.ausgestrahlt - gemeinsam gegen Atomenergie
Pressemitteilung

Hamburg, 12. März 2018


Innogy-Zerschlagung ist gleichzeitig Atomkosten-Desaster

RWE hat die Politik bei den Atom-Folgekosten ausgetrickst. Zahlen muss
die Allgemeinheit.


Zur Zerschlagung von Innogy erklärt Jochen Stay, Sprecher der
Anti-Atom-Organisation .ausgestrahlt:

„Die Geschichte von Innogy ist ein Desaster für die Atommüll-Politik der
Bundesregierung. Vor zwei Jahren, als es um die Finanzierung der
Folgekosten der Atomkraft ging, hieß es immer, RWE könne nur begrenzt
haften, da der Konzern sonst pleitegehen würde. Damals haben wir der
Atomfinanz-Kommission vorgeschlagen, Teile von RWE an andere
Energieversorger zu verkaufen, um mehr Geld für die Atommüll-Lagerung
bereithalten zu können. Das wurde als nicht durchführbar abgelehnt.

Jetzt, etwa ein Jahr nachdem sich RWE mit einer geringen Einmalzahlung
aus der Atom-Haftung freigekauft hat, werden große Teile der
Konzerntochter Innogy verkauft. Doch das Geld kommt nicht dem
Atommüll-Fonds zugute, sondern den Anteilseignern des Unternehmens.

Mir wird alleine schon davon ganz schlecht, wenn ich mir vorstelle, was
die gigantische Werbekampagne verschlungen hat, um den Markennamen
Innogy bekannt zu machen, der jetzt aller Voraussicht nach sang- und
klanglos wieder verschwinden wird. Dieses Geld wäre im Atommüll-Fonds
besser angelegt gewesen.

Wenn sich dann in einigen Jahren oder Jahrzehnten herausstellt, dass die
Atommüll-Lagerung doch deutlich teurer wird und das Geld im Fonds nicht
ausreicht, muss die Allgemeinheit haften und nicht mehr die Verursacher
des strahlenden Erbes. Die Bundesregierung hat extrem schlecht
verhandelt. Nutznießer sind die Stromkonzerne und ihre Anteilseigner.“


Rückfragen an
Jochen Stay
Sprecher von .ausgestrahlt
Tel.: 0170-9358759


.ausgestrahlt ist eine bundesweite Anti-Atom-Organisation, die
Atomkraftgegner*innen darin unterstützt, aus ihrer Haltung öffentlichen
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