vielleicht symptomatisch, dass Inke Arns uns eine weibliche Genossin vorhält, die ihre Präsenz so verschlüsselt und abstrahiert, eine Rolle spielt aber unfassbar bleibt hinter der medial gestalteten Fassade. Es ist und bleibt ein Symptom, was da in diesem Jahr auf der Transmediale passiert ist: die Abwesenheit weiblicher Kunst- Äusserungen, ein Symptom der Verantwortlichen. Sicher kann man sich selbst sagen, das das "korrekt" ist, was man gemacht hat, auch ist Euch sicher der gute Wille und die ernste Absicht zuzugestehen. Aber es ist eben deutlich geworden, an diesem so leicht zu identifizierenden Tatbestand der geschlechtlich einseitigen Auswahl, dass Eure Auswahl eben nur eine sehr persönliche und sehr perspektivische ist. Und mit dem Anspruch der Transmediale ist dies einfach nicht übereinzubringen und sollte die Verantwortlichen dazu anregen, über ihren selbstgewählten Tellerand zu schauen. Sonst schauen wir aus Langeweile irgendwann nicht mehr hin.
Ursula Damm
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