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MorgenWelt HEUTE vom 31.8.2001
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1. SIMBA jagt am Suedhimmel
2. Nahrungszusatz hilft Herzpatienten
3. Deutscher Klimaschutz auch ohne Mauerfall erfolgreich
4. Computer-Maus beschleunigt mit Airbag-Technologie
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SIMBA jagt am Suedhimmel

Die Europaeische Suedsternwarte ESO in Chile hat an einem ihrer Teleskope
ein neues Instrument installiert. Es handelt sich um das erste Geraet auf
der Suedhalbkugel, das Bilder astronomischer Objekte im Bereich der
Millimeterwellen liefern kann. Dieser Bereich des elektromagnetischen
Spektrums liegt zwischen der infraroten Waermestrahlung und der
Radiostrahlung.

Die SIMBA (SEST IMaging Bolometer Array) getaufte Apparatur wurde an dem
Schwedischen Submillimeter-Teleskop SEST angebaut. SIMBA besteht aus 37
kleinen Hornantennen zum Empfang der Millimeter-Strahlung, die in einem
hexagonalen Raster untergebracht sind. Bei der Beobachtung werden die
Antennen rasch ueber einen kleinen Himmelsbereich geschwenkt, um Stueck
fuer Stueck ein Bild dieser Region aufzubauen. Das Geraet muss waehrend
der Beobachtung auf 0,3 Grad ueber dem absoluten Nullpunkt gekuehlt
werden, um Stoerungen durch Waermestrahlung zu vermeiden.

Mit SIMBA wollen die Astronomen kuenftig kuehle Staubscheiben um junge
Sterne beobachten, in denen vielleicht Planeten entstehen koennten.
Ausserdem wollen die Forscher das Geraet auf junge Galaxien am Rande des
sichtbaren Kosmos richten, um die Enstehungsprozesse dieser Sternsysteme
zu beobachten.

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Nahrungszusatz hilft Herzpatienten

Ein einfacher Ernaehrungszusatz hilft, Komplikationen nach einer
Herzoperation zu vermeiden. Das berichten niederlaendische Mediziner in
der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift "The Lancet". Durch eine
immunstimulierende Nahrungsergaenzung konnten sie die Haeufigkeit von
post-operativen Infektionen verringern und die Koerperfunktionen ihrer
Patienten verbessern.

Robert Tepaske von der Universitaet Amsterdam und seine Kollegen
untersuchten 50 Patienten, denen eine Bypass-Operation bevorstand. Die
Patienten waren entweder aelter als 70 Jahre oder wiesen eine verminderte
Herzfunktion auf. Alle Patienten bekamen eine standardisierte
Nahrungsergaenzung. Bei der Haelfte der Patienten enthielt diese jedoch
zusaetzlich die Aminosaeure Arginin, mehrfach ungesaettigte Fettsaeuren
sowie RNA aus Hefezellen.

Bei zwoelf Patienten aus der Kontrollgruppe traten nach der Bypass-
Operation Infektionen auf. In der Gruppe mit den zusaetzlichen
Naehrstoffen waren es dagegen nur vier Patienten. Entsprechend massen die
Mediziner bei den Patienten dieser Gruppe eine hoehere Aktivitaet des
Immunsystems. Zudem benoetigten diese Patienten weniger Transfusionen und
ihre Nieren arbeiteten besser.

Bei keinem Patient traten Nebenwirkungen der Nahrungsergaenzung auf,
schreiben die Forscher. "Die guenstigen Effekte sprechen fuer eine
Anwendung der immunstimulierenden Nahrungsergaenzung bei Risiko-
Patienten, die sich einer Herzoperation unterziehen muessen."

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Deutscher Klimaschutz auch ohne Mauerfall erfolgreich

In Deutschland sind die Treibhausgas-Emissionen in den vergangenen 10
Jahren um 18 Prozent gesunken. Damit gehoert Deutschland zu den wenigen
Industrienationen, die aus eigener Kraft die Vorgaben des Kyoto-
Protokolls erfuellen koennen. Das internationale Klimaschutzabkommen
schreibt vor, dass der globale Kohlendioxid-Ausstoss bis 2012 um 5
Prozent unter den Stand von 1990 gesenkt werden muss.

Eine neue Studie unter Federfuehrung der Fraunhofer Gesellschaft zeigt
jetzt, dass die Reduktion der deutschen Treibhausgas-Emissionen nur zur
Haelfte auf Umstrukturierungen in den neuen Bundeslaendern nach dem
Mauerfall zurueckzufuehren ist. Kritiker wie beispielsweise die US-
Regierung hatten behauptet, Deutschlands Erfolge im Klimaschutz laegen
hauptsaechlich in der Stillegung ostdeutscher Industrieanlagen
begruendet. Dieser Auffassung widersprechen die Wissenschaftler.

Vielmehr haetten gezielte politische Massnahmen entscheidend dazu
beigetragen, die Treibhausgase zu reduzieren. Vor allem strenge
Waermeschutzverordnungen, die Foerderung erneuerbarer Energien, die
Oekosteuer sowie freiwillige Selbstverpflichtungen der Industrie seien
fuer den geringeren Kohlendioxid-Ausstoss verantwortlich, betonen die
Forscher.

"Unsere Analysen zeigen, dass die in Kyoto vereinbarten Ziele zur
Verminderung der Treibhausgase durchaus erreichbar sind", fasst Harald
Bradke vom Fraunhofer Institut fuer Systemtechnik und
Innovationsforschung (ISI) in Karlsruhe die Ergebnisse der Studie
zusammen. "Energieeffiziente Verfahren und Prozesse sind ueberdies nicht
nur oekologisch sinnvoll, sondern auch oekonomisch aeusserst
interessant."
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Computer-Maus beschleunigt mit Airbag-Technologie

Vielleicht haben sie auch schon etliche Male die Kugel ihrer Computer-
Maus gereinigt. Trotzdem bewegt ihr mechanisches Haustier den Cursor nur
widerwillig an die gewuenschte Position auf dem Bilschirm. Jetzt haben
Wissenschaftler der Fraunhofer Technologie-Entwicklungsgruppe (TEG) in
Stuttgart eine neue Maus-Generation vorgestellt, deren Bewegungsfreiheit
nicht laenger von Staub und Schmutz beeintraechtigt wird.

Die neuartige Computer-Maus benoetigt keinen mechanischen oder optischen
Kontakt zur einer Unterlage mehr. Die Kunststofftierchen zeichnen
Bewegungen mit Beschleunigungssensoren auf, wie sie auch in Airbag-
Systemen zum Einsatz kommen.

Im Auto unterscheidet ein Beschleunigungssensor zwischen einer scharfen
Bremsung und einem Aufprall. So wird eine irrtuemliche Aktivierung des
Airbags verhindert. In der Maus registrieren die Beschleunigungssensoren
dagegen alle Bewegungen der Bedienerhand auf der Tischplatte oder sogar
im Raum. Mit einem speziellen Verfahren berechnet die Maus aus den
gemessenen Beschleunigungswerten ihre Position und teilt diese dem
Rechner mit.

"Dank ihrer vollstaendigen Kapselung kann die Maus selbst in staubiger
oder feuchter Umgeung eingesetzt werden", betont Jan Breitenbach, der
Leiter der Forschungsgruppe. Weil die neuatige Maus nur sehr wenig Strom
benoetigt, sei auch eine kabellose, batteriebetriebene Variante denkbar.
Die Entwickler wollen die Beschleunigungs-Maus schon bald auf den Markt
bringen.
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Astronomie und Raumfahrt: Rainer Kayser
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