.ausgestrahlt - gemeinsam gegen Atomenergie
Pressemitteilung
Karlsruhe/Hamburg, 15.03.2016
Schadensersatz für AKW-Betrieb, nicht für AKW-Stilllegung!
Anti-Atom-Protest vor dem Bundesverfassungsgericht / Auch die acht noch
laufenden Reaktoren müssen endlich vom Netz
Zum Verhandlungsauftakt der Klagen der Atomkonzerne gegen die
Abschaltung von acht Reaktoren infolge des Super-GAU von Fukushima
protestieren AtomkraftgegnerInnen heute vor dem Bundesverfassungsgericht
in Karlsruhe (ab 9:15 Uhr). Dazu erklärt Armin Simon von der
Anti-Atom-Organisation .ausgestrahlt:
„Schaden entsteht nicht durch das Abschalten von Atomkraftwerken,
sondern durch ihren Betrieb. Eon, RWE und Vattenfall sind keine
Geschädigten, sondern Schadensverursacher: Ihre Reaktoren gefährden
Leben und Gesundheit von Millionen Menschen. Und sie produzieren jeden
Tag neuen Atommüll, der für Hunderttausende von Jahren sicher gelagert
werden muss.
Hunderttausende BürgerInnen und Bürger sind nach dem Super-GAU von
Fukushima auf die Straße gegangen und haben gefordert, endlich alle
Reaktoren abzuschalten. Das Aus für die acht Meiler, das Regierung und
Bundestag wenig später beschlossen haben, war ein erster und richtiger
Schritt. Er ging allerdings nicht weit genug. Denn der sogenannte
'Atomausstieg' ist bis heute ein halber Ausstieg geblieben. Selbst fünf
Jahre nach Fukushima sind noch immer acht Reaktoren am Netz und dürfen
laut Atomgesetz auch noch viele Jahre laufen. Der Konflikt um die
Atomkraft ist noch lange nicht beendet.
Dieselben AKW-Betreiber, die heute vor dem Verfassungsgericht auf
Schadensersatz klagen, wälzen das Schadensrisiko für den Fall eines
schweren Atomunfalls seit Jahrzehnten auf die Bevölkerung ab. Erst vor
wenigen Tagen haben sie zudem kundgetan, auch für ihren Atommüll nicht
zahlen zu wollen. Die Regierung sollte sich von ihnen nicht länger an
der Nase herumführen lassen und endlich Konsequenzen ziehen: Sie sollte
die weitere Produktion von Atommüll stoppen und das Atom-Risiko beenden,
das heißt allen noch laufenden Atomkraftwerken die Betriebsgenehmigung
endlich entziehen – bevor der Schaden noch größer wird.“
Rückfragen an: Armin Simon, Tel. 0163 8832446,
oder persönlich bei den Protesten vor dem Bundesverfassungsgericht in
Karlsruhe, ab 9:15 Uhr
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