Lieber Ulrich,
>Hmm, natuerlich will ich keinen Schrott kaufen. Ich denke aber auch,
>dass mittelpraechtige PR besser ist als gar keine. Und wenn ich mit
>nur die Low-Cost Loesung leisten kann, dann ist das (leider) meine
>einzige Moeglichkeit.
nach meiner Auffassung muss man hierbei zwischen einer
Low-Cost-Loesung und einer Billigloesung unterscheiden.
Nur nach dem Preis kann man das nicht bewerten.
Man sollte als Auftraggeber schon soviel von der Materie
verstehen, dass man seinem PR-Berater ungefaehre
Richtlinien aufzeigen kann, was er machen kann/soll.
Es spielt eigentlich weiter keine Rolle, ob sich
dabei um PR oder was sonst handelt. Immer dann, wenn
man von einer Materie nichts versteht, ist man meist
verraten und verkauft. Wobei man das natuerlich mit
Einschraenkungen sehen kann. Wenn man mit der LTU in
die Ferien fliegt, muss man vielleicht nicht unbedingt
wissen, wie man den Flieger hochbekommt.
Wenn man aber mit einem bestimmten Gebiet jeden Tag
befasst ist, sollte man sich unbedingt auch auf
geschaeftlichen Nebengebieten schlau machen. Zumindest
soweit, dass man beurteilen kann, was der Berater
macht.
>Ohne Verteiler? (um mal beim einfachsten anzufangen).
Verteiler kann man auch kaufen. Gott und die Welt
verschickt ueber OTS <http://www.ots.de> und es gibt
genuegend weitere Moeglichkeiten, die nicht die Welt
kosten. Fuer den Bereich Multimedia kann ich den
vom Hightext-Verlag empfehlen.
Natuerlich ersetzt das keinesfalls persoenliche Kontakte,
die man mit der Zeit aufbauen (und pflegen) sollte. Faengt
im Kleinen bei Lokalredakteuren an und hoert bei den
Fachjournalisten auf.
>Richtlinien hin und her. Der DMMV sagt auch: Keine Praesentation ohne
>Geld, aber da haelt sich niemand dran (ausser man hat eh genug zu tun
>und keine Lust auf den Kunden ;-) ).
ist nicht so ganz vergleichbar. Als PR-Berater hat man nur
eingeschraenkte Moeglichkeiten, zu beeinflussen, ob die
Sachen gedruckt werden. Es spielen zu viele Dinge eine Rolle,
auf die man keinerlei Einfluss hat.
>Das ganze war auch nur als Diskussionsgrundlage gedacht. Ich bin auf
>das Modell nicht festgenagelt. Aber auf 5.000 DM /Monat pauschal kann
>ich mich auch nicht einlassen.
Eine recht preiswerte Moeglichkeit, Presseinfos zu verbreiten,
ist ein "Fach" bei <http://www.press.de>. Kostet irgendwas um
DM 150,-- pro Monat. Soweit ich informiert bin, wird diese
Datenbank haeufiger abgefragt und findet sich auch in vielen
Websites - wie z. B. demnaechst bei *arche-media.net* :-) -
wieder. Du hast dann natuerlich immer noch das Problem, ob ein
Redakteur in Deinem Presseinfo eine Story sieht.
>hatte eine PR Agentur, die ein Schweinegeld gekostet hat, und der man
>die Pressemitteilungen diktieren musste, da sonst die einfachsten
>technischen Sachverhalte, voellig falsch in den Aether gegangen
Es duerfte der Normalfall sein, dass man von einer PR-Agentur
nicht erwarten kann, dass die Mitarbeiter die gleichen Kenntnisse
der Materie haben, wie Du.
Als passendes Beispiel faellt mir hierzu etwas aus meiner
allernaechsten Umgebung ein. In Simones Mini-Site gibt es
als "Demo" fuer etwas bestimmtes die animierte Grafik
eines Gaschromatographen (ein chemisches Analysegeraet)
<http://arche-media.net/sw/de/grundsaetze/klar.shtml>
Ich weiss nicht, ob Simone ein derartiges Geraet jemals
in der Realitaet gesehen hat. Spielt auch nicht die Rolle.
Ich habe solches schon einmal aus der Naehe gesehen und
mir fiel auf, dass bei der ersten Version irgendwas nicht
stimmte, d. h. es konnte so einfach nicht funktionieren.
Waere ich in dem Fall Kunde und wuerde daraus nun ableiten
wollen "die Frau hat keine Ahnung", waere das etwas *zu* weit
gegriffen. Man wuerde einfach zuviel erwarten.
Erwarten kann man solches vielleicht, wenn man als Grafiker,
PR-Mensch oder Texter NUR mit dieser Materie befasst ist.
D. h. wenn man vielleicht in der Werbe-/PR-Abteilung einer
solchen Firma arbeitet oder als Agentur jahrelang einen
derartigen Kunden betreut, sollte man sich vielleicht etwas
mehr in die Materie einarbeiten.
>> ad 2: Lust ist immer gut, auch bei der PR-Arbeit. Ansonsten: Vergi� es.
>> Oder w�rdest Du eine Medizinstudentin Deinen Blinddarm rausnehmen >
>>lassen?
>
>Der Vergleich hinkt (gewaltig).
Das glaube ich eher nicht
>> > Pressearbeit beginnt nicht mit dem Texten einer Meldung, sondern viel
>> > fr�her!
>
>Das verstehe ich ehrlich gesagt nicht.
Pressearbeit beginnt z. B. auch damit, dass man
als PR-Mensch "riecht", was eine Story ist bzw.
was man Redaktionen als Story anbieten koennte.
Es reduziert sich immer wieder auf die beiden
Punkte:
a) ist es News;
b) ist es eine Story.
Der Rest ist journalistisches Handwerk sowie die
Aufbereitung der Nachricht fuer die Distribution.
Im Onlinebereich ist die Aufbereitung aufwendiger
als Offline, dafuer sind die Distributionskosten
geringer.
>da wo ich den grossen Bedarf vermutet habe,
>hat sich noch keiner gemeldet ...
wo hast Du den denn gesehen?
Herzliche Gruesse
Klaus
--
________________Klaus Arnhold - NetPromotions_______________
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