der Künste ist immer noch Siegfried
Andreas Broeckmann schrieb:
Otto E. Roessler
Physik und Religion
15. Juli 2010 18 Uhr
In Situationen der Unübersichtlichkeit und Turbulenz sind Denker von
unschätzbarem Wert, die uns beim Navigieren durch unsichere und
mitunter gefahrvolle Gefielde helfen. Nicht etwa, indem sie
vortäuschen, einen vollständigen Überblick zu besitzen; der ist nur
dem Vermessenen möglich. Sondern indem sie wie Seismographen im
Gegenwärtigen und im Hinblick auf das (Un)Mögliche in der Zukunft
wirken, Spuren zu entdecken in der Lage sind, die wir normalerweise
nicht registrieren, oder die wir auf Anhieb nicht entziffern können.
Mit Hilfe von Wissenschaft und Technik kann die Welt nicht nur weit
effektiver zerstört oder besser erlitten werden. Roessler gibt uns
eine Idee davon, dass sie dadurch auch veränderbar ist: wenn schon
nicht hin zu einem paradiesischen Zustand, so doch zumindest in
Richtung einer intellektuellen Lebenspraxis, in der die Vorstellung
vom Paradies als Antriebskraft stark bleibt.
Der Erfinder der Endo-Physik, Mediziner, Bio-Chemiker, Psychologe aus
Tübingen, Prof. Dr. Otto E. Roessler, schließt mit uns am 15. Juli das
Sommersemester an der Universität der Künste Berlin ab. Moderiert wird
die Veranstaltung von Siegfried Zielinski.
Haus Salomon, Aula, Grunewaldstr 2-5, Berlin Schöneberg
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