.ausgestrahlt - gemeinsam gegen Atomenergie
Pressemitteilung

Hamburg, 8. März 2018


Schacht Konrad: Inbetriebnahme nicht verschieben, sondern aufgeben

Atommüll in alten Bergwerken zu lagern, ist längst nicht mehr Stand der
Wissenschaft


Zur Verschiebung der Fertigstellung des Lagers für schwach- und
mittelradioaktiven Atommüll im Schacht Konrad erklärt Jochen Stay,
Sprecher der Anti-Atom-Organisation .ausgestrahlt:

„In Schacht Konrad macht die Bundesregierung den gleichen Fehler wie in
der Asse: Ohne vergleichendes Auswahlverfahren wurde ein altes Bergwerk
als Atommüll-Lager auserkoren, obwohl an seiner Eignung größte Zweifel
bestehen. Nun rächt sich dieses Vorgehen, denn die Probleme beim Ausbau
sind immens. Schon heute dringt in das Bergwerk täglich mehr Wasser ein
als in die Asse. Die Sanierung der alten Schächte wirft ständig neue
Probleme auf.

Es ist längst Stand von Wissenschaft und Technik, keine alten Bergwerke
zur Atommüll-Lagerung zu verwenden und einen Standort in einem
wissenschaftlichen Vergleich zu ermitteln. Beides ist in Schacht Konrad
nie geschehen. Deshalb muss dieser Standort endlich aufgegeben werden,
bevor dort trotz Sicherheitsbedenken strahlende Abfälle eingelagert
werden. Irgendetwas müssen die Verantwortlichen doch aus dem
Asse-Desaster gelernt haben.

Die erneute Verschiebung der Inbetriebnahme von Schacht Konrad wirft
auch ein Licht auf den völlig unrealistischen Zeitplan der Standortsuche
für den hochradioaktiven Atommüll. Nach Standortauswahlgesetz soll der
Ort für die dauerhafte Lagerung der stark strahlenden Abfälle bis 2031
gefunden werden. Die ganze Fachwelt ist sich einig, dass dieses Datum
nicht zu halten ist. Trotzdem steht im neuen Koalitionsvertrag: ‚An dem
gesetzlich festgelegten Ziel, bis 2031 den Standort für ein Endlager
festzulegen, halten wir fest.‘ Solche unhaltbaren Festlegungen schüren
den Vertrauensverlust in die Politik.“


Rückfragen an
Jochen Stay
Sprecher von .ausgestrahlt
Tel.: 0170-9358759


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Atomkraftgegner*innen darin unterstützt, aus ihrer Haltung öffentlichen
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