Trägerkreis Fukushima 2013
Gemeinsame Pressemitteilung vom 9. März 2013

Bundesweite Demonstrationen zum Fukushima-Jahrestag:
Insgesamt 28.000 fordern „Atomanlagen jetzt abschalten – Energiewende in
Bürgerhand“.

Grohnde/Gronau/Gundremmingen/Neckarwestheim: Unter dem Motto "Zwei Jahre
Fukushima: Atomanlagen abschalten!" haben am Wochenende anlässlich des
Jahrestags der Reaktorkatastrophe von Fukushima rund 28.000 Menschen an
vier Atom-Standorten  in Deutschland demonstriert.

Zu ihren Forderungen gehört, alle Atomkraftwerke jetzt abzuschalten und
nicht erst 2022, die Schließung der Uranfabriken Gronau (NRW) und Lingen
(Niedersachsen) sowie ein Ende der Blockadehaltung der Bundesregierung
gegenüber der Energiewende. Sie kritisierten die ungelöste Atommüllfrage
sowie den mangelhaften Katastrophenschutz an allen Atomanlagen.

An der Urananreicherungsanlage in Gronau demonstrierten etwa 1.200
Menschen, in Günzburg, nahe des AKW Gundremmingen versammelten sich 3.500
und am AKW Neckarwestheim 3.000 Demonstrantinnen und Demonstranten. An
einer Aktions- und Menschenkette im Abstand von 40 Kilometer rund um das
AKW Grohnde – einer Fläche in den Ausmaßen der Evakuierungszone um
Fukushima – beteiligten sich etwa 20.000 Menschen.

In Japan, Frankreich und vielen anderen Ländern fanden ähnliche
Kundgebungen statt, bei denen der Opfer der Atomkatastrophe gedacht und
eine Abkehr von der Atomenergie gefordert wurde.

Die Protestdemonstrationen sind nach Ansicht der Organisatoren ein
deutliches Signal an die Regierenden in Bund und Ländern, endlich die
notwendigen Konsequenzen aus der Fukushima-Katastrophe zu ziehen: Alle
Atomanlagen abschalten –  die Energiewende anpacken!

Kritisiert wurde auf den Kundgebungen der Weiterbetrieb von neun
Reaktoren, die immer älter und störanfälliger werden und für die
Stromversorgung nicht mehr notwendig sind. Die Uranfabriken produzieren
Brennstoff für alle Welt mit unbefristeter Betriebsgenehmigung.

Inakzeptabel sei auch die Abwartetaktik von Bundeskanzlerin Angela Merkel,
die es versäume, die Energiewende entscheidend voranzubringen. Die
sogenannten „Strompreis-Bremsversuche“ von Wirtschaftsminister Philipp
Rösler und Umweltminister Peter Altmaier und die Infragestellung des
Erneuerbare-Energien-Gesetzes gefährdeten den Erfolg der Energiewende.
Dieser sei entscheidend davon abhängig, wie Bürgerinnen und Landwirte,
Energiegenossenschaften und Kommunen beim Ausbau der erneuerbaren Energien
unterstützt würden.

Zu den Demonstrationen hatten regionale Bürgerinitiativen und die
Anti-Atom-Organisation .ausgestrahlt, die Arbeitsgemeinschaft Schacht
Konrad, Attac, der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND),
Campact, die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg, der
Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz, ROBIN WOOD, die NaturFreunde
Deutschlands sowie die Verbände IPPNW und contrAtom aufgerufen.

Pressekontakte:
http://anti-atom-demo.de/start/presse/pressekontakt


Weitere Informationen:
Grohnde, Anti-Atom-Kette:
http://www.grohnde-kampagne.de

Gronau, Demonstration:
http://www.fukushima-jahrestag.de

Gundremmingen (Demonstration in Günzburg):
http://www.atommuell-lager.de/index.php

Neckarwestheim, Demonstration in Kirchheim/Neckar:
http://www.endlich-abschalten.de/home.html

Bundesweiter Trägerkreis:
"Fukushima mahnt: Atomanlagen jetzt abschalten!":
http://anti-atom-demo.de


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Pressedienst von ausgestrahlt.de
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