Am 29.06.2007 um 12:36 schrieb Daniel Weinand:

Na ja. Ist klar dass es immer Leute gibt die irgendwas schlecht machen wollen, oder müssen. Kann natürlich sein dass ein Sicherheitsrisiko besteht. Aber dieses Risiko besteht immer und
überall im Internet sobald es um sensible Daten geht.
Wenn man damit ein Problem hat soll man in den Laden gehen und bar bezahleb. Die Interbanking Portale der Banken bieten ja im Prinzip keinen anderen Dienst an. Auch eine Webseite
auf der die Daten eingegeben werden müssen.

Ich habe mir eben mal die Texte auf der Seite durchgelesen. Was diese Sofortüberweisungs-Leute machen zeugt meiner Meinung nach nicht von hohem Sicherheitsverständnis. Die bieten genau das, was jeder Phisher auch machen würde: Eingeben von PIN/TAN-Daten in Webformulare mit Ursprung != Bank.

Das mag technisch alles einwandfrei zu funktionieren, das Problem sind hier - wie meistens - die unbedarften Benutzer. Banken arbeiten sehr hart daran, Ihren Usern einzutrichtern "Gib deine PIN und TAN" nur bei UNS ein und wirklich nur bei UNS.

Kann mir auch nicht vorstellen dass eine AG leichtsinnig an sowas rangeht. Man mag sich täuschen, aber solange nur ein paar Leute Mutmassungen in den Raum stellen um zu zeigen wie weit sie in ihrem Blog vorausdenken können, ohne dass irgendwas negatives passiert ist, find ich solche Lösungen erstmal gut.


Ich finde es eher kritisch. Sicherheitsdenken bei Leuten, die nicht viel mit Technik zu tun haben ist meiner Erfahrung nach meist gar nicht Vorhanden. Es gibt dann 2 Reaktionen:
a) Angst. Lieber gar nix benutzen, ist ja alles gefährlich
b) Gleichgültigkeit. "Wird schon klappen. "

b) geht so lange gut, bis die ersten 1000 EUR weg sind und dann geht das Gejaule los...

Die Regel "Gib deine Daten nur bei deiner Bankseite ein" ist relativ einfach und immer noch schwer genug für Leute, die sich nicht so auskennen (SSL Cert prfüfen? Die meinsten klicken eh alle Warnungen mit "OK, passt schon" weg. URL auf www.bankname.de und nicht bankname.phishingseite.ru prüfen? "Da steht ja der Name -> "passt")

Kreditkarten sind in DE leider nicht sehr verbreitet, das Sicherheitssystem funktioniert da nämlich relativ gut, wenn man genau weiß, wo der Knackpunkt liegt. Es geht nämlich nur in begrenzten Rahmen darum, zu verhindern zu prüfen, ob die Transaktion selbst authorisiert ist, wenn sie ausgeführt wird. Vielmehr muss der Kunde bei seiner Abrechnung prüfen, ob alles ok war. Wenn nicht, beschwert man sich und bekommt sein Geld zurück. Man akzeptiert quasi erst durch anerkennen der Abrechnung die Transaktionen. Ich weiß nicht ob das offiziell so kommuniziert wird, aber im Grunde läuft das so ab (habs selbst schon mal erlebt). Das System funktioniert auch erstaunlich gut...

Wenn hingegen eine PIN/TAN Transaktion abgelaufen ist, ist es deutlich schwerer das rückgängig zu machen. (Oder hat jemand da andere Erfahrungen gemacht?)

Soviel zum Thema Geldtransaktionen von mir.... ist schon OT irgendwie, aber andererseits muss das Geld ja auch irgendie bewegt werden - mit Rails natürlich.


Gruß,
Hendrik




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