Religi�ser Z�ndstoff  

    Die kritische Auseinandersetzung mit dem Koran und ihre Folgen  

    Osamas Propagandisten motivieren ihre Selbstmordkommandos mit 
dem
    Koran. Doch f�r die M�rtyrer gibt es schlechte Neuigkeiten: Im
    Paradies warten keine gro��ugigen Jungfrauen, sondern nur wei�e
    Weintrauben - so die neueste Koraninterpretation des
    Islamforschers Christoph Luxenberg.  


    Das Gespr�ch mit Navid Kermani  

    "Gerade im Hinblick auf die im Kampf Gefallenen, die M�rtyrer,
    hei�t es immer wieder, sie werden bei ihrem Herren G�rten haben,
    durch deren Niederungen Fl�sse flie�en, aber niemals
    Paradiesjungfrauen", meint Luxenberg. Es sind gef�hrliche
    Erkenntnisse, die der Islamforscher gewonnen hat. Aus Angst vor
    Gewalt islamischer Fundamentalisten schreibt er deshalb unter
    Pseudonym. Sein Buch "Die Syro-Aram�ische Lesart des Koran" sorgt
    f�r Z�ndstoff. 

    Eine der darin ver�ffentlichten These ist, dass der Koran
    erheblich st�rker vom Christentum beeinflusst ist als bisher
    angenommen wurde. Der Philologe und Koranexperte stellt fest, dass
    die Koransprache nicht mit der sp�teren arabischen Sprache
    identisch ist, was im Lauf der Geschichte zu Fehlinterpretationen
    gef�hrt hat. F�r viele muslimische Geistliche sind Luxenbergs
    Thesen ein Frevel. Ihnen gilt der Koran als direktes Wort Gottes -
    Allah pers�nlich habe gewisserma�en arabisch gesprochen.
    Historisch-kritische Interpretation verbieten sich f�r sie. Eine
    aufkl�rerische Kritik der Heiligen Schrift steckt in der
    Islamforschung daher noch in den Kinderschuhen. 


    Forschung in einem religi�sen Minenfeld 


    Professor Karl-Heinz Ohlig von der Universit�t Saarbr�cken  

    Eine der besten deutschen Adressen f�r Koran-Exegese ist die
    Universit�t Saarbr�cken. Doch auch hier wird religi�se Forschung
    zum Minenfeld, wenn die "falschen" Fragen gestellt werden. "Einmal
    ist es ein sehr starkes Tabu, bestimmte Dinge historisch-kritisch
    zu befragen, zum Beispiel ob der Koran �berhaupt auf Mohammed
    zur�ckgeht, oder ob nicht doch sehr viele christliche, j�dische
    Traditionen eingeflossen sind", erkl�rt Karl-Heinz Ohlig,
    Religionswissenschaftler an der Universit�t Saarbr�cken. Doch
    gerade hier, bei den Wurzeln der Sprache des Koran, setzt
    Luxenberg an. Seine philologische Analyse hat ergeben, dass
    diverse Koranverse sprachlich einen aram�isch-syrischen Ursprung
    haben. Diese Erkenntnis entspricht einer Absage an Dogmatiker, die
    nicht-arabische Elemente am liebsten aus dem heiligen Buch der
    Muslime verbannen w�rden. 

    Der Islamwissenschaftler Ralph Ghadban kennt Luxenbergs Studien
    genau und best�tigt, was bisher als Tabu galt: Der Koran hat
    erkennbare christliche Wurzeln. "Was hier totgeschwiegen wird,
    ist, dass der Islam im Grunde genommen eine j�disch-christliche
    Sekte ist, deren Anliegen eine �bersetzung der Bibel ins Arabische
    ist, um den Monotheismus unter den Arabern zu verbreiten. Damit
    wird die ganze islamische Religion in Frage gestellt", erkl�rt
    Ghadban.  

    Weltreligion zwischen Mystik und Moderne 


    Der Theologe 

    Abu Zaid  

    Luxenberg betreibt, wie er sagt, reine Sprachanalyse. Wenn diese
    Sprachanalyse ergebe, dass bestimmte Texte christlich zu verstehen
    sind, stehe nicht die Absicht dahinter, aus den Muslimen Christen
    zu machen, sondern sei Beleg f�r die urspr�ngliche N�he von
    Christen und Muslimen. Bereits im 9. Jahrhundert forderten
    Gelehrte eine textkritische Interpretation der Suren. Im Laufe der
    Jahrhunderte setzten sich dann aber die Hardliner durch und die
    Schrift wurde zum Dogma. 

    Dagegen stellt sich heute der f�hrende liberale Theologe Abu
    Zaid, der fordert, den Koran im Kontext seiner Entstehung zu
    analysieren. Denn es seien die Gl�ubigen, die dem Text Bedeutung
    verleihen. In seiner Heimat wurde Zaid f�r seine �u�erungen als
    Ketzer diffamiert, aus der muslimischen Gemeinde ausgeschlossen
    und zwangsgeschieden. Religion aber lebt von der zeitgem��en
    Interpration ihrer Gl�ubigen und nicht vom Dogmatismus
    vordemokratischer Zeiten. 

    �ber die Chancen und Schwierigkeiten einer kritischen
    Auseinadnersetzung mit dem Koran spricht Kulturzeit mit dem
    Islamexperten Navid Kermani vom Wissenschaftskolleg Berlin.  


    Die Syro-Aram�ische Lesart des Koran. Ein Beitrag zur
    Entschl�sselung der Koransprache  von Christoph Luxenberg
    Schiler, 2000 ISBN 3446202617 � 29,70 


   18.02.2003 
Kulturzeit  







------------------------ Yahoo! Groups Sponsor
--------------------~--> Yahoo! Domains - Claim yours for only $14.70
http://us.click.yahoo.com/Z1wmxD/DREIAA/yQLSAA/KlSolB/TM
--------------------------------------------------------------------~-
> 


Yahoo! Groups Links






------------------------ Yahoo! Groups Sponsor --------------------~--> 
What would our lives be like without music, dance, and theater?
Donate or volunteer in the arts today at Network for Good!
http://us.click.yahoo.com/pkgkPB/SOnJAA/Zx0JAA/uTGrlB/TM
--------------------------------------------------------------------~-> 

Post message: [EMAIL PROTECTED]
Subscribe   :  [EMAIL PROTECTED]
Unsubscribe :  [EMAIL PROTECTED]
List owner  :  [EMAIL PROTECTED]
Homepage    :  http://proletar.8m.com/ 
Yahoo! Groups Links

<*> To visit your group on the web, go to:
    http://groups.yahoo.com/group/proletar/

<*> To unsubscribe from this group, send an email to:
    [EMAIL PROTECTED]

<*> Your use of Yahoo! Groups is subject to:
    http://docs.yahoo.com/info/terms/
 



Kirim email ke