.ausgestrahlt – Gemeinsam gegen Atomenergie
Pressemitteilung

Hamburg, 18. Mai 2011


Deutsche Situation mit Japan vergleichbar

Behörden kennen Sicherheitsmängel und lassen AKW trotzdem in Betrieb


Zur Debatte nach der Veröffentlichung des Berichts der erklärt Jochen
Stay, Sprecher der Anti-Atom-Organisation .ausgestrahlt:

„Es ist schon absurd, dass das Deutsche Atomforum jetzt versucht, die
Ereignisse in Fukushima so hinzubiegen, als wäre es nur dem Versagen der
japanischen Behörden zuzuschreiben, was dort passiert ist – und es
dementsprechend hierzulande nicht passieren könne. Auch der Vorsitzende
der Reaktorsicherheitskommission (RSK), Rudolf Wieland erklärte gestern,
dass es sich mit dem Erdbeben und dem Tsunami in Fukushima um Ereignisse
gehandelt habe, die von den dortigen Sicherheitsbehörden ‚hätte
berücksichtigt werden müssen‘.

Gleichzeitig veröffentlicht die RSK aber ihren Bericht, indem zumindest
in den wenigen überprüften Bereichen genau beschrieben wird, welche
Sicherheitsdefizite alle deutschen Reaktoren haben. Wenn nun aber diese
AKW nicht sofort stillgelegt werden und dann irgendwann doch ein
vollbetanktes Großflugzeug auf Brokdorf oder Neckarwestheim 2 stürzt,
dann wird es wahrscheinlich auch heißen: ‚Das war doch vorher bekannt,
das hätte von den Behörden berücksichtigt werden müssen.‘

So gesehen haben wir in der Bundesrepublik exakt die gleiche Situation
wie in Japan: Den Behörden sind Sicherheitsmängel bekannt und trotzdem
werden die Atomkraftwerke nicht stillgelegt, sondern das Risiko wird,
zumindest bei den neueren Reaktoren, in Kauf genommen.“


Rückfragen an Jochen Stay, Tel. 0170-9358759
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.ausgestrahlt ist eine bundesweite Anti-Atom-Organisation, die
AtomkraftgegnerInnen darin unterstützt, aus ihrer Haltung öffentlichen
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