.ausgestrahlt – Gemeinsam gegen Atomenergie
Pressemitteilung

Hamburg, 25. März 2010


„Großmann lügt!“

RWE-Chef spricht von „absolut sicheren“ Atomkraftwerken


RWE-Chef Großmann hat sich in einem Brief an 40 Personen, die im Herbst
letzten Jahres einen öffentlichen Pro-Atom-Appell an die Bundesregierung
unterschrieben haben, in die aktuelle Atom-Debatte eingemischt. Darin
schreibt er, die sieben jetzt vom Netz genommenen AKW seien „absolut
sicher“. Dazu erklärt Jochen Stay, Sprecher der Anti-Atom-Organisation
.ausgestrahlt:

Großmann lügt! Er weiß genau, dass es in jedem Atomkraftwerk das
berühmt-berüchtigte Restrisiko gibt. Kühlsysteme haben Mängel, die
Notstromversorgung fällt immer mal wieder aus, das RWE-AKW Biblis ist
nicht gegen schwere Erdbeben im Oberrheingraben ausgelegt, hat keine
verbunkerte externe Notstandswarte und ist nicht gegen Flugzeugabstürze
gesichert. Eine absolute Sicherheit gibt es also bei Weitem nicht. Ganz
im Gegenteil. Wenn der RWE-Chef die Risiken so spektakulär ausblendet,
stellt sich die Frage, ob dem Konzern weiter die für den AKW-Betrieb
nach Atomgesetz notwendige Zuverlässigkeit bescheinigt werden kann.“

Weiter beschwört Großmann in dem Brief „massive Auswirkungen auf den
Wirtschaftsstandort Deutschland“ im Falle eines Atomausstiegs. Dazu
Stay: „Großmanns Aussage ist zynisch angesichts der aktuellen
Auswirkungen der Atomenergie-Nutzung auf den Wirtschaftsstandort Japan.
Nicht ohne AKWs gehen die Lichter aus, sondern – siehe Fukushima – mit
der Atomkraft. Eigentlich geht es dem RWE-Chef nur um den Aktienkurs
seines eigenen Unternehmens. Doch wer so konsequent auf eine
Hochrisikotechnologie setzt wie Großmann, muss sich nicht wundern, von
der Börse abgestraft zu werden, wenn sich der gesellschaftliche Wind
dreht und energiepolitische Vernunft einkehrt. Großmann hat sich
verzockt und jammert jetzt, weil ihm seine profitablen
Gelddruckmaschinen weggenommen werden sollen. Da hilft nur eins: Die
Verbraucher sollten sich schleunigst von RWE und seinen
Tochterunternehmen abwenden und zu einem Ökostrom-Anbieter wechseln.


Rückfragen an Jochen Stay, Tel. 0170-9358759
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