Hallo Jürgen,
tja, das mit der XML-Geschichte ist nach wie vor eklig: Ich kenn da
hauptsächlich java-basierte Lösung, und vielleicht kann euer java-
guru ja was Hübsches mit jruby zaubern (benutzt eigentlich jemand
jruby?! und deployed auf tomcat oder jboss?) :
- jackrabbit(http://jackrabbit.apache.org/): basiert auf einem
Standard für Content-Management-Systeme(JSR 170) und hat ganz
vernünftige Unterstützung für den kontrollierten Import, Speicherung
und Querying von XML: Du kannst von überallher (sogar halbwegs
performant) mit XPath auf das XML zugreifen, Versionierung,
Zugriffsrechte, Indizierung/Suche sind mit eingebaut. Es ist kein
vollständiges CMS, mehr ein Bausatz, mit dem man ein CMS bauen kann:
ich bin seinerzeit davpn abgekommen, weil wir das XML-Thema (ein
ganzes Buch als XML...) erstmal nach hinten gestellt haben und das
für einfache Seiten etwas überdimensioniert ist. Aber wenn genügend
Leute zusammenkommen, die sich für ein Ruby-Binding zu jsr-170
interessieren, dann fänd ich das extrem sexy.
- Tamino hat inzwischen einen Ruby-Adapter: http://entwickler.de/
zonen/portale/psecom,id,101,online,1231,p,0.html (aber ob der auch
gut funktioniert?! Ich hab nur vom Hörensagen sehr Gemischtes über
Tamino gehört, funktioniert wohl grundsätzlich, ist aber nicht ganz
einfach.)
- eXist(http://exist.sourceforge.net/) ist klein und smart, hab aber
keine Ahnung, ob das wirklich skaliert.
- die XML-Apis von Oracle fand ich eigentlich nicht doof: Aber da
muss man sich immer entscheiden, ob man das Schema explizit macht und
dann auch drauf zugreifen/querys schreiben kann oder ob man das als
Clob abspeichert und dann nur noch wenig Möglichkeiten hat (aber
dafür auch viel weniger Arbeit) - aber ohne proprietär zu werden geht
bei Oracle und XML nix (dafür ist es dann aber auch wirklich schnell.
Das sind zumindest die Sachen, die mir spontan dazu einfallen,
vielleicht ist ja was dabei...
Am 08.08.2007 um 16:18 schrieb Jürgen Barthel:
Hallo Stefan,
Das fand ich an deiner Mail auch spannend: Es scheint, als gibt es
da zwei Gruppen in der Rails-Gemeinde
Stimmt. Wobei mein XML-Guru von der Javaseite kommt (Weinheim
übrigens, fast ein Vorort von Dir)
ja, xml können wir java-leute, und sei's auch nur vom jahrelangen
Deployment-Deskriptoren schreiben....
Worauf ich gespannt bin: Wir sind ein "buntes Team" (was ja für
Erfolg wichtig ist):
> Linuxguru (Bad Vilbel)
> Medieninformatikerin (Leipzig)
> XML/Java-Entwickler (Weinheim)
> PHP-Entwickler (Hamburg)
> Travel-IT-Guru (ich, Hamburg)
Ich bin gespannt, ob und wie wir "intern" mit den unterschiedlichen
Hintergründen mit Ruby on Rails zurecht kommen und ob das für uns
eine gemeinsame Basis werden kann. Auch bin ich gespannt, wie sich
für mich ganz persönlich und für uns als "Unternehmen" im Umfeld
von Ruby on Rails die Zusammenarbeit in den User Groups und Foren
entwickelt.
ich empfinde momentan die "Gängelung" von Rails sehr angenehm: Für
beinah alles gibt es erstmal schon mal einen Standardweg, wie man's
macht. Wenn man's verdrehen will, hat man dazu die Möglichkeit, aber
im Grunde sehen Anwendungen alle ziemlich gleich aus . Das ist schon
mal gut, gerade wenn man mit vielen verschiedenen Leuten zusammen
arbeitet. Dagegen sind in Java die Möglichkeiten beinah unendlich und
das führt dazu, dass jeder sich was eigenes ausdenkt (was öfter mal
schief geht) - also eigentlich keine schlechten Voraussetzungen für
heterogene Teams...
Viele Grüße
Stefan
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