MORGENWELT NACHRICHTEN ------------------------------------------------------- MORGENWELT gibt es nur im Internet unter http://www.morgenwelt.de ------------------------------------------------------------------- MorgenWelt HEUTE vom 30.8.2001 ------------------------------------------------------------------- 1. Robbenbabys erkennen ihre Mutter an der Stimme 2. Wie ferne Erden sich verraten 3. Artensterben vor 250 Millionen Jahren durch Asteroideneinschlag 4. Schnabelsaurier: Filtrieren statt Filetieren ------------------------------------------------------------------- ------------------------------------------------------------------- Robbenbabys erkennen ihre Mutter an der Stimme Robbenbabys erkennen schon wenige Tage nach ihrer Geburt die Stimme ihrer Mutter. Die Saeuglinge erwidern die Rufe ihrer Mama, wenn diese von der Nahrungssuche heimkehrt, und finden so innerhalb von Minuten zu ihr zurueck. Das berichten franzoesische Meeresbiologen der Universitaet Jean Monnet in Saint Etienne in der aktuellen Ausgabe von "Nature". Die Verhaltensforscher beobachteten Kolonien subantarktischer Pelzrobben (Arctocephalus tropicalis), die auf den Amsterdam-Inseln im Indischen Ozean leben. Mit Tonbandgeraeten spielten sie einigen Neugeborenen die Stimmen der eigenen Mutter sowie fremder Weibchen vor. Ganz am Anfang reagierten die Kleinen noch auf alle Rufe. Doch schon nach zwei bis fuenf Tagen antworteten sie gezielt ihrer Mutter. Fuer die Robbenbabys ist diese Faehigkeit ueberlebensnotwendig. Allein am Aussehen koennen die Kleinen ihre Mutter unter den vielen Artgenossen nicht erkennen, so die Forscher. Weil die Weibchen nur ihren eigenen Nachwuchs stillen, muessen die Saeuglinge die Stimme ihrer Mutter kennenlernen, bevor diese das erst Mal zur Nahrungssuche ins Meer aufbricht. ----Anzeige-------------------------------------------------------- ------------------------------------------------------------------- $$$ Gefaellt Ihnen Ihr Kontostand?!? $$$ Sie wollen: Spass an der Arbeit! Arbeiten Sie im stickigen Buero? Warum nicht Zuhause arbeiten, mit Ihrem PC, aussergewoehnliche Verdienstmoeglichkeiten erreichen? Starten Sie jetzt: Infos unter 24h-Info-Tel. 0 36 05 / 5 42 44 88 oder http://www.christophers.erfolgsweg.com ------------------------------------------------------------------- ------------------------------------------------------------------- Wie ferne Erden sich verraten Aus einer Entfernung von vielen Lichtjahren betrachtet, waere unsere Erde nur ein winziger blauer Lichtpunkt, versteckt im grellen Lichtschein unserer Sonne. Wie liesse sich unterscheiden, ob es sich bei diesem unscheinbaren Lichtpunkt um einen Planeten voller Leben oder um eine oede, trockene Welt wie den Mars oder die Venus handelt? Auf diese Frage - wichtig fuer die vielleicht schon in einigen Jahren moegliche Beobachtung erdaehnlicher Planeten bei anderen Sternen - haben nun amerikanische Astronomen eine neue und ueberraschende Antwort gefunden. Wie die Forscher um Ed Turner von der Universitaet Princeton in der aktuellen Ausgabe des Fachblatts Nature berichten, wuerde sich die Erde durch starke Schwankungen ihrer Helligkeit verraten. Durch ihre Rotation wuerden immer wieder andere Regionen der Erdoberflaeche in die Blickrichtung des fernen Beobachters geraten - Ozeane, Wuesten, Waelder, Wolkenfelder - die unterschiedlich stark das Sonnenlicht reflektieren. Um bis zu 150 Prozent wuerde dadurch die Helligkeit des kleinen blauen Lichtpunkts schwanken, haben Turner und seine Kollegen berechnet. Planeten wie Venus und Mars dagegen wuerden wesentlich geringere Schwankungen in ihrer Helligkeit zeigen. Bislang waren die Astronomen davon ausgegangen, dass die Existenz von Wasser und Leben nur durch die - schwierigere - Analyse des Spektrums des Planetenlichts nachweisbar waere. Die Untersuchung von Turner und seinen Mitarbeitern zeigt nun, dass sich bereits aus der Lichtkurve eine unerwartete Menge an Informationen ueber ferne, erdaehnliche Planeten gewinnen liesse. ----Anzeige-------------------------------------------------------- ------------------------------------------------------------------- EIN VERFUEHRERISCHES ANGEBOT: Sie moechten noch mehr News aus Wissenschaft und Forschung? Mit weiterfuehrenden Informationen und Links? Und Sie moechten, dass die MorgenWelt Zukunft hat? 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Die meisten Geologen und Palaeontologen hatten deshalb lange Zeit Szenarios bevorzugt, bei denen langsame Aenderungen des Klimas und Episoden verstaerkten Vulkanismus fuer das Artensterben verantwortlich waren. In den vergangenen Jahren mehrten sich jedoch die Anzeichen dafuer, dass das Artensterben doch rascher als zuvor vermutet abgelaufen sein koennte. Ausserdem stiessen Forscher Anfang dieses Jahres in Gesteinsbrocken aus dem Perm auf Spuren ausserirdischer Molekuele. Kunio Kaiho von der Universitaet Tohoku und seine Mitarbeiter liefern nun weitere Beweise dafuer, das doch der Einschlag eines Asteroiden das Artensterben ausgeloest hat. In den Sedimentschichten stiessen die Forscher auf zahlreiche Mineralien, die auf einen Einschlag hindeuten. Kaiho vermutet, dass der Himmelskoerper in den Ozean einschlug. Dabei wurden, so der Forscher, grosse Mengen an Schwefel aus dem Erdmantel freigesetzt. Dieser Schwefel fuehrte zu saurem Regen und zu einer Verringerung des Sauerstoffgehalts der Luft. ------------------------------------------------------------------- Schnabelsaurier: Filtrieren statt Filetieren Straussenaehnliche Dinosaurier waren keine aggressiven Jaeger, sondern gruendelten wie Enten im Flachwasser nach Nahrung. Diese Auffassung vertreten amerikanische und kanadische Palaeontologen. Sie hatten ungewoehnlich gut erhaltene Ueberreste von geschnaebelten Sauriern untersucht, in denen auch weiche Koerperstrukturen erhalten sind. Die Fossilien waren in Kanada und in der Mongolei gefunden worden und gehoeren zu zwei neuen Arten von Ornithomimiden, woertlich "Vogelnachahmern". Bisher vermutete man, dass diese Tiere ihre Schnaebel aehnlich wie Dolche einsetzten, um Beutetiere zu erlegen. Mark Norell vom American Museum of Natural History und seine Kollegen entdeckten an den Schnabelraendern der Saurier jedoch hornartige Lamellen, die denen von Entenschnaebeln aehneln. Wie die Forscher in "Nature" schreiben, seien die mehrere Millimeter langen Lamellen gut mit Blutgefaessen und Nerven versorgt gewesen. Fuer die Jagd auf groessere Tiere seien die filigranen Gebilde vermutlich nicht geeignet gewesen. Viel wahrscheinlicher sei daher, dass die Saurier damit kleine Algen und Schnecken aus flachen Gewaessern und Sedimenten herausfilterten. Fuer diese entenaehnliche Lebensweise spreche auch, dass die meisten Ornithomimiden in feuchten Umgebungen gelebt haetten. ------------------------------------------------------------------- Weitere Tages-Meldungen der MorgenWelt-Redaktion finden Sie online unter http://www.scienceticker.de Die MorgenWelt gibt es auch in einer englischen Ausgabe: http://www.futureframe.de ------------------------------------------------------------------- ------------------------------------------------------------------- MORGENWELT, alle Rechte - auch der auszugsweisen Verwertung - vorbehalten. ------------------------------------------------------------------- Redaktion: Stefan Jacobasch, Carsten Meinke Astronomie und Raumfahrt: Rainer Kayser ------------------------------------------------------------------- Homepage: http://www.morgenwelt.de Wissenschaft: http://www.morgenwelt.de/wissenschaft Kultur: http://www.morgenwelt.de/kultur Presseschau: http://www.morgenwelt.de/presseschau Archiv: http://www.morgenwelt.de/archiv ------------------------------------------------------------------- MorgenWelt wird herausgegeben von: Volker Lange MorgenWelt e.V. 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