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MorgenWelt HEUTE vom 30.8.2001
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1. Robbenbabys erkennen ihre Mutter an der Stimme
2. Wie ferne Erden sich verraten
3. Artensterben vor 250 Millionen Jahren durch Asteroideneinschlag
4. Schnabelsaurier: Filtrieren statt Filetieren
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Robbenbabys erkennen ihre Mutter an der Stimme

Robbenbabys erkennen schon wenige Tage nach ihrer Geburt die Stimme ihrer
Mutter. Die Saeuglinge erwidern die Rufe ihrer Mama, wenn diese von der
Nahrungssuche heimkehrt, und finden so innerhalb von Minuten zu ihr
zurueck. Das berichten franzoesische Meeresbiologen der Universitaet Jean
Monnet in Saint Etienne in der aktuellen Ausgabe von "Nature".

Die Verhaltensforscher beobachteten Kolonien subantarktischer Pelzrobben
(Arctocephalus tropicalis), die auf den Amsterdam-Inseln im Indischen
Ozean leben. Mit Tonbandgeraeten spielten sie einigen Neugeborenen die
Stimmen der eigenen Mutter sowie fremder Weibchen vor. Ganz am Anfang
reagierten die Kleinen noch auf alle Rufe. Doch schon nach zwei bis fuenf
Tagen antworteten sie gezielt ihrer Mutter.

Fuer die Robbenbabys ist diese Faehigkeit ueberlebensnotwendig. Allein am
Aussehen koennen die Kleinen ihre Mutter unter den vielen Artgenossen
nicht erkennen, so die Forscher. Weil die Weibchen nur ihren eigenen
Nachwuchs stillen, muessen die Saeuglinge die Stimme ihrer Mutter
kennenlernen, bevor diese das erst Mal zur Nahrungssuche ins Meer
aufbricht.

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Wie ferne Erden sich verraten

Aus einer Entfernung von vielen Lichtjahren betrachtet, waere unsere Erde
nur ein winziger blauer Lichtpunkt, versteckt im grellen Lichtschein
unserer Sonne. Wie liesse sich unterscheiden, ob es sich bei diesem
unscheinbaren Lichtpunkt um einen Planeten voller Leben oder um eine
oede, trockene Welt wie den Mars oder die Venus handelt? Auf diese Frage
- wichtig fuer die vielleicht schon in einigen Jahren moegliche
Beobachtung erdaehnlicher Planeten bei anderen Sternen - haben nun
amerikanische Astronomen eine neue und ueberraschende Antwort gefunden.

Wie die Forscher um Ed Turner von der Universitaet Princeton in der
aktuellen Ausgabe des Fachblatts Nature berichten, wuerde sich die Erde
durch starke Schwankungen ihrer Helligkeit verraten. Durch ihre Rotation
wuerden immer wieder andere Regionen der Erdoberflaeche in die
Blickrichtung des fernen Beobachters geraten - Ozeane, Wuesten, Waelder,
Wolkenfelder - die unterschiedlich stark das Sonnenlicht reflektieren. Um
bis zu 150 Prozent wuerde dadurch die Helligkeit des kleinen blauen
Lichtpunkts schwanken, haben Turner und seine Kollegen berechnet.

Planeten wie Venus und Mars dagegen wuerden wesentlich geringere
Schwankungen in ihrer Helligkeit zeigen. Bislang waren die Astronomen
davon ausgegangen, dass die Existenz von Wasser und Leben nur durch die -
schwierigere - Analyse des Spektrums des Planetenlichts nachweisbar
waere. Die Untersuchung von Turner und seinen Mitarbeitern zeigt nun,
dass sich bereits aus der Lichtkurve eine unerwartete Menge an
Informationen ueber ferne, erdaehnliche Planeten gewinnen liesse.

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Artensterben vor 250 Millionen Jahren durch Asteroideneinschlag

Das Artensterben vor 250 Millionen Jahren am Ende des Perm-Zeitalters
wurde offenbar doch durch den Einschlag eines grossen Asteroiden
ausgeloest. Das zeigen neue geochemische Untersuchungen von
Sedimentablagerungen in Suedchina, die in der Septemberausgabe des
Fachmagazins "Geology" veroeffentlich werden.

Am Ende des Perm-Zeitalters starben 70 Prozent der landbewohnenden
Spezies und 95 Prozent aller Meeresbewohner aus. Im Unterschied zum
Artensterben vor 65 Millionen Jahren, dem auch die Dinosaurier zum Opfer
fielen, schien die Krise vor 250 Millionen Jahren jedoch langsamer
abgelaufen zu sein. Die meisten Geologen und Palaeontologen hatten
deshalb lange Zeit Szenarios bevorzugt, bei denen langsame Aenderungen
des Klimas und Episoden verstaerkten Vulkanismus fuer das Artensterben
verantwortlich waren. 

In den vergangenen Jahren mehrten sich jedoch die Anzeichen dafuer, dass
das Artensterben doch rascher als zuvor vermutet abgelaufen sein koennte.
Ausserdem stiessen Forscher Anfang dieses Jahres in Gesteinsbrocken aus
dem Perm auf Spuren ausserirdischer Molekuele.

Kunio Kaiho von der Universitaet Tohoku und seine Mitarbeiter liefern nun
weitere Beweise dafuer, das doch der Einschlag eines Asteroiden das
Artensterben ausgeloest hat. In den Sedimentschichten stiessen die
Forscher auf zahlreiche Mineralien, die auf einen Einschlag hindeuten.
Kaiho vermutet, dass der Himmelskoerper in den Ozean einschlug. Dabei
wurden, so der Forscher, grosse Mengen an Schwefel aus dem Erdmantel
freigesetzt. Dieser Schwefel fuehrte zu saurem Regen und zu einer
Verringerung des Sauerstoffgehalts der Luft.
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Schnabelsaurier: Filtrieren statt Filetieren

Straussenaehnliche Dinosaurier waren keine aggressiven Jaeger, sondern
gruendelten wie Enten im Flachwasser nach Nahrung. Diese Auffassung
vertreten amerikanische und kanadische Palaeontologen. Sie hatten
ungewoehnlich gut erhaltene Ueberreste von geschnaebelten Sauriern
untersucht, in denen auch weiche Koerperstrukturen erhalten sind.

Die Fossilien waren in Kanada und in der Mongolei gefunden worden und
gehoeren zu zwei neuen Arten von Ornithomimiden, woertlich
"Vogelnachahmern". Bisher vermutete man, dass diese Tiere ihre Schnaebel
aehnlich wie Dolche einsetzten, um Beutetiere zu erlegen. Mark Norell vom
American Museum of Natural History und seine Kollegen entdeckten an den
Schnabelraendern der Saurier jedoch hornartige Lamellen, die denen von
Entenschnaebeln aehneln.

Wie die Forscher in "Nature" schreiben, seien die mehrere Millimeter
langen Lamellen gut mit Blutgefaessen und Nerven versorgt gewesen. Fuer
die Jagd auf groessere Tiere seien die filigranen Gebilde vermutlich
nicht geeignet gewesen. Viel wahrscheinlicher sei daher, dass die Saurier
damit kleine Algen und Schnecken aus flachen Gewaessern und Sedimenten
herausfilterten. Fuer diese entenaehnliche Lebensweise spreche auch, dass
die meisten Ornithomimiden in feuchten Umgebungen gelebt haetten.
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Astronomie und Raumfahrt: Rainer Kayser
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