kein schloss!!!


> Kein Schloss in meinem Namen!> > Nach der Entscheidung im 
> Architekturwettbewerb für den Wiederaufbau> Berliner Schloss/ Bau des 
> Humboldtforums droht eine baldige> Realisierung des Vorhabens. Doch dieses 
> zur "Identitätsstiftung"> geplante Vorhaben rief seit Anbeginn heftigen 
> Widerspruch hervor.> Im Namen von Geschichte wird Geschichte zerstört und 
> verdrängt. Das> Nutzungskonzept ist nicht tragfähig. Die Öffentlichkeit wird 
> immer> wieder aufs neue über Zeitplan, Kosten, Finanzierung und Anderes> 
> belogen und getäuscht, um das umstritten Vorhaben einer berechtigten> Kritik 
> zu entziehen.> > Wir wollen unser Nichteinverständnis artikulieren. Machen 
> Sie mit bei> www.kein-schloss-in-meinem-namen.de> > Untenstehend die 
> Begründung, weitere Informationen zum Thema unter> www.schlossdebatte.de> > 
> -----------------------------------------------------------------> Kein 
> Schloss in meinem Namen> > Die Bebauung des Berliner Schlossplatzes ist das 
> wichtigste> Kulturprojekt und größte staatliche Bauvorhaben in Deutschland 
> für> Jahrzehnte. Nach Ansicht der Initiatoren soll der Bau im Herzen der> 
> Hauptstadt identitätsstiftend für das wiedervereinte Berlin und> Deutschland 
> sein. Allerdings rief das Vorhaben seit Anbeginn einen> gesellschaftlichen 
> Dissens hervor.> > Der im internationalen Wettbewerb gekürte Entwurf zur 
> Wiedererrichtung> des Berliner Schloss von Francesco Stella setzt die 
> politischen> Beschlüsse des Bundestages und der Bundesregierung konsequent 
> um. Er> überträgt die Ausschreibung mit all ihren konzeptuellen Problemen> 
> kritiklos in eine Architektur von nüchterner Serialität ohne Raffinesse> und 
> Poesie.> > Wir erklären uns mit dem Schlossnachbau nicht einverstanden, weil 
> er> ein Bild von Geschichte und Gegenwart Deutschlands verkörpert, dass> wir 
> nicht teilen. Die Wiedererrichtung des Hohenzollernschlosses in> 
> idealisierter Form verdängt die Spuren deutscher Geschichte. Es ist> eine 
> Vergessensmaschine: Die wechselreiche, fast 600-jährige Bau- und> 
> Gesellschaftsgeschichte wird auf einen scheinbar zeitlosen> Idealbaukörper 
> reduziert, der alle Verwerfungen und Wandel deutscher> Geschichte verdrängt 
> und nach der erneuten Tabula-Rasa die Fiktion> einer intakten Tradition zur 
> Schau stellt. Die Spuren des 20.> Jahrhunderts werden an diesem für die 
> deutsche Geschichte so> repräsentativen Ort ausgelöscht, um an eine 
> vermeintlich heile Welt> davor nahtlos anzuknüpfen.> > Wir erklären uns mit 
> dem Schlossnachbau nicht einverstanden, weil> er sich von der Stadt abwendet. 
> Das Schloss war einst nicht als> öffentlicher Bau konzipiert. Die 
> geschlossene Fassade gewährt keine> Einblicke, nur über die fünf Portale kann 
> man das introvertierte Innere> betreten. Es gibt keine Geste der Öffnung wie 
> etwa bei Schinkels Altem> Museum mit Loggia und Freitreppe oder bei der 
> Staatsoper mit dem Foyer,> das sich zum Bürgersteig öffnet.> > Wir erklären 
> uns mit dem Schlossnachbau nicht einverstanden, weil> das Nutzungskonzept uns 
> nicht überzeugt. Das Nutzungskonzept des> Humboldt-Forums entstand, um die 
> Schlossfassade zu legitimieren,> indem man sich auf die Kunstkammern des 
> alten Schlosses berief.> Seit Projektbeginn wurde die Nutzfläche halbiert, 
> ohne dass die> Ursprungsidee weiterentwickelt wurde. Die Landesbibliothek 
> wird auf> vier Standorte zerstückelt, an statt an einem Ort vereint zu 
> werden.> Die ethnologische Sammlung soll ihrer europäischen Abteilung 
> beraubt> werden, die in Dahlem verbleibt. Inzwischen ist das Humboldt-Forum 
> zu> einem austauschbaren Platzhalter verkommen und die Stimmen mehren sich,> 
> die es durch die Gemäldegalerie ersetzen wollen. Doch damit würde ein> leeres 
> Versprechen von staatsmännischer Biederkeit abgelöst, womit das> Vorhaben 
> seines letzten innovativen Potenzials beraubt würde.> > Wir erklären uns mit 
> dem Schlossnachbau nicht einverstanden, weil wir> den Prozess seiner 
> Durchsetzung kritisieren. Seit der Konzeption des> Projektes im Jahr 2001 
> wurde die Öffentlichkeit über zentrale Fragen> von den Verantwortlichen 
> wiederholt getäuscht, um somit das Vorhaben> einer berechtigten Kritik zu 
> entziehen. Die Fehlinformation betrafen> Fragen der Nutzung, der Kosten und 
> Finanzierung, des Baubeginns und> der Bauzeit. Der Zweck heiligte die Mittel, 
> eine faire argumentative> Auseinandersetzung war ebenso wenig gewünscht wie 
> ein Wettstreit der> Ideen. Beim Architekturwettbewerb brachte man den Mut 
> nicht auf, sich> der Konkurrenz alternativer Herangehensweisen zu stellen. 
> Selbst der> fast gleichrangig zum ersten Preis dotierte Sonderpreis wird 
> entgegen> dem Juryvotum vom Auslober gezielt in den Hintergrund gedrängt.> > 
> Mit dem eingeschlagenen Weg wird eine historische Chance der Gestaltung> 
> dieses einmaligen Ortes vertan. Das Projekt verbaut den Blick auf die> 
> Vergangenheit wie auf die Zukunft.> > Wenn Sie auch Ihren Dissenz 
> artikulieren wollen, beteiligen Sie sich> unter: 
> www.kein-schloss-in-meinem-namen.de> > Kontakt: 
> [email protected]> 

Explore the seven wonders of the world Learn more!
_________________________________________________________________
Connect to the next generation of MSN Messenger 
http://imagine-msn.com/messenger/launch80/default.aspx?locale=en-us&source=wlmailtagline--
rohrpost - deutschsprachige Liste zur Kultur digitaler Medien und Netze
Archiv: http://www.nettime.org/rohrpost 
http://post.openoffice.de/pipermail/rohrpost/
Ent/Subskribieren: http://post.openoffice.de/cgi-bin/mailman/listinfo/rohrpost/

Antwort per Email an