Hi

Singa.Pour schrieb:
> Die Quote hat den Nachteil, dass wenn sie eingeführt wird es immer eine 
> Gruppe geben wird, die sich dadurch im Nachteil sieht. Egal ob es in 
> Nationalität, Religion, Hautfarbe, Migrationshintergund, Abschluss, Alter 
> etc. handelt.
> Desweiteren sollte der*diejenige den Posten bekommen, der*die am Besten dafür 
> geeignet ist.

Ja mit der Quote schaffen wir es nur eine Art von Diskriminierung zu bekämpfen. 
Ich sehe aber nicht, dass die Quote andere Formen von Diskriminierung 
verstärken würde. Des Weiteren bin ich der Überzeugung, dass man* nicht einfach 
ein Instrument das gegen eine Art von Diskriminierung hilft einfach so abändern 
kann und es problemlos gegen andere Formen von Diskriminierung anwenden kann. 
Man* muss die Form der Diskriminierung unterscheiden und danach ein möglichst 
wirksames Instrument. 
Wir sind uns sicherlich einig, dass es sich bei nicht männlichen Menschen nicht 
um eine Minderheit handelt. Das heißt meiner Meinung nach, mensch kann nicht 
einfach die Quotierung auf andere Diskriminierung von Minderheiten übernehmen, 
ohne vorher darüber nach zu denken, ob eine Quotierung in diesem Fall sinnvoll 
und wirksam wäre.

> Die Formulierung ist schlecht. Es wird zwischen "männlich" und "Rest" 
> unterschieden. Somit wäre der Vorstand 50% männlich und die anderen 50% darf 
> sich der Rest der Geschlechter aufteilen.
> Meiner Meinung nach werden somit "nicht männliche" Menschen eher 
> benachteildigt.

Nein wären sie nicht. Die Satzung besagt: 

"2. Die gewählten Sprecher*innen sollen zur Hälfte aus sich nicht männlich 
identifizieren Personen bestehen. Falls nicht genügend nicht männlich 
identifizierende Kandidierende gewählt werden, können die sich nicht männlich 
identifizierenden Versammlungsteilnehmer*innen mit mehr gültigen Ja- wie 
Nein-Stimmen dazu entschließen, diese Plätze frei zu geben."

Es wird also eine Aussage über die Hälfte der Sprecher*innen getroffen. Die 
Hälfte der Sprecher*innen soll "nicht männlich" sein. Über die andere Hälfte 
wird keine Aussage getroffen, d.h. es ist nicht festgelegt in wie weit diese 
andere Hälfte der Sprecher*innen aus "männlichen" oder "nicht männlichen" 
Menschen besteht.

Grüße,
Basti


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