.ausgestrahlt - gemeinsam gegen Atomenergie
Pressemitteilung

Hamburg, 29. Mai 2015


Atomstiftung: Wer haftet für Kostensteigerungen?

Atomkraftgegner fordern Sicherung der Atom-Rückstellungen der
Stromkonzerne, wollen diese aber nicht aus der Haftung für zukünftige
Kosten entlassen


Zu den Atomstiftungs-Vorschlägen von Werner Müller, Chef der
RAG-Stiftung und früherer Bundeswirtschaftsminister, erklärt Jochen
Stay, Sprecher der Anti-Atom-Organisation .ausgestrahlt:

„Natürlich ist es richtig, dass die Rückstellungen der Atomwirtschaft
möglichst schnell gesichert werden müssen, entweder in einer Stiftung
oder einem öffentlich-rechtlichen Fonds. Die Idee steht und fällt aber
mit der Frage, ob die AKW-Betreiber für zukünftige Kostensteigerungen
beim Abriss und der Atommüll-Lagerung weiter haften oder sich mit einer
einmaligen Zahlung freikaufen können.

Schon heute ist absehbar, dass die Folgekosten der Atomkraft deutlich
über den 38 Milliarden Euro Rückstellungen der Stromkonzerne liegen
werden. Eon, RWE und Co müssen auch diese zusätzlichen Kosten tragen und
dürfen sie nicht den Steuerzahlern aufbürden. Wer jahrzehntelang mit
Atomenergie Milliarden verdient hat, darf sich nicht auf halbem Wege aus
der Verantwortung stehlen.“


Rückfragen an
Jochen Stay, Tel.: 0170-9358759
http://www.ausgestrahlt.de

.ausgestrahlt ist eine bundesweite Anti-Atom-Organisation, die
AtomkraftgegnerInnen darin unterstützt, aus ihrer Haltung öffentlichen
Protest zu machen.

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