> Das Thema (E-Mails mit "Multimedia"-Unterstuetzung) habe ich mit Werner
> schon in anderen Listen diskutiert, aber dieses Argument ist mir neu. Was
> bedeutet das jetzt genau? Frauen koennen nicht lesen?????????

Ich erinnere mich. Auch dort handelte es sich nicht um
unerw�nschte Email, sondern um die Frage, wie die Diskussion
innerhalb einer Liste effektiver gestaltet werden kann. Da dies
eine Liste von Museumsleuten ist, es also oft um visuelle Inhalt
geht, schien es mir sinnvolle, diese visuellen Argumente gleich
mitzuliefern. Wiederum: kein Multimedia, lediglich harmlose
Bildchen. Aber nat�rlich eine sehr emotionale Diskussion.

In meiner Jugend herrschte die Ideologie, M�nner und Frauen sein
gleich (bis auf unwesentliche anatomische Unterschiede). Das
Leben hat mich gelehrt, da� das Gegenteil der Fall ist, und kurz
nach Weihnachten hat Allan Gardyne, der
http://associateprograms.com betreibt und einen ausgezeichneten
w�chentlichen Newsletter herausgibt, ein neues Buch begeistert
beschrieben, das die neusten Erkenntnisse auf diesem Gebiet
zusammenfa�t (Allan & Barbara Pease, "Why men don't listen &
Women can't read maps", zu beziehen derzeit ausschlie�lich �ber
http://www.thewell.com.au).

F�r Allan waren besonders die Schl�sse, die sich in Bezug auf das
Marketing ergeben, interessant. Wenn Frauen und M�nner, wie dort
bereits in den einleitenden S�tzen formuliert wird, in
verschiedenen Welten leben, wird man auch von der Marketingseite
her verschiedene Ans�tze machen m�ssen. Aber f�r Praktiker ist
das kalter Kaffee. Schon immer wurde Werbung f�r Frauen anders
gestaltet als Werbung f�r M�nner. Bekanntlich wird dies auch dem
Laien u. a. in der Autowerbung deutlich.

Im Bezug auf mein Argument bedeutet das, da� Frauen auf die
HTML-Version vermutlich wesentlich besser reagieren als auf die
Text-Version. Dazu habe ich auf die beiden Beispiele verwiesen.
Ich habe kein Interesse daran, eine wissenschaftliche
Untersuchung �ber meine Hypothese durchzuf�hren. Allerdings h�tte
ich es begr��t, wenn die Leser (und Beantworter) meiner Zuschrift
sich die M�he gemacht h�tten, meine Hypothese anhand der
Beispiele selbst zu �berpr�fen und in Bezug auf diese Beispiele
zu argumentieren. Es ist so leicht, sich gegenseitig die
Vorurteile an den Kopf zu werfen, und es bringt so wenig voran.

> Ich denke, hier wird auch zuwenig Unterschied zwischen *abonnierten*
> Newslettern und sporadischen Ankuendigungen, z.B. in themenorientierten
> Listen gemacht. In dem einen Fall, weiss ich vor dem Abonnieren, was mich
> erwartet, im anderen Fall ist es einfach ein *ziemlich nerviges* Attachment.

Genau. Es mu� auch unterschieden werden zwischen
- unerw�nschten,
- unerw�nschten und n�tzlichen,
- unerw�nschten und �rgerlichen,
- unerw�nschten und kriminellen,
- erw�nschten (weil bestellten) und uninteressanten
- usw. Emails.

In diesem Falle ging es ausdr�cklich um Newsletters, die
ausschlie�lich per Abonnement zu beziehen sind. Es kommt zwar
h�ufig vor, da� die Abonnenten sich nicht erinnern, jemals
abonniert zu haben, aber diesem Vorwurf ist leicht zu begegnen,
in dem das Abonnementsschreiben als Beleg aufbewahrt wird.

Es geh�rt auch zum guten Stil eines Newsletters, griffbereit
Anleitungen zum abbestellen mitzuliefern. Insofern hat die
Spam-Diskussion hier nichts zu suchen. Wer aus welchen Gr�nden
auch immer keine HTML-Email empfangen will, soll
selbstverst�ndlich nicht dazu gezwungen werden. Wenn man auf
diese Leser nicht verzichten will, wird man entweder eine
Text-Version zus�tzlich produzieren oder aber die URL-Methode
anwenden.

In einer Liste kann man zwei Methoden nicht gleichzeitig anwenden
und beide Parteien zufriedenstellen, bei Newslettern ist dies
m�glich. Interessant finde ich, da� die Marketing-Fachleute (und
ich denke, da� die Mitglieder dieser Liste sich dazuz�hlen), die
Partei der HTML-Gegner ergreifen, wo doch jeder, der beide
Versionen anbietet, die Erfahrung macht, da� die HTML-Version bei
den Konsumenten (oder zumindest Abonnenten, die ja die
Konsumenten des Newsletters sind), bei weitem bevorzugt wird.

Ob ein Attachment nervig ist oder nicht, h�ngt sicher vom
Attachment ab. �blicherweise schicken Leute, die nervige Beitr�ge
liefern, auch nervige Attachments, w�hrend umgekehrt Leute, die
interessante Beitr�ge liefern, vermutlich auch interessante
Attachments zu bieten haben.

--
Sincerely,
Werner Stuerenburg, Germany

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