis 2020 schaffen koennen, und aus medizinischer Sicht gibt es keine grossen Huerden bei einer solchen Mission zu ueberwinden", wird Grigoriev zitiert. Der Forscher verweist auf die Erfahrungen mit der Raumstation Mir: Fuenfzehn Jahre lang konnten die Weltraummedizinier lernen, die richtige Besatzung fuer Langzeitfluege auszuwaehlen, sie zu trainieren und zu betreuen � und gegebenenfalls auch mit Konflikten an Bord umzugehen. Fraglich ist aus der Sicht westlicher Experten, wie Russland eine solche Mission finanzieren will. Nach Angaben aus Moskau freilich soll das Unternehmen lediglich rund 10 Milliarden Euro kosten - ein Bruchteil der von der Nasa fuer eine bemannte Marsmission veranschlagten Kosten. Bis 2005, so Grigoriev, soll ein detailierter Plan fuer den russischen Marsflug vorliegen. ------------------------------------------------------------------- Ab heute online in der MorgenWelt: Sonnenwind und Ueberschall Das Herrschaftsgebiet der Sonne reicht weiter ins All hinaus, als wir uns vorstellen koennen. http://www.morgenwelt.de/wissenschaft/010423-planeten-sonne.htm Vermisste Gemeinschaft Unsere Gesellschaft im Blick zweier Autoren: Zygmunt Bauman und Karin Sveen analysieren verschiedene Milieus - und gelangen zu aehnlichen Ergebnissen. http://www.morgenwelt.de/kultur/010423-gemeinschaft.htm Buchbesprechung: Astronomie total Ein gelungenes Monumentalwerk - nur die Online-Version laesst Wuensche offen. http://www.morgenwelt.de/wissenschaft/010423-review-encyclopedia.htm Weitere Tages-Meldungen der MorgenWelt-Redaktion finden Sie online unter http://www.scienceticker.de Die MorgenWelt gibt es auch in einer englischen Ausgabe: http://www.futureframe.de ------------------------------------------------------------------- ------------------------------------------------------------------- MORGENWELT, alle Rechte - auch der auszugsweisen Verwertung - vorbehalten. ------------------------------------------------------------------- Redaktion: Stefan Jacobasch, Carsten Meinke Astronomie und Raumfahrt: Rainer Kayser ------------------------------------------------------------------- Homepage: http://www.morgenwelt.de Wissenschaft: http://www.morgenwelt.de/wissenschaft Kultur: http://www.morgenwelt.de/kultur Presseschau: http://www.morgenwelt.de/presseschau Archiv: http://www.morgenwelt.de/archiv ------------------------------------------------------------------- MorgenWelt wird herausgegeben von: Volker Lange MorgenWelt Media GmbH Alstertwiete 3 20099 Hamburg Tel. 040-386 13 582 Fax. 040-386 13 583 eMail: [EMAIL PROTECTED] ------------------------------------------------------------------- ------------------------------------------------------------------- Wenn Sie den Newsletter abbestellen moechten, dann schicken Sie einfach eine leere eMail unter Ihrer Empfaengeradresse an [EMAIL PROTECTED] Moechten Sie Ihr Abo auf eine neue eMail-Adresse ummelden oder haben Sie Fragen und Probleme, wenden Sie sich bitte an [EMAIL PROTECTED] ---------------------------------------------------------------------- Immer noch Single? 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