.ausgestrahlt – Gemeinsam gegen Atomenergie
Pressemitteilung
Hamburg, 15.April 2010
Atomausstieg noch nicht festgekopft
Kanzlerin bleibt nach Energiegipfel unverbindlich / Weitere
Massenproteste geplant
Zum Ergebnis des „Energiegipfels“ im Kanzleramt erklärt Jochen Stay,
Sprecher der Anti-Atom-Organisation .ausgestrahlt:
„Eines ist heute deutlich geworden: Die Bundesregierung hat sich noch
nicht festgelegt, wie viele Atomkraftwerke wirklich stillgelegt werden
sollen und wie lange die anderen Reaktoren noch weiter betrieben werden.
Das wird dazu führen, dass die Stromkonzerne und ihre Unterstützer in
den Regierungsfraktionen weiter Druck machen, damit aus der Katastrophe
von Fukushima möglichst wenig Konsequenzen gezogen werden.
Die atomkritische Bevölkerungsmehrheit kann sich nicht sicher sein, ob
ihre klare Forderung nach einem wirklichen Atomausstieg auch umfassend
umgesetzt wird. Deshalb ist es weiter nötig, in den nächsten Wochen auf
die Straße zu gehen. Wir rufen gemeinsam mit vielen anderen
Umweltverbänden und Anti-Atom-Initiativen dazu auf, am Ostermontag an
den Großdemonstrationen an zwölf Atom-Standorten im ganzen Bundesgebiet
teilzunehmen. Wir wollen der Kanzlerin deutlich machen: Jetzt hilft kein
Lavieren mehr, sondern nur noch die Stilllegung der Atomkraftwerke.
Die Andeutungen der Kanzlerin, jetzt neu über die ungelöste
Endlagerfrage nachzudenken, sind uns zu unverbindlich. Angesichts des
sich zuspitzenden Desasters des Atommülllagers im Salzstock Asse,
braucht es eine Abkehr vom ebenfalls für die langfristige Lagerung von
strahlenden Abfällen ungeeigneten Salzstock Gorleben.“
Rückfragen an Jochen Stay, Tel. 0170-9358759
http://www.ausgestrahlt.de
.ausgestrahlt ist eine bundesweite Anti-Atom-Organisation, die
AtomkraftgegnerInnen darin unterstützt, aus ihrer Haltung öffentlichen
Protest zu machen.
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